In dem Moment, in dem etwas in dir auftaucht, das du nicht magst – ein Gefühl, eine Reaktion, Angst, Verwirrung, Ärger, Verletzung oder Furcht – halte einen Augenblick inne.
Nicht, weil etwas schiefgelaufen ist.
Sondern weil etwas gesehen werden möchte.
Lenke deine Aufmerksamkeit in dein Herz.
Atme tief ein.
Und noch einmal.
Beobachte einfach, was sich in dir bewegt, ohne es verändern, analysieren, reparieren oder verdrängen zu wollen.
Sei einfach der stille Zeuge.
Wenn ein Gefühl auftaucht, dann deshalb, weil es bereit ist, wieder zu gehen.
Deine Aufgabe besteht nicht darin, dagegen anzukämpfen.
Deine Aufgabe ist es, ihm mit genügend Liebe zu begegnen, damit es sich auflösen darf.
Der Verstand möchte alles verstehen.
Das Herz schenkt dir Bewusstheit.
Fühle einfach, was da ist.
Betrachte es mit Dankbarkeit – nicht weil das Gefühl angenehm ist, sondern weil es sich endlich gezeigt hat und nun losgelassen werden kann.
Du bist nicht deine Angst.
Du bist nicht deine Verletzung.
Du bist nicht deine Verwirrung.
Du bist derjenige, der all das wahrnimmt.
Du bist die Seele.
Du bist der Beobachter.
Du bist die Liebe.
In dem Moment, in dem du aufhörst, gegen das anzukämpfen, was gerade auftaucht, gibst du ihm keine Energie mehr.
Was du bekämpfst, bleibt bestehen.
Was du liebevoll annimmst, beginnt sich aufzulösen.
Alte Glaubenssätze, emotionale Muster und Geschichten steigen jetzt aus deinem Unterbewusstsein auf – nicht, um dich zu bestrafen, sondern um dich zu verlassen.
Lass sie gehen.
Beobachte.
Erlaube.
Danke ihnen dafür, dass sie sich gezeigt haben.
Und kehre dann wieder in den gegenwärtigen Moment zurück.
Jedes Mal, wenn du das tust, entsteht in dir ein neuer innerer Weg.
Ein Weg vom Herzen zum Verstand.
Ein Weg von der Reaktion zur Präsenz.
Ein Weg vom Suchen zum Wissen.
Aus Bewusstheit wird Übung.
Aus Übung wird Verkörperung.
Und Verkörperung wird zu deinem natürlichen Sein.
Dann beginnt das Leben, dich zu überraschen.
Es antwortet auf die Schwingung dessen, zu dem du geworden bist.
Du musst nicht verstehen, wie das funktioniert.
Du musst nur genug Vertrauen haben, um es zuzulassen.
Dazu braucht es Mut.
Denn in Wahrheit lernst du, dich deiner eigenen inneren Kraft hinzugeben.
Traust du dich zu glauben, dass du so kraftvoll bist?
Ich tue es.
Ich glaube von ganzem Herzen an dich.
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