Mit toxischer mÀnnlicher Energie umgehen. Pamela Kribbe

– TEIL I/II –

Jeshua, gechannelt durch Pamela Kribbe


Liebe Menschen,

ich bin Jeshua, euer Bruder und euch Gleichgestellter. Ich bin bei euch in eurem Herzen. Im Herzen sind wir miteinander verbunden und seid ihr tief eingebunden in das Feld der Christus-Energie, das Lichtfeld, zu dem ihr gehört.

Heute werde ich ĂŒber toxische mĂ€nnliche Energie sprechen und darĂŒber, wie sie sich im kollektiven Bewusstsein und auch in euch selbst manifestiert. Ihr wurdet in ein Feld kollektiven Bewusstseins hineingeboren, in dem eine toxische mĂ€nnliche Energie bisher die Norm gewesen ist.

Lasst mich zunĂ€chst erklĂ€ren, was ich mit toxischer mĂ€nnlicher Energie meine. Es ist im Wesentlichen eine Energie der Verschlossenheit, des Eingeschlossen-Seins in sich selbst und des Empfindens, sich darin bedroht zu fĂŒhlen. Ein Mensch, der in dieser toxischen mĂ€nnlichen Energie steckt, fĂŒhlt tief innerlich die Angst des Verschlossenseins und Getrenntseins.

Statt sich jedoch dieser Angst zuzuwenden, sie mit Bewusstsein zu umgeben, diese Angst zu durchfĂŒhlen und sie so durch das eigene Bewusstsein zu transzendieren, verleugnet die toxische mĂ€nnliche Energie diese innere Angst und fĂŒhlt sich einfach nur bedroht. Diese Angst selbst – diese existenzielle Angst vor einem Getrenntsein und davor, völlig allein, verletzlich und nicht verbunden zu sein – ist zutiefst menschlich und teilen alle Menschen und sogar alle Seelen miteinander. Der einzige Weg zur Heilung ist der Weg nach innen.

Eben das tut die toxische mĂ€nnliche Energie nicht. Sie reagiert auf diese Urangst, indem sie sich nach innen zurĂŒckzieht und eine Art geschlossene Festung bildet. Sie verbindet sich also nicht mit sich selbst. Und indem sie sich von ihren eigenen GefĂŒhlen abschottet, verschließt sich diese Art von mĂ€nnlicher Energie auch vor einer echten Verbindung mit etwas außerhalb ihrer selbst und mit anderen Menschen. Die Verbindung zu anderen wird blockiert, da die toxische mĂ€nnliche Energie nicht wirklich zur Kommunikation fĂ€hig ist.

Kommunikation steht und fĂ€llt mit Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit. Kommunikation steht und fĂ€llt damit, sich aus einer tiefen Verbindung mit dem, was man innerlich fĂŒhlt, heraus auszudrĂŒcken und zugleich in TuchfĂŒhlung damit zu bleiben, wo der andere steht, was er oder sie fĂŒhlt. Kommunikation ist also ein sehr sensibler Prozess, der EinfĂŒhlungsvermögen erfordert, sowohl sich selbst als auch dem anderen gegenĂŒber. Und genau das ist es, was die toxische mĂ€nnliche Energie vermeidet und nicht tut. Dieser Mensch empfindet das sogar als bedrohlich, denn wenn es etwas gibt, das der toxischen mĂ€nnlichen Energie zuwider ist, dann ist es Verletzbarkeit. Verletzbarkeit ist ihm gleichbedeutend mit SchwĂ€che: Dann wird man zur Beute des anderen und ist man der Vernichtung nahe.

Dies ist fĂŒr mich die Definition toxischer mĂ€nnlicher Energie. Zu ihr gehören also ein Unvermögen, wirklich zu kommunizieren, und das Überdecken der eigenen inneren Angst. Aus diesen beiden Elementen entsteht eine defensive und aggressive Haltung sich selbst und der oder dem anderen gegenĂŒber. Wenn es nach seiner toxischen mĂ€nnlichen Energie geht, ist dieser Mensch eine Art Soldat, der sehen muss, dass er in der Welt ĂŒberlebt. Auf kollektiver Ebene sowie weltweit in der FĂŒhrung der meisten LĂ€nder sieht man, dass diese defensive und aggressive Haltung im politischen Wirken zur Norm geworden ist. Es bestehen zwar oft Ideale, humanistische Leitbilder, die vor allem mĂŒndlich praktiziert werden, aber wenn es um tatsĂ€chliche Entscheidungen geht, basieren sie dennoch oft auf dem BedĂŒrfnis, zu gewinnen, und nach Sicherheit fĂŒr sich selbst.

Auf politischer Ebene wĂ€re das Selbst, das geschĂŒtzt werden muss, dann die Nation – man tut oder unterlĂ€sst Dinge im Interesse des Landes. Wenn jedoch Individuen mit viel toxischer mĂ€nnlicher Energie die FĂŒhrung ĂŒbernehmen, sieht man, dass sie nicht in der Lage sind, wirklich im Interesse des Landes, des Ganzen zu denken oder zu handeln. Ein Land ist, spirituell gesehen, natĂŒrlich nur eine willkĂŒrliche Einheit, ein historisch gewachsenes Gebilde, aber in jedem Fall etwas, das ĂŒber das Individuum hinausgeht.

Toxischen politischen FĂŒhrern kann selbst dieser Schritt, dem Land zu dienen, sehr schwerfallen, weil sie in ihrem eigenen Ego gefangen sind. Betrachtet man daher das Verhalten sogenannter starker AnfĂŒhrer oder Diktatoren, ist und war heute wie auch in der Vergangenheit, ihr Handeln und Denken oft von chaotischen, unreflektierten Impulsen oder Machtfantasien bestimmt. Da sie selbst ein Machtmonopol beanspruchen, verlieren sie den Bezug zur Wirklichkeit und tolerieren dann auch keinen Widerspruch mehr. Wie zuvor gesagt, ist mit toxischer mĂ€nnlicher Energie eine wirkliche Kommunikation nicht möglich.

Das Einzigartige an der sich derzeit im kollektiven Bewusstsein abspielenden Situation ist, dass die toxische mĂ€nnliche Energie nun sehr deutlich sichtbar wird. Durch die modernen Medien – durch das Internet und die Möglichkeit, Nachrichten sehr einfach und schnell zu verbreiten, auch wenn dies sehr oft stark gefiltert und wenig transparent geschieht – wird das Wirken toxischer mĂ€nnlicher Energie nun sehr sichtbar. Es besteht im Kollektiv bereits ein Bewusstsein dafĂŒr, was das Ego so alles tut und bewirkt. In der heutigen Zeit besteht trotz allem, was ungut verlĂ€uft, ein sehr viel grĂ¶ĂŸeres Bewusstsein fĂŒr die Wirkweise der menschlichen Psyche.

Psychologie und das Nachsinnen darĂŒber, was Menschen bewegt, was einen selbst bewegt, das Empfinden von Emotionen und ein Interesse  an psychische Leiden, ist in den letzten fĂŒnfzig bis hundert Jahren weit alltĂ€glicher und normaler geworden. Das bewirkt, dass die Scharaden oder TĂ€uschungen seitens der toxischen mĂ€nnlichen Energie immer sichtbarer werden. Wo autoritĂ€re AnfĂŒhrer frĂŒher hohes Ansehen genossen – auf politischer Ebene, aber auch auf lokaler Ebene wie der Arzt, der BĂŒrgermeister, der Lehrer –, werden diese AutoritĂ€ten nun entthront und werden sie nicht mehr so ​​ernst genommen wie frĂŒher. Die toxische mĂ€nnliche Energie wird daher zunehmend offen auch als toxisch wahrgenommen.

Das ist natĂŒrlich ein Schritt vorwĂ€rts. Das Bewusstsein wĂ€chst. Zugleich aber hat diese toxische mĂ€nnliche Energie die RealitĂ€t noch immer fest im Griff, hat großen Einfluss auf das Leben zahlloser Menschen und auch auf die Umwelt, das VerhĂ€ltnis zwischen Mensch und Natur und die Wirtschaft. Die Transformation, das Wachstum hin zu einem offeneren Bewusstsein, wird nicht durch einzelne Menschen erfolgen, die viel Macht haben. Wer viel Macht hat, will sie meist behalten. Das sieht man auf der Ebene politischer FĂŒhrerschaften, in denen die toxische mĂ€nnliche Energie dominiert, was oft schlimme Folgen fĂŒr die „einfachen“ Menschen hat, die unter der Herrschaft dieser sogenannten starken MĂ€nner und Frauen leiden. Zugleich aber wĂ€chst das Bewusstsein fĂŒr das, was vor sich geht. WĂ€hrend das Leid Ă€ußerst schmerzvoll ist, entsteht weltweit nun auch ein Bewusstsein dafĂŒr und eine immer tiefere Erkenntnis, dass die Dinge sich Ă€ndern mĂŒssen.

Was es schwierig macht, ist, dass Menschen, die sich in schweren Krisensituationen befinden – weltweit infolge von Umweltkatastrophen, Kriegen und Konflikten –, oft als ersten Reflex in eine toxische mĂ€nnliche Energie verfallen. FĂŒhlt ein Mensch sich bedroht und muss schlicht ĂŒberleben, verfĂ€llt er zunĂ€chst in eine Angst- und Kampfhaltung. Das Verhalten toxischer mĂ€nnlicher AnfĂŒhrer kann sich dann in der Bevölkerung widerspiegeln. Die Menschen können dann ebenfalls sehr aggressive Ideologien ĂŒbernehmen, um psychisch standzuhalten.

Ich möchte mich nun zwei Fragen zuwenden. Die erste ist: Wie geht ihr mit toxischer mÀnnlicher Energie um, wenn ihr ihr in eurem Alltag begegnet? Und die zweite, aus spiritueller Sicht eigentlich interessanteste oder bedeutendste Frage ist: Wie geht ihr mit toxischer mÀnnlicher Energie in euch selbst um? Inwieweit identifiziert ihr euch damit oder lebt ihr sie noch aus, ohne es zu merken?

Die erste Frage ist also: Wie geht ihr mit toxischer mĂ€nnlicher Energie in eurem Umfeld, in euren Beziehungen um? Wenn fĂŒr euch sichtbar wird, dass eine andere Person defensiv oder aggressiv reagiert und ihr euch dadurch verletzt oder abgewiesen fĂŒhlt: Wie geht ihr damit um, wenn ihr wisst, dass eine wirkliche Kommunikation nicht möglich ist?

Das erste Wichtige, wenn ihr von toxischer mĂ€nnlicher Energie verletzt werdet, ist zu erkennen, dass ihre Ebene keine persönliche ist. Es fĂŒhlt sich zwar persönlich an, wenn ihr zurĂŒckgewiesen werdet oder Aggression in irgendeiner Form erlebt, tatsĂ€chlich aber ist die andere Person nicht in der Lage, euch wirklich zu sehen und eure IndividualitĂ€t wirklich zu erfassen. Dieser andere Mensch befindet sich in einem Bewusstseinszustand, sich bedroht zu fĂŒhlen, und schnellt in einen aggressiven Reflex. TatsĂ€chlich besteht jedoch kein Kontakt zwischen Euch.

Das ist schmerzvoll, besonders wenn es um das Miteinander mit jemandem, den ihr liebt oder gern habt, oder einem Familienmitglied geht. Das macht es sehr schwierig, dennoch ist es fĂŒr euch selbst sehr wichtig, dass ihr erkennt, dass, wenn ihr es als eine persönliche Verletzung oder ZurĂŒckweisung seht, ihr aus dem Gleichgewicht geraten und psychischen Schmerz erleiden könnt, der euch an euch selbst zweifeln lĂ€sst. Es wĂŒhlt jedoch auch alles Mögliche in euch herauf und lĂ€sst euch in einen inneren Prozess von Dingen gelangen, durch die ihr irgendwann einmal gegangen seid.

Angenommen zum Beispiel, ihr seid beruflich in einem Umfeld, in dem keine wahre Kommunikation stattfindet oder in dem Menschen zu sehr wie Dinge oder nur als Glied in einem Produktionsprozess behandelt werden. Wenn ihr darunter leidet oder euch dadurch verletzt fĂŒhlt, seid euch bewusst, dass ihr hier eine toxische mĂ€nnliche Energie erlebt. Seid achtsam und nutzt eure Selbsterkenntnis, um zu erkennen, dass dieses GefĂŒge sich außerhalb von euch befindet und ihr diese Erwartungen nicht erfĂŒllen mĂŒsst. Denn ehe ihr euch verseht, könnt ihr von der toxischen mĂ€nnlichen Energie mitgeschleift werden und dabei noch denken, dass ihr so und so sein mĂŒsstet, dass ihr in dem Hamsterrad mithalten mĂŒsstet, um erfolgreich zu sein, zu punkten und Erwartungen zu erfĂŒllen. Geht ihr darin erst einmal mit und verinnerlicht diese Standards, werdet ihr schnell auch sehr anfĂ€llig fĂŒr Abweisung und verfallt in Gedanken wie „Oh, ich werde dem nicht gerecht. Ich bin nicht gut genug. Ich kann nicht mithalten. Ich bin schwach. Ich bin ĂŒberempfindlich. Ich leiste nicht genug.“

Um dieser Reaktion, euch selbst zu verachten oder an euch selbst zu zweifeln, zu begegnen, ist es sehr wichtig zu erkennen, dass ihr nicht in dieses System passt. Wenn euch das dann vorgeworfen wird – zum Beispiel, wenn ihr dann durch diesen Stress krank werdet –, versucht zu erfassen, dass nicht ihr persönlich abgelehnt werdet. Dieses System hat seine eigene Dynamik. Das System selbst sieht euch nicht. In ihn dreht sich alles um den Kampf um Überleben, Image und Erfolg. Wenn ihr euch dem wirklich entziehen könnt, bedeutet das, dass euer Inneres so intakt ist, dass ihr wisst: Ich muss da nicht mitmachen. Ich muss nicht darauf reagieren. Und ihr mĂŒsst dann auch nicht dagegen sein, in dem Sinne, dass ihr dagegen zu kĂ€mpfen beginnt. Ihr könnt einfach aussteigen.

Die dann folgende Frage ist: Bleibt ihr oder geht ihr fort? Wenn ihr mit toxischer mĂ€nnlicher Energie in BerĂŒhrung kommt und euer Selbstbewusstsein so stark ist, dass ihr angesichts dieser toxischen mĂ€nnlichen Energie keine Ängste, Selbstkritik und auch keine Aggressionen gegen sie verspĂŒrt und es euch gelingt, euch alldem zu enthalten, stellt sich die Frage: Könnt ihr auf Dauer in einer Beziehung oder einem Arbeitsumfeld bleiben, das diese toxischen Elemente beinhaltet? Der erste Schritt besteht also darin, euch innerlich zu distanzieren, nicht mehr darauf zu reagieren und, wie ihr sagt, „bei euch selbst zu bleiben“.

Doch die nĂ€chste Frage, die sich stellt, ist: Inwieweit könnt ihr dort bleiben? FĂŒhrt euer innerer RĂŒckzug nicht auch zu eurem Ă€ußeren RĂŒckzug? Meine Antwort darauf lautet: Ja. Sobald ihr euch innerlich zu lösen beginnt und psychisch nicht mehr mit toxischer mĂ€nnlicher Energie (im Arbeitsumfeld oder in einer Beziehung) interagiert, wenn euer Inneres nicht mehr reagiert, werdet ihr letztlich auch beginnen, euch Ă€ußerlich zu distanzieren. Mit wachsendem Selbstbewusstsein geschehen oft Dinge in den Ă€ußeren UmstĂ€nden, die euch letztendlich dazu veranlassen, euch von der Situation zu distanzieren.

Vielleicht denkt ihr nun: „Aber die toxische mĂ€nnliche Energie ist in der gesellschaftlichen RealitĂ€t so allgegenwĂ€rtig, da kann man sich nicht vollstĂ€ndig draus zurĂŒckziehen.“ Doch es ist tatsĂ€chlich möglich. Wenn euer Selbstbewusstsein stĂ€rker wird, wenn ihr tiefer erfĂŒhlt, was euch im tĂ€glichen Leben begegnet, könnt ihr so „navigieren“, dass ihr regelmĂ€ĂŸig in Oasen der Ruhe und Stille landet. Konkret bedeutet das oft, dass ihr genug Zeit habt fĂŒr euch selbst, dafĂŒr, allein zu sein, in der Natur oder in einer ruhigen Umgebung oder mit Menschen zu sein, mit denen ihr das GefĂŒhl habt, dass eine wirkliche Kommunikation stattfinden kann.

Wenn die Schwingung des Herzens in euch stĂ€rker wird, zieht ihr sie auch in eurem Alltag, in euren Begegnungen, in euren BeschĂ€ftigungen und AktivitĂ€ten an. Es ist ein subtiler Prozess. Ihr bleibt dann ganz normal Teil dieser Welt, aber es ist dann zugleich, gerade in der heutigen Zeit, Raum fĂŒr euch, fĂŒr euer Herzbewusstsein. Wenn das Bild auch momentan chaotisch sein mag und weltweit sehr viel vor sich geht, gibt es dennoch gerade in dieser Zeit tatsĂ€chlich viel mehr Raum. Es gibt ĂŒberall sozusagen „Blasen“ von Herzbewusstsein. Es gibt Oasen. Es gibt mehr Freiheit als zuvor.

Nun möchte ich hier noch auf das aus esoterischer oder spiritueller Sicht Wichtigste eingehen: Inwieweit werdet ihr selbst noch von toxischer mĂ€nnlicher Energie „gelebt“? Denn das ist letztlich der SchlĂŒssel zu allem, was ich zuvor gesagt habe. Ihr könnt toxische mĂ€nnliche Energien, wenn sie euch in euren Beziehungen, bei anderen begegnen, nur dann wirklich loslassen, wenn ihr sie zuerst in euch selbst erlöst habt. Versucht dahinterzukommen, inwieweit ihr selbst noch von dieser Energie bestimmt seid, denn ihr seid aufgewachsen in einem Feld kollektiver Überzeugungen, und es ist beinah unmöglich, davon frei zu sein.

Ob ihr nun eine Frau oder ein Mann seid, dieser Reflex, sich emotional abzuschotten, zu verschließen und seine Verletzlichkeit abzuschirmen, ist ein beinah universeller Reflex bei Menschen. Auch eine Konkurrenzhaltung oder eine Kampfhaltung anderen gegenĂŒber ist euch zu einer Art zweiten Natur geworden, die in der Schule oder in eurer Karriere oft ermutigt wird. Es ist also ein Teil von euch geworden. Um dahinterzukommen, inwieweit ihr immer noch davon getrieben seid, ohne es bewusst zu wissen oder zu wollen, ist es gut, euch anzusehen, wie ihr mit anderen Menschen kommuniziert, insbesondere mit Menschen, die euch am Herzen liegen und euch wirklich etwas bedeuten.

Wie kommuniziert ihr? Könnt ihr in eurer Kommunikation wirklich etwas von euch zeigen? Traut ihr euch, den Sprung ins Tiefe, ins Unbekannte zu wagen? Echtes Kommunizieren und damit auch echtes Verbinden, bedeutet, dass ein GesprĂ€ch nicht altausgetretenen Pfaden folgt. Dass ihr Erwartungen loslasst – was  beĂ€ngstigend sein kann – und wirklich sagt, was in euch vorgeht, auch wenn es nicht von der Art ist, wie es sich gehört, auch wenn es fĂŒr den anderen möglicherweise konfrontierend ist. Inwieweit erlaubt ihr euch das? Könnt ihr euch das zugestehen? Inwieweit seid ihr wirklich offen fĂŒr den anderen?

Es gibt verschiedene innere Haltungen, aus denen heraus eine aufrichtige Kommunikation blockiert wird. Zum Beispiel ist die Überzeugung „Ich muss stark sein“ etwas, womit man eine offene Kommunikation blockiert. Stark sein kann zum Beispiel auch bedeuten: „Ich muss fĂŒr dich sorgen! Ich muss dir helfen.“ Toxische Verschlossenheit (eine nicht offene Kommunikation) kann also auch eine scheinbar nicht-aggressive Form annehmen: dass ihr euch nicht verletzbar zeigt, weil ihr in einer Beziehung der „Sorgende“ oder „Versorger“ seid. Dies ist ein Beispiel, das fĂŒr Lichtarbeiter sehr relevant ist. Es ist gut möglich, dass, wenn ihr euch so „fĂŒrsorglich“ positioniert, ihr dadurch in Wirklichkeit „die Kontrolle behaltet“ und euch zudem nicht erlaubt, einfach nur Mensch zu sein. Ihr zeigt in der Beziehung weder eure Verletzbarkeit noch eure unsichere, zweifelnde oder Ă€ngstliche Seite oder ihr Ă€ußert keine Emotionen, die ihr spirituell fĂŒr „ungut“ haltet, wie zum Beispiel Wut.

Eine toxische mĂ€nnliche Energie in euch selbst manifestiert sich immer in einer Art von Verschlossenheit. Dahinter sitzt Angst. Angst, zum Beispiel davor, die oder den anderen zu verlieren. Angst, den anderen zu verletzen und dadurch zu riskieren, dass er oder sie sich von euch distanziert oder, erneut, dass ihr ihn oder sie dadurch verliert. Auch das ist also der toxische Reflex dahinter: die Kontrolle behalten zu wollen und euch deshalb nicht zeigen zu dĂŒrfen. Damit geht ihr einer echten Verbindung aus dem Weg. Wenn es auch an der OberflĂ€che dann dennoch so aussehen kann, als wĂ€re alles in Ordnung, als wĂŒrdet ihr euch gut miteinander verstehen.

Das Loslassen toxischer mĂ€nnlicher Energie in euren Beziehungen bedeutet, echte Offenheit zuzulassen und Risiken in Kauf zu nehmen. Ihr könntet euch selbst fragen: „Wie viel Risiko nehme ich in meiner Kommunikation mit anderen in Kauf?“ Wenn ihr die toxische mĂ€nnliche Energie loslasst, schafft ihr Raum fĂŒr die herzgetragene oder höhere mĂ€nnliche Energie, die in euch (ganz gleich, ob ihr eine Frau oder ein Mann seid) zugegen ist.

Zum Schluss nun möchte ich euch einladen, mit eurer mĂ€nnlichen Herzensenergie in Kontakt zu treten. Sie ist offen fĂŒr andere und zugleich auch sehr selbstbewusst.

NĂ€chstes Mal werde ich ĂŒber toxische weibliche Energie und ihre Auswirkungen auf Beziehungen sprechen. Sehr kurz zusammengefasst aber kann man sagen, dass dort anstelle der Abschottung gerade eine Verschmelzung mit dem anderen stattfindet, wobei sich die IndividualitĂ€t und eine wahre Kommunikation ebenso verlieren, dann allerdings in einer genau gegensĂ€tzlichen Bewegung. Darauf werde ich heute jedoch nicht nĂ€her eingehen.

Die höhere mĂ€nnliche Energie ist eine Energie des Überblicks und des Gleichgewichts, und das Wort Selbstbewusstsein gehört dazu. Den Kontakt zu halten mit euren eigenen BedĂŒrfnissen, mit euren eigenen Emotionen und zugleich Kontakt zum Inneren des anderen aufzunehmen 
 und sich zwischen beiden hin und her zu bewegen, das ist höhere mĂ€nnliche Energie. Frei zu sein von Angst, es wagen, Risiken einzugehen, eure eigenen GefĂŒhle zu benennen und zugleich auch die des anderen zu hören. Da entsteht Magie. Wirkliche Kommunikation, wirkliche Verbindung bedeutet nicht, euch mit dem anderen eins zu fĂŒhlen und in einer Art ekstatischem Wir-GefĂŒhl hochgehoben zu werden. Nein, die oder der andere bleibt die oder der andere, ihr bleibt euer eigenes Ich. Aber durch die Offenheit entstehen in der Kommunikation eine wirklichen Tiefe und ein gegenseitiges (Wieder)Erkennen und zugleich auch das Erkennen des Andersseins.

Diese Form der Verbindung vermittelt ein tiefes GefĂŒhl von ErfĂŒllung, Freude und auch das Potenzial kreativen Zusammenwirkens. Eines Zusammenwirkens, in dem ihr euch gegenseitig ergĂ€nzt und in der Wettbewerb und Kampf dadurch ersetzt werden, dass jeder seine oder ihre eigene Rolle, sein oder ihr eigenes Talent hat. Dann entsteht ein Netzwerk einander ergĂ€nzender Energien, von denen ebenfalls jede wiederum fĂŒr sich steht. Das ist die Zukunft. Dann begebt ihr euch ĂŒber traditionelle Hierarchien und AutoritĂ€tsverhĂ€ltnisse hinaus. Und das ist auch kollektiv und global die Zukunft. Das ist die energetische Blaupause, auf die jeder auf innerer Ebene nun hinarbeitet.

Wie schnell das geschehen wird, ist unvorhersehbar. Denn letztlich wird toxische mĂ€nnliche Energie von den einzelnen individuellen Menschen entweder festgehalten oder losgelassen, die jede und jeder ihre eigenen Entscheidungen treffen. Menschen, die viel Macht haben, halten an dieser meist so lange wie möglich fest. Jeder Mensch hat die freie Wahl, diese toxischen Reflexe im gegebenen Moment zu lösen, sich ĂŒber sie zu erheben oder noch eine Weile an ihnen festzuhalten. Gerade wegen dieser Entscheidungsfreiheit lĂ€sst sich nicht vorhersagen, wie schnell sich die Entwicklungen im kollektiven Bewusstsein vollziehen werden, wie lange es dauert, bis die eine Blaupause losgelassen wird und die andere sich festigen und entwickeln kann.

Diese Unvorhersehbarkeit ist tatsĂ€chlich Teil des Menschseins. Die Kraft des Menschen liegt auch darin, dass er die freie Wahl hat. Euer Beitrag zum Ganzen besteht darin, innerlich die herzgetragene, die höhere mĂ€nnliche Energie zu wĂ€hlen. Damit befreit ihr euch selbst und auch andere, wenn sie dafĂŒr offen sind. Das ist euer Weg. Damit zieht ihr eine Spur hin zu einem neuen kollektiven Bewusstsein, zu einer Neuen Erde. Indem ihr innerlich eine Spur zeichnet, wird es auch fĂŒr andere leichter, diese BrĂŒcke zu ĂŒberqueren.

Ich danke euch von Herzen fĂŒr eure Aufmerksamkeit. Ich fĂŒhle mich mit euch allen verbunden.

 
Channeling: Â© Pamela Kribbe
Übersetzung: Yvonne Mohr – https://www.lichtderwelten.de/
Deutscher Text: https://www.lichtderwelten.de/index.php/geistige-welt/channelings-anderer/pamela-kribbe/jeshua–umgehen-mit-toxischer-maennlicher-energie