Pamela Kribbe, Therapeut und Klient

Liebe Menschen,

ich bin Jeshua. Ich grüße euch alle.
Ich bin euch in meinem Herzen sehr nah. Wir sind tief miteinander verbunden und es gibt eine Ebene, auf der wir Eins sind. Eins und ein ungeteiltes Bewusstsein, ein freies und großartiges und kreatives Bewusstsein, das unser wirklicher Heimathafen ist.
Ihr seid hier in einer Form, einer körperlichen Form manifestiert, lokalisiert in Zeit und Raum, aber da ist so viel mehr, das ihr seid, und ich bitte euch, mit diesem größeren, diesem unbestimmten und weiten Bewusstsein Kontakt aufzunehmen, das euch mit eurem Ursprung, eurem Zuhause verbindet.
Fühlt den Gott in euch und fühlt, wie einfach diese Energie in ihrer Art ist. Gott ist nicht hoch über euch erhaben, es ist eine Energieströmung, der durch alles hindurch fließt: durch euch, durch alles Leben auf der Erde und sogar durch die Dinge, die Materialien hindurch, mit denen ihr euch umgebt, überall ist Gott. 

Und Gott fühlt sich nicht durch die Formen eingeschränkt. Gott ist pures und reines Bewusstsein und die göttliche Strömung will durch all diese verschiedenen Formen, durch all diese Manifestationen in Zeit und Raum Erfahrungen machen. Fühlt einmal, wer ihr in der Ganzheit dieser Strömung seid: ein Lichtfunke in einem großen Meer von Bewusstsein, aber doch ein unzerstörbarer Lichtfunke, der einen einzigartigen Beitrag zum Ganzen leistet.
Fühlt einmal diese unzerstörbare Kraft in euch, die immer ist, immer war und immer sein wird, der Funke des Lebens, des ewigen Lebens. 

In diesem Lichtfunken seid ihr Teil des Schöpfers, Teil von Gott. Ihr habt ein schöpfendes Bewusstsein, ihr wählt eure Lebenserfahrungen und den Lebensweg, den ihr geht. Tief in eurem Wesen gibt es einen Punkt, von dem aus ihr euer eigenes Leben entwerft und die Dinge anzieht, die ihr anziehen möchtet, um zu erleben, zu wachsen und zu lernen. Daher seid ihr im Wesen niemals Opfer der Welt gewesen. Ihr seid in eurem Wesen niemals vollkommen machtlos oder verletzlich, denn tief in euch ist dieser Gottesfunke anwesend, dieser Gottesfunke, der „Ja“ zu allem sagt, was ihr in eurem Leben erlebt, und der weiß, dass ihr imstande seid, aus diesen Erlebnissen und Erfahrungen zu lernen und zu wachsen und durch sie immer größer und umfassender zu werden.
Sagt „Ja“ zu dieser Kraft in euch, dieser Lichtquelle, durch die ihr dieses Leben, das ihr jetzt führt, zu euch hingezogen habt, mit allem, was damit verbunden ist. Zu all dem habt ihr einst „Ja“ gesagt, und ihr wisst, dass ihr die Kraft habt, dies auf eine gute Weise zu vollbringen. Euch mitten im irdischen Leben daran zu erinnern, wer ihr seid, und so das Licht, den Lichtfunken, der ihr im Kern seid, hier auf die Erde zu bringen. Das schenkt euch die tiefste Zufriedenheit und Befriedigung: euch inmitten der irdischen Sorgen daran zu erinnern, wer ihr seid, und mitten im täglichen Leben, in dem ihr Problemen und Widerständen begegnet, euer Licht auszubreiten und zu euch selbst nach Hause zu kommen. Und es dann auch mit anderen zu teilen, das Licht zu verbreiten.

Ihr alle, die ihr dies lest, sehnt euch danach, spiritueller Therapeut zu sein, was bedeutet, dass ihr aus eurer Seele heraus den Wunsch habt, Licht und Bewusstsein auf der Erde zu verbreiten.
Dies ist ein reiner und sehr authentischer Wunsch in eurem Herzen und in eurer Seele. Er kommt direkt aus dem Gottesfunken, der ihr seid, denn es ist für Gott ganz und gar natürlich, Freude zu teilen und Weisheit und Erkenntnis zu verbreiten. Das erfreut Gott, und es erfreut euch, denn ihr seid in eurem Herzen und eurer Seele Gott.
Und so fragt ihr euch, wie das genau vor sich geht – ‚Licht zu verbreiten‘ und jemand anderem Heilung anzubieten. Darüber möchte ich heute mit euch sprechen, denn in eurer Gesellschaft herrscht eine eigentümliche Trennung zwischen krank und gesund, heil und gebrochen. Ein Therapeut stünde hiermit sozusagen auf der Seite des Gesunden, dessen, das heil ist, und ist damit der, der demjenigen, dem es schlecht geht oder der krank ist, Licht oder Heilung gibt.

So dargestellt ist der Therapeut größer und weiter, und ist der Klient oder Patient, den er behandelt, kleiner und zurück geblieben. Und der Größere verfügt über etwas, über das der Kleinere nicht verfügt, und lässt es dem Kleinen zuteilwerden. Dies ist allerdings aus spiritueller Perspektive gesehen ein falsches Bild. Denn seht, was da geschieht: Noch ehe jemand von einem Heilpraktiker, Heiler oder Therapeuten behandelt wird, wird er bereits als kleiner dargestellt als derjenige, der ihn behandelt. Er hat hier immerhin das Problem und wendet sich an den Therapeuten schließlich um Lösung. Dieses Bild der Beziehung zwischen Therapeut und Klient durchzieht das gesamte gängige Gesundheitssystem. Der Arzt, zu dem ihr geht, hat das Wissen und die Erfahrung, und ihr als Patient seid diesbezüglich kleiner und unterlegen. Ihr braucht sein Wissen – etwas außerhalb von euch -, damit es euch besser geht. Und dieses Bild findet unabsichtlich oft auch in der sogenannten seelischen Gesundheitsversorgung Anwendung.
Ich möchte euch anregen und vorschlagen, dieses gesamte Bild mit Ast und Wurzel auszurotten, denn es ist ein vollkommen verkehrtes Bild von der Beziehung zwischen Klient und Therapeut, wie sie tatsächlich ist.

Denn die Wahrheit ist genau andersherum: Ihr seid ein guter Therapeut, wenn ihr imstande seid, euch selbst klein zu machen, und dem anderen, demjenigen, der um Beistand zu euch kommt, seine Größe wiederzugeben. Denn diese hat er oder sie unabsichtlich verloren.
Jemand, der ernsthafte psychische Probleme hat, ist irgendwie zu der Überzeugung gekommen, dass er machtlos ist, dass er nicht gegen die Widerstände und die Negativität des Lebens ankommt, dass er klein und hilflos ist. Ihr seid als spiritueller Therapeut derjenige, der ihn einlädt, seine Größe wiederzufinden und sie wieder zu erfahren. Ihr ladet ihn ein, seine Größe wiederzuentdecken, den Gottesfunken in sich selbst erwachen zu lassen.

Wie macht ihr das nun? Nicht indem ihr dafür sorgt, dass es ihm besser geht, indem ihr ihm etwas gebt, das von außen kommt, sondern indem ihr an die Kraft seiner Seele glaubt, indem ihr innerlich Kontakt mit dieser Seele aufnehmt und sie dadurch eurem Klienten zeigt, durch eure Augen, durch die Worte, die ihr sprecht, euer Gebaren und durch eure Aussendung, dass ihr an ihn glaubt. Dass ihr die Kraft, Schönheit und Weisheit seiner Seele erlebt. Und durch eure Wahrnehmung, durch euren Glauben und euer Vertrauen gewinnt der Klient ebenfalls Hoffnung und Vertrauen.
Dies ist der Weg der spirituellen Heilung. Ihr gebt dem anderen seine Größe zurück. Ihr versucht auf vielfältige Weise den anderen mit seiner eigenen Seelenkraft in Kontakt zu bringen. Ihr bewirkt daher auch, dass die Verantwortung wieder vollständig bei dem anderen liegt.
Und das ist die große Kraft der spirituellen Arbeit: dass ihr dem anderen zeigt, dass er voll und ganz für seinen Lebensweg verantwortlich ist und dass dies kein Punkt von Schwäche ist, dass er deswegen nicht mit etwas konfrontiert ist, das er nicht meistern kann, sondern dass gerade diese Verantwortlichkeit ihm helfen kann, sich von allen Lasten und Belastungen zu befreien.

Jemandem die Verantwortung für sein eigenes Leben zurückzugeben bedeutet nicht, dass ihr ihn vor die Türe in die Kälte schickt, dass er es allein bewältigen muss. Es bedeutet, dass ihr ihn ermutigt, die Kraft in sich selbst zu entdecken und zu erfahren, dass er viel größer und weiser und kraftvoller ist, als er selbst es sich vorstellt.
Ein spiritueller Therapeut zu sein bedeutet, dass ihr dem anderen von Seele zu Seele gegenüber tretet.
Von Mensch zu Mensch kann es so erscheinen, dass ihr weiter seid oder mehr wisst und dass der andere in Schwierigkeiten steckt und eure Hilfe braucht. Aber betrachtet es einmal aus der Seelenperspektive. Aus dieser Perspektive seid ihr alle beide auf dem Weg, und hat einer in dem Moment zwar mehr Schmerzen als der andere, aber das sagt nichts über den Weg aus, den ihr als Seele geht, oder über die Ebene, die ihr erreicht habt. Die eine Seele wählt etwas anderes als eine andere und darüber ist kein Urteil zu fällen, und es wäre auch nicht hilfreich, dies zu tun.
Ihr tut spirituelle Arbeit, weil ihr von eurer Seele aus diesen Wunsch habt, den Wunsch, das Licht zu teilen. 

Was zudem geschieht, wenn ihr diese Arbeit tut, ist, dass das Licht in euch selbst kraftvoller scheint. Und hierbei erlebt ihr eine tiefe Erfüllung. In diesem Sinne ist es nicht so sehr etwas, was ihr für andere tut; ihr tut es, weil es eure Bestimmung, eure Berufung ist, ebenso wie eine Blütenknospe in der Knospe austreiben und erstrahlen und zu voller Blüte kommen möchte. Darum tut ihr es. Weil es natürlich ist, der natürliche Gang der Dinge. Licht will immer leuchten und sich vermehren.

Wahre Lichtarbeit bedeutet also, dass ihr ohne Urteil aus eurem Licht heraus zum anderen hin ausstrahlt und sendet. Ihr versucht nicht, seine Probleme zu lösen, denn das könnt ihr auch nicht, das ist nicht die Absicht. Ihr lasst euer Licht auf seine Essenz scheinen und weckt sie dadurch zu einem Teil auf, und mehr noch weckt ihr diesen Menschen für seine eigene Essenz, für sein eigenes Licht.
Das ist das Kraftvollste, was ihr für einen anderen Menschen tun könnt. Und wenn dieser andere euch gegenüber offen ist, werdet ihr feststellen, dass mit einem Mal die Freude in ihm zunimmt, weil er wieder besser zu seiner eigenen Essenz, seiner eigenen Lebenskraft gelangt. Das schenkt ihm Mut und Vertrauen. Nichts anderes kann einem Menschen so viel Mut und Vertrauen geben wie das Gefühl, selbst der Meister seines eigenen Lebens zu sein, seinem Leben selbst aus seiner inneren Stärke heraus Form geben zu können. 

Und dem möchte ich noch Eines hinzufügen: Ich sehe, dass ihr, die ihr diese spirituelle Arbeit tut oder tun wollt, mitunter Schwierigkeiten damit habt, die negative Energie, den Schmerz und das Leiden anderer loszulassen. So kann euch Leid des anderen erfassen und euch manchmal sogar zu Fall bringen. In solchen Momenten schnellt ihr aus eurer eigenen Größe, eurem göttlichen Funken zu eurer menschlichen Seite zurück, ihr rutscht zurück in das alte Modell und denkt „Ach herrje, dieser Mensch braucht meine Hilfe! Ich kann das gar nicht mit ansehen, ich reiche ihm die Hand“. Und seht, was ihr da mit dem anderen macht, ihr seht ihn nun als klein und hilflos an, als ein Opfer, das ihr retten müsst. Doch damit werdet ihr ihm nicht wirklich gerecht, langfristig ist ihm damit nicht gedient.

Als spirituelle Helfer wirklich in eurer Kraft zu stehen, beinhaltet immer, dass ihr einen Schritt zurück tretet.
Wo ihr als Mensch dazu neigt, einen Schritt nach vorn zu machen und den Schmerz lindern zu wollen, macht als spiritueller Helfer, als Seele, gerade einen Schritt zurück. Ihr seid vollauf präsent, ihr habt Mitgefühl für den anderen, ihr erfasst oft sehr gut, in welchem ​​Prozess der andere steckt, aber ihr nehmt nicht daran teil, ihr bleibt außerhalb davon. Ihr seid das Leuchtfeuer, der Leuchtturm, ihr zeigt, gerade indem ihr zurück tretet, dass die Möglichkeit besteht, nicht hineingezogen zu werden in Vorstellungen über Kleinsein, Schwäche und Hilflosigkeit. Indem ihr einen Schritt zurück tretet, gebt ihr und erkennt ihr dem anderen den Raum zu, von selbst in seine Kraft zu kommen. Ihr ladet ihn damit ein.
Dies mag allem zuwiderlaufen, was ihr als Mensch gelernt habt, es mag hart oder grausam erscheinen, aber das ist es nicht.

Betrachtet es aus der Perspektive der Seele. Stellt euch vor, ihr selbst befindet euch in einem sehr schwachen Moment, in dem ihr viel Kummer empfindet oder euch sehr machtlos fühlt oder das Leben euch einfach zu schwer erscheint. Was hilft euch dann am meisten?
Jemand, der sich zu der Schwingung hinunterbegibt, in der ihr euch befindet, und euch von dort aus auf den Rücken klopft oder euch zu helfen versucht, aus einer Vorstellung heraus, dass ihr dies selbst nicht meistern könnt? Oft gebt ihr, wenn ihr euch als Helfer so aufstellt, aus einer Anschauung heraus, die ihr selbst als Mensch darüber habt, was das Problem des anderen beinhaltet, gut gemeinte Ratschläge, aber ihr erreicht nicht wirklich die Seele dieses anderen, weil ihr nicht auf Seelenebene mit ihm verbunden seid.
Denkt einmal an Momente, in denen ihr euch äußerst verletzlich oder düster oder ängstlich fühltet. Was hat euch am meisten geholfen?
Was euch in diesem Moment am meisten hilft, ist jemand, der weiterhin an eure Kraft glaubt, der immer noch eure Seelen-Kraft, euer Wesen wahrnimmt, auch wenn ihr selbst dies überhaupt nicht mehr seht.

Das ist die Arbeit eines spirituellen Therapeuten. Und diese kann manchmal einfach nur bedeuten, dass ihr imstande seid, diese Vision festzuhalten, dieses Bild von dem anderen als ein kraftvolles, schöpferisch freies und liebevolles Wesen, und dass ihr dieses Bild auch dann weiterhin festhaltet, wenn dieser andere dazu selbst nicht in der Lage ist.
Es kann bedeuten, dass ihr geduldig sein müsst, dass ihr warten müsst, während ihr dieses Bild festhaltet. Aber es ist essentiell, dass ihr auf der Ebene der Seele, in dieser Verbindung, in dieser Beziehung der Gleichwertigkeit bleibt. Tut ihr dies nicht, so gleitet ihr in das alte Bild zurück, in dem der Größere dem Kleineren gegenübersteht, der Hilflose gegenüber dem Mächtigen. Und dies ist ein destruktives Bild. Es hält die Menschen von ihrer wahren Kraft ab.

Erinnert euch in dem Moment, in dem ihr spürt, dass euch der Schmerz oder die Negativität anderer schwächt, daran, was da wirklich passiert. Habt den Mut, einen Schritt zurück zu treten. Seht das nicht als herzlos oder grausam an. Seht es als eine Neuausrichtung an, in der ihr deutlich das Bild des wahren Verhältnisses, der wahren Beziehung zwischen euch und diesem Leidenden seht. Bleibt präsent in eurer eigenen Kraft, eurem eigenen Licht. Das tut euch gut – nicht nur eurem Verstand, sondern auch euren Emotionen und eurem Körper – und es tut auch dem anderen gut, denn auf diese Weise haltet ihr ein Leuchtfeuer für ihn aufrecht, an dem er sich orientieren kann.

Spirituelle Arbeit, in der ihr dem anderen von Seele zu Seele begegnet, erfordert eine Verbindung. Es erfordert, dass ihr euch innerlich mit dem anderen, vor allem mit der Größe des anderen verbindet. Und gleichzeitig bedeutet es auch, dass ihr den anderen in seiner Größe vollständig loslasst. Letzteres ist für euch alle sehr wichtig, um euch stets zu erinnern: Das Loslassen des anderen ist eine Tat des Vertrauens und ist ebenso wichtig wie euch zu verbinden.

Ich glaube an euch alle. Ich bin nicht hier, um eure Probleme zu lösen, sondern ich bin hier, um euch zu sagen, dass ihr alle, jeder von euch, ein kraftvoller Lichtstern seid. Dass euer Licht und eure Strahlung grenzenlos sind und dass ihr daran glauben, es genießen und es voll und ganz leben und sein könnt – hier auf der Erde. Das ist die Lichtarbeit, für die ihr hergekommen seid.


Channeling: © Pamela Kribbe
Übersetzung: Yvonne Mohr, http://www.lichtderwelten.de
Deutscher Text: http://www.lichtderwelten.de/index.php/geistige-welt/channelings-anderer/pamela-kribbe/jeshua–therapeut-und-klient