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Marcel spricht in seinem Video darüber, dass nicht in erster Linie unsere Wünsche darüber entscheiden, was wir in unserem Leben erfahren, sondern unser innerer Zustand. Dieser beeinflusst, welche Möglichkeiten wir überhaupt wahrnehmen, welche Entscheidungen wir treffen und wie wir handeln. Für ihn beginnt Veränderung deshalb immer im Inneren.
Er beschreibt es mit einem schönen Bild: Um uns herum existieren unzählige Möglichkeiten und Potenziale. Je nachdem, worauf unser Bewusstsein ausgerichtet ist, nehmen wir unterschiedliche davon wahr. Befinden wir uns beispielsweise innerlich im Mangel, sehen wir vor allem Probleme und Begrenzungen. Verändert sich dagegen unser innerer Zustand, werden plötzlich Möglichkeiten sichtbar, die eigentlich schon die ganze Zeit vorhanden waren. Marcel vergleicht das mit dem Wechsel eines Radiosenders. Die Möglichkeiten sind da, aber wir stellen uns auf eine andere Frequenz ein.
Ein wichtiger Unterschied besteht für ihn zwischen Wunsch und Intention. Ein Wunsch trägt für ihn noch die Botschaft in sich: „Ich habe es nicht.“ Eine Intention dagegen bedeutet, sich innerlich entschieden zu haben. Man beansprucht die gewünschte Erfahrung gewissermaßen bereits für sich und ist gleichzeitig bereit, die notwendigen Schritte dafür zu gehen. Manifestation bedeutet bei Marcel also keineswegs, einfach nur dazusitzen und darauf zu warten, dass etwas geschieht.
Sehr anschaulich erklärt er das mit einer Bestellung, die bereits in der Packstation liegt. Sie gehört einem schon, aber man muss trotzdem hingehen und sie abholen. Genauso brauche es im Leben eine klare Entscheidung und anschließend die Bereitschaft zu handeln. Welche Schritte notwendig sind, zeige sich nach seiner Vorstellung zunehmend über die eigene Intuition.
Damit kommt Marcel zu einem weiteren wichtigen Punkt: der inneren Führung. Viele Menschen hätten gelernt, stärker auf äußere Autoritäten und Meinungen zu hören als auf die eigene innere Stimme. Doch gerade die Intuition könne uns Wege zeigen, die der Verstand zunächst nicht versteht. Neues entstehe schließlich selten innerhalb dessen, was wir ohnehin schon kennen. Manchmal müsse man deshalb bereit sein, einen Schritt zu gehen, obwohl er ungewohnt erscheint oder außerhalb der eigenen Komfortzone liegt. Eingefügter Text
Um diese leise innere Stimme überhaupt wieder wahrnehmen zu können, empfiehlt Marcel etwas erstaunlich Einfaches: jeden Tag für eine Weile nichts tun. Vielleicht 15, 20 oder 30 Minuten einfach sitzen, aus dem Fenster schauen, die Gedanken beobachten und nichts erreichen müssen. Wenn der Verstand ruhiger wird, könne auch die Intuition wieder deutlicher wahrgenommen werden. Angst und Gedanken seien häufig laut, die Intuition dagegen eher still und sanft.
Und dann kommt für mich einer der interessantesten Gedanken des Videos: Nicht zu sehr festhalten.
Marcel sagt, dass wir uns selbst Widerstand erschaffen, sobald ein bestimmtes Ergebnis unbedingt eintreten muss. Dann entstehen Sorgen, Zweifel und Ängste. Je wichtiger wir etwas machen und je abhängiger unser Glück davon wird, desto schwerer fällt uns das natürliche Fließen.
Loslassen bedeutet dabei nicht, keinen Wunsch und kein Ziel mehr zu haben. Im Gegenteil. Die Richtung darf klar sein. Nur die Verkrampfung darüber, wie und wann etwas geschehen muss, darf verschwinden.
Seine Haltung dazu gefällt mir: Wenn etwas gut läuft, wunderbar. Wenn es anders läuft, ebenfalls gut. Im Vertrauen darauf, dass das Leben vielleicht einen Weg kennt, den der eigene Verstand noch gar nicht sehen kann. In diesem entspannten Zustand werde man unabhängiger vom äußeren Ergebnis und könne den eigenen Impulsen viel leichter folgen.
Für mich lässt sich Marcels Botschaft deshalb sehr schön so zusammenfassen:
Entscheide dich klar für das, was du erfahren möchtest. Richte dein Bewusstsein darauf aus. Werde still genug, um deine innere Führung wahrzunehmen. Folge ihren Impulsen und gehe die notwendigen Schritte. Aber versuche nicht, das Leben dazu zu zwingen, dein Ziel auf eine ganz bestimmte Weise zu erfüllen.
Oder noch einfacher:
Wisse, wohin du möchtest, aber vertraue dem Leben beim Wie.
Marcel beschreibt diesen Zustand am Ende wie Wasser. Statt mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, dürfen wir beweglich bleiben, uns führen lassen und auf das reagieren, was sich zeigt. Genau darin sieht er den Weg, auf dem Ziele mit wesentlich mehr Leichtigkeit erreicht werden können.
Und irgendwie passt dazu ein Satz ganz besonders gut:
Alles ist bereits da. Vielleicht müssen wir nicht mehr kämpfen, um es zu bekommen, sondern still genug werden, um den Weg dorthin zu erkennen. ❤️

