Warum besteht diese Trennung zwischen den Geschlechtern noch immer? Nicky Hamid

Ich sehe auf meiner Seite immer wieder wunderschöne Beiträge, die auf Freude, Befreiung und freien Ausdruck des Lebens hinweisen – doch sie sind oft auf Töchter, Mütter, Frauen oder „Göttinnen“ fokussiert, obwohl all das genauso auf Männer zutrifft.

Es wirkt, als ob Schönheit, Anmut, Körperausdruck, Sanftheit und grenzenlose Entfaltung ausschließlich dem weiblichen Körper zugeschrieben werden – anstatt als Ausdruck des „Yin“, des Femininen, der kreativen Energie an sich verstanden zu werden.

Für mich ist das weiterhin Trennung – aufgrund der dahinterliegenden Intention.
Und dann wundert man sich, warum Männer sich oft am Rand des Lebens wiederfinden.

Ich spüre, sehe und weiß, dass so viele meiner Brüder hier eigentlich eine tiefe Bereitschaft haben, sich einzubringen, teilzunehmen, sich zu zeigen.
Und doch ist da eine gewisse Zurückhaltung.

Vielleicht liegt das zum Teil an der Geschichte männlichen Verhaltens, die noch immer im kollektiven Gedächtnis wirkt – und an einer leisen Angst, dass beim Ausdruck ihrer wahren Kraft alte Muster von Dominanz wieder auftauchen könnten.
Und so erscheint es sicherer, auf eine Einladung von Frauen zu warten, um nach vorne zu treten.

Vielleicht ist es aber auch ein Teil ihrer natürlichen Ausdrucksweise, weniger sichtbar oder demonstrativ zu sein – ohne dass das ihre Freiheit schmälert, Freude zu empfinden oder sich auszudrücken.
Oder die Ausdrucksformen ihrer weiblichen Gegenüber voll zu genießen, ohne selbst im Vordergrund stehen zu müssen.

Was auch immer die Gründe sind – ich möchte einfach darauf hinweisen, dass ich oft eine unterschwellige Spannung wahrnehme, die weiterhin trennt.
Und sie spiegelt etwas in uns allen wider, das wir noch überwinden dürfen … eine schattenhafte menschliche Geschichte.

Ein tief sitzender Samen von SCHAM, entstanden aus allem, woran wir gemeinsam im Namen eines „männlichen Wissens“ beteiligt waren.

Keine Ausnahmen.

Wenn wir eine echte Revolution in Beziehungen wollen, dann müssen wir bereit sein, uns umzudrehen und tiefer zu schauen.
Und wir sind nicht wirklich weitergegangen, solange wir das nicht tun.

In tiefer Gleichwertigkeit und Ehre für all meine Brüder und Schwestern:

Ich liebe euch.


PS: Wenn du die Männer kennenlernen würdest, denen ich begegne, wärst du erstaunt …
Strahlen über Strahlen.

PPS: Wenn du jemanden mit den AUGEN deiner LIEBE betrachtest, wirst du immer eine großartige Seele sehen, die sich danach sehnt, sich auszudrücken.

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© Übersetzung Rosi https://www.esistallesda.de

Wir stehen vereint.

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