Viele Menschen warten auf den Shift. Sie warten auf einen bestimmten Tag, auf ein besonderes Ereignis oder auf einen Augenblick, in dem sich plötzlich alles verändert. Doch wenn ich in das Feld fühle, dann nehme ich etwas ganz anderes wahr. Der Shift kommt nicht erst noch. Er ist längst da. Er geschieht bereits. Er zeigt sich in jedem Menschen, der bewusster wird. In jedem Menschen, der beginnt, wieder zu fühlen. In jedem Menschen, der seiner eigenen Wahrnehmung mehr vertraut als den Geschichten der Angst. Der Shift ist kein einzelnes Ereignis. Er ist ein fortlaufender Prozess der Erinnerung. Eine Rückkehr zu uns selbst. Eine Rückkehr in ein tieferes Bewusstsein.
Viele schauen auf die Welt und sehen Chaos. Sie sehen alte Systeme, die wanken. Sie sehen Konflikte, Unsicherheit, Kontrolle und Veränderungen. Doch je mehr man beginnt, hinter die sichtbare Ebene zu schauen, desto mehr erkennt man, dass sich etwas ganz anderes zeigt. Man erkennt, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn die meisten Menschen sehen nur das, was ihre Augen erfassen können. Doch die Wirklichkeit besteht aus weit mehr als dem Sichtbaren. Hinter jeder Situation wirken Energien. Hinter jeder Veränderung laufen Prozesse ab, die weit größer sind als das, was sich im Außen zeigt. Und genau dort wird spürbar, dass sich vieles bereits neu ordnet.
Deshalb glaube ich auch, dass wir das alles gar nicht so ernst nehmen müssen, wie es oft dargestellt wird. Die alte Welt zerfällt nicht, um uns Angst zu machen. Sie verändert sich, weil Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist. Was nicht mehr trägt, darf gehen. Was nicht mehr im Einklang ist, darf sich wandeln. Und während viele Menschen voller Sorge auf die äußeren Ereignisse blicken, spüre ich tief in meinem Herzen etwas ganz anderes. Ich spüre, dass sich alles selbst organisiert. Dass die Energie hochintelligent ist. Dass sie nicht auf unsere Kontrolle angewiesen ist. Sie bewegt sich von selbst in Richtung Ordnung, Ausgleich und Harmonie.
Natürlich dürfen wir unsere Liebe, unsere guten Gedanken und unsere bewusste Ausrichtung in die Welt geben. Jeder Mensch kann durch sein eigenes Sein etwas verändern. Doch Angst ist dafür nicht notwendig. Sorgen sind dafür nicht notwendig. Ständiges Kämpfen gegen das, was gerade geschieht, ist dafür nicht notwendig. Es lebt sich unendlich viel leichter, wenn wir beginnen, loszulassen. Wenn wir erkennen, dass wir nicht alles kontrollieren müssen. Wenn wir verstehen, dass hinter jedem Geschehen ein größerer Sinn verborgen sein kann, selbst wenn wir ihn im ersten Moment nicht erkennen.
Wenn ich auf die Welt schaue, dann sehe ich deshalb auch Menschen in Verantwortung nicht als Gegner. Ich sehe Seelen, die bestimmte Rollen übernommen haben. Jede Seele erfüllt auf ihre Weise eine Aufgabe. Manche zeigen uns Liebe. Manche zeigen uns Mitgefühl. Und manche zeigen uns Grenzen. Manche bringen genau die Erfahrungen hervor, an denen Menschen erkennen, was sie wirklich möchten und was nicht mehr. Dadurch entsteht Bewusstsein. Dadurch beginnt Veränderung. Dadurch beginnen Menschen, für sich selbst einzustehen und neue Wege zu wählen.
Wer beginnt, aus dem Herzen heraus wahrzunehmen, lebt ohnehin immer weniger in den alten Strukturen. Man sieht sie noch. Man nimmt sie wahr. Aber man verfängt sich nicht mehr darin. Man schaut darauf, ohne ständig dagegen kämpfen zu müssen. Man erkennt die Bewegungen der alten Welt und gleichzeitig spürt man die neue Erde bereits unter seinen Füßen. Man fühlt, dass sich alles in einem größeren Prozess der Wandlung befindet. Man fühlt, dass vieles, was heute noch chaotisch erscheint, bereits auf dem Weg in eine neue Ordnung ist.
Deshalb müssen wir nicht auf den Shift warten. Wir sind mittendrin. Mit jedem Menschen, der bewusster wird. Mit jedem Menschen, der wieder fühlt. Mit jedem Menschen, der sich erinnert, wer er wirklich ist. Der Shift ist nicht morgen. Er ist nicht irgendwann in der Zukunft. Er geschieht genau jetzt. Und vielleicht besteht die größte Kunst dieser Zeit darin, ihm nicht mit Angst zu begegnen, sondern mit Vertrauen. Zu erkennen, dass das Leben größer ist als unsere Sorgen. Dass die Energie intelligenter ist als unser Verstand. Und dass sich alles, was sich jetzt bewegt, letztendlich zurück in eine höhere Ordnung hinein entfalten darf.
In Liebe,
Sandra Lumina
Sandra Lumina Jung auf Facebook
