Petra Brabec: „Tief verwurzelt in dir selbst – Verbundenheit“, Juli 2019

FĂŒhlst du dich auch manchmal getrennt?

Verbundenheit ist ein natĂŒrliches GefĂŒhl von Zugehörigkeit, von Geborgenheit in uns selbst. Sie ist uns von Beginn an gegeben, das heißt, dass sie mit Beginn unserer Geburt automatisch da ist – auch schon vor der Geburt – der Moment der Geburt wird als Trennung erlebt – trotzdem bleiben wir tief in uns mit unserem göttlichen Kern verbunden. Wir mĂŒssen Verbundenheit nicht erst erlernen, sie ist EINFACH. Selbst, wenn wir manchmal das GefĂŒhl haben, getrennt zu sein, ist Verbundenheit da, in uns, tief in unserem Wesen verwurzelt.

Der Weg in die Erfahrung der Verbundenheit, die immer da ist, fĂŒhrt ĂŒber die RĂŒck-Besinnung auf das eigene Selbst, den inneren Kern, aus dem das Leben immer wieder neu erblĂŒhen kann. Indem wir uns selbst in der Tiefe wiederfinden und uns von der Essenz, die in uns schlummert, berĂŒhren lassen, erkennen wir das WIR, das grĂ¶ĂŸere Ganze und unsere Zugehörigkeit zu allem, was ist. Erleben wir dieses WIR, wĂ€chst unsere WertschĂ€tzung gegenĂŒber dem Leben, der Gemeinschaft, Pflanzen, Tiere und der Natur im Allgemeinen. Das WIR kennt keine Trennung, sondern nur Lebendigkeit, die alles integriert.

Ein Erfahrungsraum der FĂŒlle

Wird der Zugang zu diesem WIR erneuert, sichert das das „Überleben“ des Einzelnen. Das Leben selbst darf in seiner großen Vielfalt gefördert und gefeiert werden. Durch die StĂ€rkung unserer Verbundenheit ist alles möglich. Es können Dinge geschehen, die der Verstand nicht begreifen kann. In allen schamanischen Kulturen ist Verbundenheit der Weg, der in die Heilung fĂŒhrt. So fĂŒhrt uns etwa Dankbarkeit in die Mitte, ins Herz, dem Sitz unseres göttlichen Bewusstseins: Wir sind Schöpfer unserer eigenen RealitĂ€t.

Einsamkeit ist eine Illusion. Das GefĂŒhl, nicht verbunden zu sein, eine innere Leere, treibt uns an, immer nach etwas zu streben, besser zu werden, noch mehr zu haben, GlĂŒck im Außen zu finden, andere auszubeuten. Es ist ein Weg, der endlos und anstrengend ist und der aus einem MangelgefĂŒhl erzeugt wird: dem GefĂŒhl, nicht bereits vollstĂ€ndig zu sein. Doch in Wahrheit bist du vollstĂ€ndig! In Wahrheit bist du ganz. In Wahrheit bist du Verbundenheit und Liebe. In Wahrheit geht es darum, dich daran wieder zu erinnern, wer du wirklich bist.

Verbundenheit ist mehr als ein GefĂŒhl, es ist Teil unserer seelischen Grundstruktur. In der Tiefe seines Wesens strebt jeder Mensch danach, dauerhaft Verbundenheit zu erfahren, um sich frei zu fĂŒhlen. Es ist ein inneres Streben, ein tiefes Verlangen nach einem spĂŒrbaren Ankommen im Innern. Wer dort Wurzeln schlĂ€gt, findet tieferen Sinn im Leben. Du musst dir nichts beweisen, du darfst einfach sein. Aus dem Moment des Seins öffnest du die TĂŒr zur Verbundenheit und machst kostbare Erfahrungen.

Übung

Geh hinaus umarme einen Baum, eine Pflanze. Gehe zum Fluss und setz dich ans Ufer mit der Absicht, dich wieder zu verbinden. Öffne dein Herz und versuche trotz aller alten Erfahrungen, es nicht mehr verschließen zu wollen. Dadurch bist du offen fĂŒr neue Möglichkeiten. Lasse all deine Masken und Überzeugungen darĂŒber fallen, wer du zu sein hast. SEI einfach nur in diesem Moment: DU

Die Pflanze, der Baum, der Fluss – sie sind nicht außerhalb von dir, sie sind in dir. Du bist nicht getrennt, du warst es nie. Verbundenheit ist deine Natur. Wenn du einen Apfel ist, bist du mit dem Baum verbunden, an dem er gewachsen ist, mit dem Land, mit den Menschen, die ihn geerntet haben, die ihn in den Laden gebracht haben, die ihm ein Preisschild gegeben und abkassiert haben. Merkst du was: Du kannst gar nicht anders, als nicht verbunden sein!!!

Fange jetzt an die Verbundenheit in deinem Leben zu erneuern. Es wird dein Leben bereichern. Und vergiss nicht, sie ist sowieso da, die Verbundenheit


https://www.petrabrabec.de/2018/03/01/mach-es-wie-die-h%C3%BChner/