Das Loslassen – Teil 2: Raus aus dem Wettbewerb, hinein ins Jetzt. Sophia Love

Originalüberschrift: „The Undoing“ habe ich mit „Das Loslassen“ übersetzt, weil (meinem Empfinden nach) „Das Ungeschehen machen“, „Das Rückgängigmachen“ oder „Das Auflösen“ nicht passen.

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, euch allen geht es gut. In dieser Woche (bzw. morgen) bewegen wir uns auf das 8:8-Löwentor zu, und die energetischen Schwankungen und Intensitäten sind enorm. Haltet gut durch und seid liebevoll mit euch selbst.

Dieses Gespräch kam für mich überraschend. Ähnlich wie beim ersten Mal fühlte es sich weniger wie ein Gespräch und mehr wie ein Diktat an. Ich nahm die Gedanken und Impulse, die zu mir kamen, eigentlich nur auf.

Was ich daraus verstanden habe, ist Folgendes:

Die Dinge, die wir nun „auflösen“ oder „verlernen“ dürfen, werden uns deshalb gezeigt, weil sie uns helfen können, uns in einer Welt zurechtzufinden, die kaum noch Ähnlichkeit mit jener Welt haben wird, in der wir unser ganzes bisheriges Leben verbracht haben.

Dabei handelt es sich um Vorstellungen, die wir bisher vielleicht überhaupt nicht als „Problem“ betrachtet haben. Und doch kann allein ihre Existenz unterschwellig zu Anspannung und innerer Unruhe beitragen.

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit dieser Botschaft und musste einen zweiten Versuch unternehmen, um wirklich alles empfangen zu können.

Ich habe das Gefühl, dass wir vieles neu strukturieren werden, was wir bisher einfach als selbstverständlich hingenommen haben. Und das wird sich nicht immer angenehm anfühlen.

Bei manchen Dingen geht es um weit mehr als nur um Worte oder Begrifflichkeiten. Sie spiegeln tief verwurzelte Vorstellungen wider, nach denen wir jemanden „besiegen“, „übertreffen“ oder „besser als jemand anderes“ sein müssen … selbst wenn diese andere Person nur in unserer Vorstellung existiert.

Vieles von dem, worauf das Eine hier Bezug nimmt, betrifft unseren inneren Dialog.

Dieses ständige „Geplapper“ in unserem Kopf, das wir inzwischen häufig mit unserem Ego gleichsetzen.

Ich selbst erlebe die letzten Wochen emotional zunehmend intensiver. Deshalb ist jeder Impuls willkommen, der dabei helfen kann, ein wenig mehr Frieden in uns entstehen zu lassen.

Wenn ihr Zugang zum Chatraum habt, schaut euch bitte einige der Videos an, die dort diese Woche geteilt wurden. Sie sind wunderbar und gleichzeitig sehr bodenständig und praktisch.

Danke, Djon!

Bitte geht sanft und liebevoll mit euch um.

Ihr seid so viel mehr, als man euch jemals erzählt hat.

Mit ganz viel Liebe,

Sophia


Es ist das Eine.

Danke.

Wir werden erneut über ein Thema sprechen, mit dem wir bereits vor einiger Zeit begonnen haben.

Du meinst das Loslassen?

Ja.

Du hast gesagt, das Erste, was wir loslassen dürfen, sei tatsächlich die Zufriedenheit … und dass Freude ein hilfreicher Ersatz dafür wäre.

Ja.

Finde Freude in allem, was du tust. Sie ist da. Denn als Erbauer würdet ihr es nicht anders wählen.

Danke.

Nun kommen wir zum zweiten Loslassen. Und vielleicht wird es dich überraschen. Das Zweite, was ihr loslassen dürft, ist …

Wettbewerb? Konkurrenz? (als Form des Neids)

Ja. Du leistest Widerstand.

Das tue ich.

Dann lass uns tiefer hineingehen. Denn ob ihr euch dessen bewusst seid oder nicht … Wettbewerb ist in euch allen vorhanden.

Das zweite Loslassen: Wettbewerb

Wettbewerb loszulassen ist ein komplexer Prozess. Denn Wettbewerb ist tief in der Gesellschaft der Erde verankert … und damit auch im menschlichen Denken.

Viele eurer grundlegenden Überzeugungen basieren auf der Vorstellung des Wettbewerbs. Diese Idee findet sich tief in eurer Sprache und zieht sich durch nahezu alle Bereiche eures Lebens.

Wir werden zunächst darüber sprechen, warum Wettbewerb losgelassen werden darf. Anschließend schauen wir uns an, wo er sich besonders hartnäckig hält.

Das Prinzip des Einsseins kennt keinen Wettbewerb.

Sobald ihr die Wahrheit des Einsseins vollständig annehmt, gibt es keinen Ort mehr, an dem Wettbewerb wirklich bestehen kann.

Nehmen wir als Beispiel euren menschlichen Körper.

Er ist ein Ganzes.

Es würde keinen Sinn ergeben und wäre auch nicht hilfreich, wenn eure eine Hand mit der anderen konkurrieren würde. Ebenso wenig wäre es sinnvoll, einen Fuß gegen den anderen antreten zu lassen, einen Arm gegen den anderen, ein Bein gegen das andere oder ein Auge oder Ohr gegen sein Gegenstück.

Ihr seid EINS.

Wenn ein Teil von euch einen anderen Teil überwinden oder besiegen muss und dies auf dessen Kosten geschieht, leidet immer das Ganze.

Es spielt keine Rolle, welche Hand „gewinnt“, welches Bein „stärker“ ist oder welches Auge „klarer“ sieht.

Wenn das jeweilige Gegenstück als schwächer oder unzureichend betrachtet wird, beeinträchtigt dies immer das gesamte System.

Ihr seid EINS.

Eine Welt, die auf Vergleichen aufgebaut wurde

Die menschliche Gesellschaft auf der Erde wurde ursprünglich so strukturiert, dass einige wenige auf Kosten vieler profitieren konnten.

Praktiken, Sprache, Geldsysteme, Gesetze, Religionen, Herrschaftssysteme und Bildung wurden so gestaltet, dass Trennung und Macht über andere aufrechterhalten werden konnten.

Diese Strukturen fördern Wettbewerb auf nahezu jeder Ebene.

Wenn du dir Gedanken oder Glaubenssysteme genauer ansiehst, die Angst, Unruhe oder Herzschmerz in dir hervorrufen, wirst du häufig irgendwo darin einen Vergleich oder Wettbewerb entdecken … selbst wenn er sehr gut verborgen ist.

Aus dem Denken des Vergleichens und Konkurrierens entstehen beispielsweise Begriffe wie:

Genug – mehr als genug – nicht genug

Besser – besser als

Am besten – das Beste

Reich – reicher als – am reichsten

Klug – klüger als – am klügsten

Mehr – am meisten

Schöner als – am schönsten

Attraktiver – am attraktivsten

Freundlicher als – am freundlichsten

Gemein – gemeiner – am gemeinsten

Stark – stärker – am stärksten

Heilig – heiliger – am heiligsten

Wertvoll – wertvoller – am wertvollsten

Schlecht – schlechter – am schlechtesten

Und es gibt unzählige weitere Beispiele.

Sie betreffen nahezu jeden Bereich eures Lebens.

Ein großer Teil eures inneren Dialogs basiert auf Vergleichen und Wettbewerb.

Du wachst morgens auf und denkst vielleicht darüber nach, ob du dich heute „besser“ oder „schlechter“ fühlst als am Abend zuvor.

Du frühstückst und überlegst, ob das, was du isst, „gesünder“ oder „ungesünder“ ist als das, was angeblich „am besten“ für deinen Tag wäre.

Du wählst deine Kleidung anhand von Vergleichen.

Und vieles von dem, was du im Alltag tust, ist mit irgendeiner Vorstellung davon verbunden, etwas „besser“ machen zu wollen als etwas, das du zuvor als „nicht gut genug“ bewertet hast.

Das bedeutet nicht, dass ihr aufhören sollt, euch selbst zu regulieren oder euch Ziele zu setzen. Keineswegs.

Lebe im gegenwärtigen Moment

So wie euch beim ersten Loslassen vorgeschlagen wurde, Freude statt Zufriedenheit zu suchen, lädt euch dieses zweite Loslassen zu etwas anderem ein:

Lebe in jedem einzelnen Augenblick – und wähle in diesem Augenblick das, was für dich stimmig ist.

Wenn du gewählt hast, dann nimm deine Wahl mit Freude an.

Wenn du deine Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Jetzt hältst, verliert Wettbewerb zunehmend seine Grundlage.

Denn im JETZT gibt es keinen Raum für Vergleiche und Bewertungen.

Im JETZT liegt deine ganze Kraft.

Wenn du beginnst, jeden gegenwärtigen Augenblick mit mehr Gelassenheit anzunehmen, wirst du feststellen, dass du dem inneren Frieden immer näherkommst.

Weisheitslehrer haben nicht ohne Grund von der „Kraft der Gegenwart“ und vom „Wunder der Achtsamkeit“ gesprochen.

Was dir dieses zweite Loslassen schenken kann, ist Klarheit im Geist und die Befreiung von Vorstellungen, die tief in den Strukturen der alten Matrix und der menschlichen Gesellschaft verankert wurden.

Im gegenwärtigen Moment gibt es keinen Platz für Wettbewerb.

Denn dieser Moment ist alles, was gerade existiert.

Deine Aufmerksamkeit wird klar.

Entschlossen.

Bewusst.

Und gegenwärtig.

Du musst dich nicht für deine Entscheidungen verurteilen

Vielleicht isst du eines Morgens voller Freude einen Donut.

Und am nächsten Morgen trinkst du mit genauso viel Freude einen Gemüse-Smoothie.

Du musst beides nicht miteinander vergleichen.

Beide Erfahrungen wurden vollkommen erlebt.

Beide wurden bewusst gewählt.

Und in beiden konnte Freude sein.

Wenn du dich selbst, deinen Kontostand, die Zahl auf deiner Waage oder dein vermeintliches Glück ständig kritisierst, bestätigst du dir letztlich immer wieder dieselbe Botschaft:

„Ich bin nicht gut genug.“

Doch:

DU BIST GUT GENUG.

Und alle anderen sind es ebenfalls.

Wenn du dir für dein Leben ein anderes Ergebnis wünschst als das, was du momentan vor dir siehst, ist das vollkommen in Ordnung.

Es bedeutet nicht, dass du weniger wert bist als irgendjemand anderes.

Es bedeutet lediglich, dass sich deine Vorstellung davon verändert hat, wer du bist und was du erfahren möchtest.

Und das geschieht in jedem einzelnen Augenblick.

Stell dir vor, du müsstest nichts mehr bewerten

Stell dir vor, das gesamte Gewicht deiner Meinungen und Bewertungen würde von dir genommen.

Einfach angehoben und fortgetragen.

Bis nur noch du übrig bist.

Du.

Das JETZT.

Und das, was du als Nächstes erschaffen und erträumen möchtest.

Stell dir vor, jeder deiner Träume dürfte einfach sein.

Stell dir vor, du könntest alles, was dir begegnet, als vollkommen neu betrachten.

Nicht als etwas, das „besser“ oder „schlechter“ ist, als du erwartet hattest.

Sondern einfach:

NEU.

Auf diese Weise, meine geliebten Erbauer, werdet ihr die Welt – eure Welt – mit neuen Augen sehen und neu erschaffen.

So könnt ihr die Freude in jedem neuen JETZT-Moment entdecken.

Und so findet ihr Frieden.

Auf diese Weise wird eure Neue Welt geboren.

Suche Freude statt Zufriedenheit.

Lass den Wettbewerb los und empfange jeden neuen JETZT-Moment mit Leichtigkeit.

Denn damit legst du das Fundament für etwas vollkommen Neues:

BEDINGUNGSLOSE LIEBE.

Das ist alles.

Danke.

Sophia Love auf meinem Blog: https://www.esistallesda.de/?s=sophia+love

Originalbeitrag auf Patreon … https://www.patreon.com/u13110207

© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de