Beim ZDF gab’s eine Ein-Mann-Wahl, und in Baden-Württemberg durften die Wähler sich entscheiden zwischen grün oder grün. Ein Ökonom verkündet: Industrie, die viel Energie braucht, hat in Deutschland fertig. Und der beste Steinmeier aller Zeiten war wieder einmal ganz er selber. Simone Solga feiert alles, in ihrem Bettchen, Folge 207. https://www.youtube.com/@SolgaTV
Transkript: Willkommen in meinem Bettchen und einen ganz herzlichen Glückwunsch an Norbert Himmler zu seiner Wiederwahl als Intendant des ZDF. Er war nicht nur der beste Kandidat, sondern auch der einzige. Da möchte ich jetzt bitte aber keine Vergleiche zu den Wahlen in der DDR ziehen. Wirklich nicht. In der DDR gab es ja auf dem Wahlzettel immerhin noch ein paar Schießbudenparteien als Pseudokonkurrenz. Da sind die Mainzelmännchen viel ehrlicher und stellen lieber nur einen Kandidaten auf. Da hört man doch dem Geist der Demokratie praktisch beim Atmen zu.
Mit der Methode ZDF hat man schon viele gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel in Nordkorea. Dort hat sich Kim Jong Un erst im Februar als alternativloser Parteichef wiederwählen lassen, sozusagen zum öffentlich-rechtlichen Staatsintendanten. Na dann, auf ein fröhliches Weiter so.
Bei der Wahl am Sonntag in Baden-Württemberg war es dann wieder ein bisschen mehr wie in der DDR, denn dort gab es tatsächlich eine Wahl. Die Bürger durften sich entscheiden zwischen Schwarz-Grün und Grün-Schwarz. Obwohl Manuel Hagel von der CDU im Grunde dasselbe grüne Programm fuhr wie sein Mitbewerber Cem Özdemir. Wenn man es genau nimmt, bestand die Wahl also zwischen ganz viel Grün und noch mehr Grün. Man kann sagen, das Schwabenland befindet sich komplett im grünen Bereich.
Richtig spannend war der Wahlkampf darum leider nicht. Mal abgesehen von Manuel Hagels Rehaugen-Skandal, da schalteten die guten Menschen den Empörungsturbo ein. Wie kann der so etwas sagen? Ich fand es ja faszinierend, wie wenig Aufruhr im Vergleich dazu die Geschichte aus Berlin bewirkte, bei der mehrere offenbar muslimische Jugendliche in einem Jugendzentrum ein Mädchen vergewaltigten und erpressten. Das Jugendzentrum machte lieber keine Meldung. Offenbar wollten die Qualitätsbetreuer vermeiden, dass es zu Vorurteilen über Muslime kommt. Auch das Jugendamt hielt die Füße still.
Pech für das Mädchen, dass die Vergewaltiger sie nicht auch noch für ihre Rehaugen lobten. Sonst hätte das gute Deutschland sicherlich sofort vor Empörung durchgedreht. Ja, das ist Berlin, das Shithole meines Herzens. Der einzige Vorteil für Zugewanderte aus Afghanistan mag sein, dass die Integration viel leichter fällt. Das Leben einer Frau ist ja bei uns auch nicht mehr viel wert als am Hindukusch. Da sage ich nur: Willkommen zu Hause.
Dazu passt ganz gut, dass diese Woche eine übrigens seriöse wissenschaftliche Studie veröffentlicht wurde, der zufolge sich 45 Prozent aller muslimischen Jugendlichen zum Islamismus hingezogen fühlen. Die vielgerühmte Integration läuft in Deutschland offensichtlich eher nicht so gut, obwohl wir ja sogar eine Integrationsministerin haben, eine gewisse Natalie Pawlik von der SPD. Ich weiß leider nicht, was die beruflich macht, denn integrieren kann es ja nicht sein. Aber keine Sorge, ich bin mir sicher, diese Studie wird folgenlos in irgendeiner Schublade verrotten. Problem gelöst, nach Deutschlandart.
Abgesehen von Hagels Rehaugenverbrechen war im Wahlkampf inhaltlich leider nicht viel los. Dabei hat natürlich geholfen, dass Porsche und Frau von der Leyen mit ihren Breaking News warteten, bis die Stimmzettel gezählt waren. Porsche meldete den totalen Gewinneinbruch. Das wäre für so einen Wahlkampf sicher ein interessantes Thema gewesen, beziehungsweise ein überlebensnotwendiges.
Und die Kaiserin von Brüssel überraschte uns alle mit der Ansage, dass der Atomausstieg ein strategischer Fehler war. Ausgerechnet die Erfinderin des Green Deals sagt plötzlich das Unsagbare. Gut, dass der Atomausstieg ein Pfusch war, das wussten normal denkende Menschen schon vor zehn Jahren. Aber es ist ja schön, wenn die grüne Ursel da jetzt auch nachzieht. Ich vermute mal, die Realität schlägt inzwischen so hart in Brüssel ein, dass man dort langsam nicht einmal mehr seine Lieblingslügen halten kann. Ich bin gespannt, welche überraschenden Lichter dort demnächst noch so aufgehen. Und ob sich wohl mal irgendwer entschuldigt für die endlosen Beschimpfungen all jener, die schon vor Jahren so viel wussten wie Frau von der Leyen heute. Spaß, natürlich wird das nicht passieren.
Was war noch? Ach ja, der Ökonom Clemens Fuest vom Ifo-Institut hatte diese Woche ebenfalls einen Moment der ungeschminkten Ehrlichkeit. Er sagte, die energieintensive Industrie habe in Deutschland keine Zukunft. Dazu gehört übrigens die Chemiebranche, die zweitwichtigste Industrie dieses Landes. Na ja, weg damit.
Und dann sprach Fuest die schönen Worte: „Wir haben uns entschieden, ein Land zu sein, in dem Energie knapp ist. Das haben wir politisch alle gemeinsam so gewählt und die Konsequenzen müssen wir jetzt tragen.“ Obwohl er in der Sache recht hat, würde ich Herrn Fuest schon gern sagen: Das haben nicht wir entschieden, das haben CDU, SPD und Grüne getan. Zählen Sie mich bitte nicht zu diesen Leuten.
Abgesehen davon finde ich die Worte von Herrn Fuest eine angenehm präzise Diagnose. Und jetzt ist der Ofen eben aus. Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß beim Konsequenzen tragen.
Ach, und dann gab es ja auch noch Frank-Walter Steinmeier. Unser ewiger Bundespräsident hat sich für die Brandmauer zur AfD ausgesprochen. Wobei ich gar nicht weiß, ob man ihn wirklich Bundespräsident nennen kann. Eigentlich betreibt er ja nur die SPD-Filiale Schloss Bellevue.
Jedenfalls ist der Genosse Präsident für die Brandmauer. Ansonsten hatte er ja bisher immer viel Freude daran, den Mullahs im Iran jedes Jahr zur Revolution zu gratulieren. Da kommt bei mir der Verdacht auf: Ist die AfD vielleicht einfach nicht brutal genug? Wenn man Steinmeier an seinen eigenen Maßstäben misst, dann steht er offenbar auf heftige Typen. Oder er schwafelt halt wie so oft einfach nur ein paar gewünschte hohle Worte heraus. Kann natürlich auch sein.
Viele sagen ja, wir bräuchten mal eine Frau als Bundespräsidentin. Ich finde aber, wir bräuchten endlich mal jemanden im Schloss Bellevue, ob nun mit Hoden oder ohne, der sein Amt erfüllt, anstatt uns mit Phrasen abzufüllen. Ich weiß, das klingt naiv, aber so ist man halt mit Ende zwanzig, so wie ich.
Und jetzt lasse ich Ihnen genauso wenig Wahl wie das ZDF: Bitte drücken Sie auf „Gefällt mir“ und, falls noch nicht geschehen, auf den Abonnieren-Knopf.
Hier noch eine Auswahl Live-Termine für Sie: Ritterhude, Rochau, Korschenbroich, Unterhaching, Hohenmölsen, Berlin, Augsburg, München, Pretzschendorf bei Dresden, aber auch Nienburg an der Weser kann schon gebucht werden. Wiesbaden, Lindau, Kempten und jetzt halten Sie sich fest: Ich komme auch nach Basel.
Ich wünsche Ihnen ein energiesparendes Gute Nacht, Deutschland.