Das Erwachen war eine seltsame Reise … Laura Aboli

Das Erwachen war eine seltsame Reise.

Viele von uns haben jahrelang zwischen zwei Welten gelebt.

Hinter uns lagen die erschütternden Erkenntnisse über die Schattenseiten unserer Welt. Vor uns schien eine dystopische Zukunft aufgebaut zu werden, vor der wir immer wieder gewarnt wurden.

Ein Teil unseres Geistes blieb in der Vergangenheit gefangen, beschäftigte sich immer wieder mit den Lügen, der Korruption, den Kriegen, dem Menschenhandel, den Täuschungen und all den schmerzhaften Momenten, in denen wir erkannten, dass die Welt nicht so war, wie man sie uns einst beschrieben hatte.

Ein anderer Teil unseres Bewusstseins lebte bereits in der Zukunft – voller Sorge über digitale Identitäten, digitales Zentralbankgeld, Überwachungssysteme, künstliche Intelligenz, Transhumanismus und all die anderen Formen möglicher Kontrolle, die noch entstehen könnten.

Und so litten wir gleich doppelt:

Einmal durch die Erinnerungen.
Und ein weiteres Mal durch unsere Vorstellungen.

Das alte System hätte nichts lieber, als uns genau dort festzuhalten – in vergangenen Verletzungen und in der Angst vor einer Zukunft, die noch gar nicht eingetreten ist.

Denn beide Zustände berauben uns unserer Kraft.

Weder die Vergangenheit noch die Zukunft existieren in diesem Augenblick.

Doch Bewusstwerdung war niemals dazu bestimmt, zu einem Gefängnis zu werden.

Das Erwachen sollte uns nicht nur zeigen, was falsch läuft.

Es sollte uns daran erinnern, was möglich ist.

Jede große Veränderung in der Geschichte der Menschheit begann zunächst als ein Gedanke.

Als eine Vision.

Als ein Traum, den Menschen lange in ihren Herzen trugen, bevor er Wirklichkeit wurde.

Ich glaube, dass die nächste Etappe unserer Reise nicht darin besteht, unsere ganze Energie darauf zu verwenden, Dunkelheit aufzudecken oder uns ständig mit den Plänen jener zu beschäftigen, die die Menschheit kontrollieren möchten.

Die nächste Etappe besteht darin, zu Architekten einer besseren Welt zu werden.

Die nächste Etappe heißt:

Wieder träumen.

Von einer Welt, die auf Wahrheit statt auf Täuschung gegründet ist.

Auf Freiheit statt auf Kontrolle.

Auf Gemeinschaft statt auf Spaltung.

Auf Souveränität statt auf Abhängigkeit.

Auf Vertrauen statt auf Angst.

Denn es gibt kaum etwas Kraftvolleres als eine gemeinsame Vision, die von Millionen Menschen getragen wird.

Und genau das, so glaube ich, geschieht jetzt.

Jene von uns, die erwacht sind, widersetzen sich nicht länger nur der Zukunft, die andere für uns vorgesehen haben.

Wir beginnen, unsere eigene Zukunft zu erschaffen.

Und wenn uns die Geschichte eines lehrt, dann dies:

Jede Wirklichkeit war zuerst ein Traum.

Eine Möglichkeit.

Ein Gedanke, der lange genug getragen und mit genügend Überzeugung genährt wurde, bis er Form annahm.

Lasst uns deshalb dafür sorgen, dass wir trotz aller Verrücktheit dieser Zeit unseren Traum lebendig halten.

Denn die Zukunft wird nicht von denen gestaltet, die sich vor ihr fürchten.

Sie wird von jenen erschaffen, die den Mut besitzen, sie sich vorzustellen.

Und vielleicht beginnt die Menschheit nach sehr langer Zeit gerade wieder zu träumen …

Und vielleicht ist genau das das größte Zeichen des Erwachens:

Nicht, dass wir alles Dunkle erkannt haben.

Sondern dass wir trotz allem den Mut nicht verloren haben, an das Licht zu glauben.

Und wieder beginnen, gemeinsam zu träumen.

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© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de