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**Der Tag nach dem kohärenten Blick** Layla Lumyniquey

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**Der Tag nach dem kohärenten Blick** Layla Lumyniquey

Layla Lumyniquey·26. Mai 2026, 11:55 Uhr·2 Minuten

Gestern war einer dieser Tage, die man nicht vergisst.

Lea (1,5) hat über 30 Minuten am Stück geweint. Sie hat mich weggeschickt, wollte nicht angefasst werden, wusste nicht wohin mit sich. Ihre Seele hat geschrien. Ich habe es gespürt.

Andere Erwachsene hätten in solchen Momenten unterschiedlich reagiert. Manche mit Wut über ihr Schreien. Andere mit alten Anekdoten: „Früher wäre ich dafür verprügelt worden, dann wäre Ruhe gewesen.“ Wieder andere hätten sich vom Schmerz mitreißen lassen, wären mitleidig geworden und handlungsunfähig. Manche hätten gedacht, das Kind möchte nur provozieren, Grenzen testen oder triggern.

Viele vergessen, dass Kinder auch durch Transformationen gehen, Schatten-Themen lösen und tiefe innere Prozesse durchmachen.

Ich selbst hatte nichts von alledem.

Keine Wut. Kein Mitleid. Keinen alten Schmerz. Keinen Trigger.

Keinen Gedanken wie „Was war der Auslöser? Wer hat Schuld?“

Nur eine ruhige, klare Liebe. Ich bin bei ihr geblieben, habe Grenzen gesetzt, wo nötig, habe sie gehalten, als sie es zuließ, habe sie in ihre Lieblingsdecke gewickelt, das Fenster aufgemacht und mit ihr in den Regen geschaut. Ich habe geweint. Und ich habe ihr gesagt: „Ich hole uns hier raus. Es tut mir leid. Ich liebe dich.“

Das war der kohärente Blick.

### Was ist der kohärente Blick eigentlich?

Es ist nicht das schöne „alles ist Licht und Liebe“-Gefühl.

Es ist der Moment, in dem innen und außen wieder zusammenpassen. Die alten Filter (Angst, alte Rollen, Überforderung, Schuld, die ständige innere Anspannung) werden dünn. Plötzlich siehst und fühlst du klar, was wirklich da ist, ohne dass die alten Geschichten sofort alles überschwemmen.

Gestern habe ich das zum ersten Mal so deutlich gespürt. Ich war bei Lea, ohne dass meine alten Wunden dazwischenfunken. Ich habe die Wahrheit gesprochen, ohne mich zu verbiegen. Es fühlte sich erst fremd an, dieses „Nichts“ an alten Gefühlen. Aber es war kein taub sein. Es war **Reinheit**. Reine Annahme des Moments.

Der kohärente Blick entsteht nicht über Nacht. Er wächst, während die alte Haut abreißt. Während Anubis wiegt. Während die alte Monade zu Ende geht. Und plötzlich sitzt du da, mitten im Chaos, und spürst nur noch das, was wirklich ist: Liebe. Klarheit. Präsenz.

Das ist kein Ende des Schmerzes. Aber es ist der Anfang eines neuen Seins.

Ich bin noch nicht immer so. Aber gestern war ich es. Und das reicht für heute.

**Persönliches von mir:**

Es fühlt sich an, als würde sich etwas ganz Grundlegendes in mir verändern. Der alte innere Kritiker wird leiser. Stattdessen bleibt mehr Raum für das, was wirklich ist. Es ist noch neu und ungewohnt – aber es fühlt sich wie Freiheit an.

Wie geht es euch damit?

Habt ihr auch schon Momente erlebt, in denen der alte Filter plötzlich weg war und ihr nur noch klar und liebevoll da sein konntet?

Von Herzen

Lumyniquey ✨

✦ Teilt gerne, das Licht fließt von Herz zu Herz

Kurzfilm

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