Manchmal muss ich ein wenig schmunzeln, wenn ich höre, wir müssten die Dualität unserer dreidimensionalen Wirklichkeit endlich hinter uns lassen.
Als könnten wir das einfach tun.
Du bist Mensch und lebst in einer körperlichen Realität, während sich auch Gaia in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Du bist hierhergekommen, um diese Wirklichkeit zu erfahren. Und diese Erfahrung lebt von Gegensätzen.
Schwarz und Weiß. Licht und Dunkelheit. Hier und Dort. Jetzt und Damals. Dieses und Jenes.
Unser menschlicher Verstand erkennt die Welt, indem er unterscheidet. Etwas wird für uns auch dadurch erfahrbar, dass wir seinen Gegensatz kennen. Ohne Dunkelheit könnten wir Licht nicht auf dieselbe Weise wahrnehmen. Ohne Traurigkeit würden wir Freude anders erleben. Ohne Entfernung könnten wir Nähe kaum als solche erkennen.
Und während wir uns weiterentwickeln, erinnern wir uns daran, dass wir sehr viel mehr sind als das, was unser Verstand erfassen und erklären kann.
Es gibt feinere Arten des Wahrnehmens und Wissens.
Da ist das Fühlen.
Da ist die Intuition.
Da ist dieses stille innere Wissen, das keine logische Erklärung braucht.
Und da ist unser Sein.
Mensch zu sein bedeutet dennoch, dass wir uns auf die Erfahrung dieser körperlichen Welt eingelassen haben. Mit ihren Höhen und Tiefen, ihren Gegensätzen und all den Gefühlen, die entstehen, während wir durch unser Leben gehen.
Es geht deshalb nicht darum, die Dualität abzuschaffen.
Es geht vielmehr darum, den stillen Beobachter in uns zu entwickeln.
Jenen Teil unseres Bewusstseins, der wahrnehmen kann, was geschieht, ohne sich in allem vollständig zu verlieren.
Wenn wir uns daran erinnern, dass wir Seelenwesen mit einer unermesslich langen Geschichte und unzähligen Erfahrungen sind, müssen wir vielleicht auch uns selbst und dieses Leben nicht mehr ganz so furchtbar ernst nehmen.
Denn alles ist Erfahrung.
Und gerade durch die Gegensätze, durch das Annehmen unseres Weges und durch die Liebe zu diesem manchmal herrlich verrückten menschlichen Abenteuer können wir Frieden mit uns selbst und schließlich auch mit dem Leben finden.
Ach, du wunderbarer Mensch.
Weißt du denn nicht, dass du ein Ausdruck der göttlichen Quelle bist?
Dass du dir mit diesem Leben eine großartige Möglichkeit geschaffen hast, zu erfahren, zu fühlen, zu entdecken und immer wieder in die Tiefe deiner eigenen Liebe zurückzukehren?
Zu deinem unschuldigen Selbst.
Zu deinem mitfühlenden Selbst.
Zu deinem verspielten Selbst.
Und zu diesem unglaublich kraftvollen Wesen, das du ebenfalls bist.
In jedem Augenblick kannst du neu wählen.
Folge ich dem Wissen meines Herzens?
Oder verliere ich mich wieder in den alten Gedankenschleifen von richtig und falsch?
Licht an oder Licht aus.
Vielleicht ist genau das unsere Freiheit.
Nicht, dass es keine Gegensätze mehr gibt, sondern dass wir mitten zwischen ihnen bewusst wählen können.
Und vielleicht besteht unsere Aufgabe gar nicht darin, aus der menschlichen Erfahrung zu fliehen.
Vielleicht dürfen wir lernen, in ihrer Mitte zu stehen.
Still.
Bewusst.
Mit offenem Herzen.
Und mit einem kleinen Lächeln über dieses manchmal ziemlich verrückte Abenteuer namens Menschsein.
Denn eine körperliche Welt ganz ohne die Erfahrung von Dualität?
Ach komm.
Wie langweilig wäre das denn? 😉❤️
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