Geliebte Seelen,
Was gestern war, muss nicht bestimmen, was heute sein wird.
Jeder neue Morgen ist wie eine heilige Schwelle, die sich vor uns öffnet. Mit jedem Erwachen schenkt uns das Leben einen neuen Atemzug, ein neues Bewusstsein und eine neue Möglichkeit, uns selbst, unseren Mitmenschen und unserem Weg mit einem offenen Herzen zu begegnen.
Und doch tragen viele Menschen das Gestern noch immer mit sich. Alte Verletzungen. Alte Geschichten. Alte Enttäuschungen. Alte Fehler. Alte Vorstellungen darüber, wer sie sind, was sie verdienen und wie ihr Leben verlaufen soll.
So nehmen wir die Last der Vergangenheit mit in den gegenwärtigen Moment und wundern uns, weshalb sich das Heute immer wieder wie das Gestern anfühlt.
Doch das Vergangene lebt nur so lange in uns weiter, wie wir ihm immer wieder unsere Aufmerksamkeit und unsere Energie schenken.
Das bedeutet nicht, dass wir verleugnen sollen, was geschehen ist. Es bedeutet auch nicht, dass wir so tun, als wären unsere Wunden nie wirklich da gewesen.
Es bedeutet vielmehr, dass wir aufhören, unser Zuhause in ihnen zu errichten.
Wir nehmen die Weisheit mit, die aus unseren Erfahrungen entstanden ist. Wir ehren die Lektionen, die uns das Leben geschenkt hat. Wir begegnen dem Menschen, der wir einst waren und der all das überstanden hat, mit Mitgefühl und Liebe.
Und dann dürfen wir langsam loslassen.
Wir müssen das Gestern nicht weiter festhalten.
Es darf dort bleiben, wo es hingehört.
Hinter uns.
Du musst heute nicht derselbe Mensch sein, der gestern Abend eingeschlafen ist.
Du darfst neue Wahrheiten erkennen.
Du darfst neue Einsichten empfangen.
Du darfst dich von einer tieferen inneren Führung leiten lassen.
Du darfst neue Möglichkeiten entdecken.
Und du darfst deine Meinung ändern, wenn dein Bewusstsein gewachsen ist.
Es ist vollkommen in Ordnung, über Orte, Beziehungen, Überzeugungen oder Verhaltensweisen hinauszuwachsen, die sich einst richtig angefühlt haben, heute aber nicht mehr zu dem Menschen passen, der du geworden bist.
Wahres Erwachen bedeutet nicht, möglichst viel spirituelles Wissen anzusammeln.
Es bedeutet, bereit zu sein, all das loszulassen, was uns nicht mehr in die nächste, liebevollere und bewusstere Version unseres Lebens begleiten kann.
Und Liebe…
Wahre, bedingungslose Liebe…
Sie hält keinen Menschen in seiner Vergangenheit gefangen.
Sie schenkt ihm den Raum, sich zu entfalten.
Sie sagt:
„Ich sehe, welchen Weg du gegangen bist. Aber ich werde dich nicht auf das festlegen, was einmal war.“
„Ich ehre deine Geschichte. Doch ich werde deine Vergangenheit niemals gegen deine Zukunft verwenden.“
„Ich liebe dich genug, um dir hier zu begegnen. In diesem Atemzug. In dieser Wahrheit. In diesem neuen Jetzt.“
Geliebte Seelen, lasst diesen Tag wirklich neu sein.
Greift nicht gleich nach dem Erwachen wieder nach dem Schmerz, den ihr gestern getragen habt.
Lasst die alten Ängste nicht immer wieder dieselben Geschichten erzählen und erwartet dabei eine neue Wirklichkeit.
Sprecht euren Träumen nicht ihre Lebenskraft ab, während sie gerade erst beginnen zu wachsen.
Begegnet diesem Tag mit offenen Händen.
Begegnet euch selbst ohne Verurteilung.
Und begegnet auch den Menschen um euch herum mit der Freiheit, sich verändern zu dürfen.
Die Vergangenheit hat euch geprägt.
Aber sie besitzt euch nicht.
Eure Wunden haben euch vieles gelehrt.
Doch sie müssen euch nicht länger führen.
Eure Geschichte erklärt vielleicht, wie ihr hierher gelangt seid.
Aber sie entscheidet nicht darüber, wohin euer Weg von hier aus führt.
Ihr seid hier.
Ihr atmet.
Ihr wachst.
Ihr entwickelt euch weiter.
Und genau in diesem gegenwärtigen Augenblick liegt weit mehr Freiheit, als der verletzte Teil in euch bisher glauben konnte.
Lasst los, was war.
Empfangt, was ist.
Und erschafft mit offenem Herzen das, was sein möchte.
Willkommen im Neuen Jetzt.
Ich liebe euch.
Ich liebe euch alle so, wie ich mich selbst liebe.
Frei.
Aufrichtig.
In meiner eigenen inneren Kraft.
Und bedingungslos.
Om Shanti Om
Namasté
Sat Nam
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© Übersetzung Rosi https://www.esistallesda.de
