Einführende Worte
Neville Goddard (1905–1972) zählt zu den bekanntesten spirituellen Lehrern des 20. Jahrhunderts, wenn es um die schöpferische Kraft der Vorstellung und des Bewusstseins geht. Im Mittelpunkt seiner Lehre steht die Überzeugung, dass unsere innere Vorstellungskraft weit mehr ist als bloße Fantasie: Für Neville ist sie eine schöpferische Kraft, durch die wir unsere Erfahrung des Lebens wesentlich mitgestalten.
Eine prägende Rolle auf seinem Weg spielte sein Lehrer Abdullah (Abd Allah), von dem Neville in seinen Vorträgen immer wieder erzählte. Abdullah führte ihn zu einem tieferen, mystischen Verständnis der Bibel und lehrte ihn, sich innerlich bereits in den Zustand des erfüllten Wunsches zu versetzen – also das Gewünschte nicht nur zu erhoffen, sondern es in der Vorstellung als bereits verwirklicht zu erleben.
In einem verwandten geistigen Umfeld begegnen uns auch die Schriften von Walter Clemow Lanyon (1887–1967). Lanyon war ein Autor und spiritueller Lehrer der New-Thought- und metaphysischen Tradition. In seinen zahlreichen Büchern beschäftigte er sich mit dem göttlichen Bewusstsein im Menschen, der Kraft des „ICH BIN“ und der unmittelbaren Erfahrung einer Wirklichkeit, die über die Begrenzungen des äußeren Scheins hinausgeht.
Die hier von mir als PDF zur Verfügung gestellten Bücher von Walter C. Lanyon laden dazu ein, diese Gedanken in ihrer ursprünglichen Tiefe kennenzulernen. Auch wenn Lanyon und Neville ihre jeweils eigene Sprache und Ausdrucksweise verwendeten, finden sich in ihren Werken bemerkenswerte Berührungspunkte: die Hinwendung nach innen, das Vertrauen in die schöpferische Kraft des Bewusstseins und die Erkenntnis, dass eine Veränderung im Äußeren ihren Anfang im Inneren nimmt.
Die folgenden Texte dürfen deshalb weniger als theoretische Abhandlungen verstanden werden, sondern vielmehr als Einladung zur eigenen Erfahrung … zum Lesen, Nachsinnen und vor allem zum Erproben dessen, worauf diese Lehrer immer wieder hinweisen: Die wirkliche Veränderung beginnt im Bewusstsein.
