Wenn das alte ICH müde ist und das NEUE ICH BIN ALLES, WAS IST … schon aus den Federn hüpft … zwar noch a bisserl wie frisch gerupft, aber mit EIGENEN FEDERN GESCHMÜCKT!
Passend dazu Antjes heutiges Video: https://www.esistallesda.de/2026/06/21/%e2%9d%a3%ef%b8%8fdieses-portal-ist-erst-der-anfang-eine-aussergewoehnliche-initiationsreise-beginnt-%e2%9d%a3%ef%b8%8fantje-lindenblatt/
🎤 „Ich verschwinde leise“ – Liveversion
Liebe BlogbegleiterInnen,
vielleicht fühlst du dich in diesem Lied gesehen. Vielleicht erkennst du dich in einzelnen Zeilen wieder. Vielleicht auch in den Kommentaren darunter. Und wenn dem so ist, dann möchte ich dir etwas von Herzen sagen:
Du bist nicht allein.
Spiritualität bedeutet nicht, unsichtbar zu werden, unsere Gefühle zu verdrängen oder immer nur stark, lichtvoll und „gut drauf“ zu sein. Spiritualität bedeutet auch nicht, sich aus dem Leben zurückzuziehen oder so zu tun, als wäre immer alles in Ordnung.
Spiritualität bedeutet, ganz Mensch zu sein. Sich selbst zu erlauben, gesehen zu werden. Mit allem, was gerade da ist. Mit der Freude ebenso wie mit der Erschöpfung. Mit Hoffnung und manchmal auch mit Tränen.
Dieses Lied erzählt von innerer Leere, von stiller Erschöpfung und von dem Gefühl, mitten unter Menschen zu sein und sich dennoch allein zu fühlen. Von Tagen, an denen man funktioniert, lächelt und antwortet, während man sich innerlich immer weiter zurückzieht.
„Ich verschwinde leise“ ist für alle, die schon einmal gesagt haben: „Alles okay“, obwohl tief im Inneren gar nichts okay war.
Für alle, denen selbst Besuch manchmal zu viel wird.
Für alle, die sich zurückziehen, nicht weil sie niemanden brauchen, sondern weil einfach die Kraft fehlt.
Diese Liveversion möchte keine Perfektion zeigen. Sie möchte ehrlich sein. Nah. Menschlich. Ungeschönt.
Und vielleicht liegt gerade darin etwas Heilendes:
Zu erkennen, dass wir uns nicht verstecken müssen.
Dass wir sichtbar sein dürfen.
Dass wir nicht erst „fertig“ oder „geheilt“ sein müssen, um geliebt zu werden.
Und vielleicht, wenn du die Kommentare mitliest, wirst du entdecken, dass viele Menschen Ähnliches empfinden.
Dass wir einander oft näher sind, als wir glauben.
🎶 Textauszug:
„Ich verschwinde leise,
und keiner merkt es hier.
Ich sitz mit euch am Tisch,
doch ich bin längst nicht mehr bei mir.“
Danke fürs Zuhören.
Danke fürs Mitfühlen.
Und danke, wenn du dieses Lied mit einem Menschen teilst, der gerade eine stille Umarmung gebrauchen kann.
Und/oder vielleicht sind gerade deine Worte das Licht, das ein anderer Mensch heute braucht.
Und vergiss bitte nie:
Du musst nicht unsichtbar werden.
Du darfst da sein.
Du darfst dich zeigen.
Und du bist nicht allein.
UND WIR SIND VIELE.
https://www.youtube.com/@TrueVoices82

Liedtext: Ich verschwinde leise
Ich weiß gar nicht, wann es angefangen hat.
Irgendwann war ich einfach nicht mehr richtig da.
Ich stehe morgens auf,
setze mich an den Rand vom Bett
und bleibe viel zu lange sitzen,
weil der Tag schon zu viel ist.
Der Kaffee wird kalt, bevor ich ihn trinke.
Ich schaue auf mein Handy und lege es wieder weg.
Da sind Nachrichten von Menschen,
die es gut mit mir meinen.
Doch selbst ein „Wie geht’s?“
fühlt sich an wie ein Stein.
Ich schreibe: „Alles okay“,
weil es schneller geht
und weil ich keine Worte habe
für das, was in mir fehlt.
Ich will niemanden belasten,
also mache ich mich klein.
Ich sage, ich brauche nur Ruhe,
doch eigentlich brauche ich ein Zeichen.
Ich bin nicht wütend auf die Welt.
Ich komme nur nicht mehr mit.
Und manchmal ist schon Atmen
mehr, als man von außen sieht.
Ich verschwinde leise
und keiner merkt es hier.
Ich sitze mit euch am Tisch,
doch ich bin längst nicht mehr bei mir.
Ich lächle, wenn man lachen soll,
doch in mir bleibt es still.
Ich bin noch da für alle,
nur nicht mehr für mich.
Ich werde immer stiller,
jeden Tag ein Stück.
Ich bin noch hier im Leben,
doch ich finde nicht mehr zurück.
Wenn du das kennst,
sing diese zwei Zeilen mit mir:
Ich verschwinde leise,
aber ich bin doch noch hier.
Wenn sich Besuch ankündigt,
räume ich schnell mein Leben auf.
Nicht nur Teller,
nicht nur Gläser,
auch das Chaos in mir.
Ich ziehe etwas Frisches an
und richte mein Gesicht gleich mit.
Dann frage ich,
wie es anderen geht,
damit man mich vergisst.
Ich sitze dabei,
ich höre auch zu,
ich weiß, wann man nickt.
Doch jedes Wort im Raum
kommt nur gedämpft bei mir an.
Und wenn dann alle gehen,
bleibe ich noch kurz an der Tür.
Nicht, weil ich einsam sein will,
sondern weil nichts mehr Kraft in mir hat.
Ich habe früher gern gelacht.
Ich weiß noch ungefähr,
wie das war.
Heute merke ich nur,
dass irgendetwas nicht mehr erreichbar ist.
Ich bin nicht kalt geworden.
Ich kann gerade nur nichts fühlen.
Ich habe nicht aufgehört zu leben.
Ich weiß nur nicht mehr, wofür.
Ich verschwinde leise
und keiner merkt es hier.
Ich sitze mit euch am Tisch,
doch ich bin längst nicht mehr bei mir.
Ich lächle, wenn man lachen soll,
doch in mir bleibt es still.
Ich bin noch da für alle,
nur nicht mehr für mich.
Ich werde immer stiller,
ohne Abschied,
ohne Streit.
Nicht auf einmal,
sondern langsam,
fast unmerklich mit der Zeit.
Bitte sag nicht,
ich soll mich nur zusammenreißen.
Ich reiße mich zusammen.
Jeden einzelnen Tag.
Bitte sag nicht,
ich soll mal wieder rausgehen.
Ich war doch unter Menschen
und habe mich trotzdem nicht gespürt.
Vielleicht brauche ich kein großes Wort.
Vielleicht nur eines,
das bleibt.
Vielleicht nur jemanden,
der nicht sofort weitergeht.
Frag mich nicht im Vorbeigehen,
ob alles okay ist.
Frag mich,
wenn du Zeit hast.
Und halte es aus,
wenn es das nicht ist.
Manchmal sagt man:
„Alles gut“,
weil man Angst hat,
dass die Wahrheit
für andere zu schwer sein könnte.
Ich verschwinde leise
und vielleicht hörst du mich hier.
Ich sitze mit euch am Tisch,
doch ich suche den Weg zurück zu mir.
Ich lächle,
wenn man lachen soll,
doch in mir bleibt es still.
Ich bin noch da für alle,
nur nicht mehr für mich.
Ich werde immer stiller,
doch vielleicht ist es noch nicht zu spät.
Wenn du mich wirklich sehen willst,
frag mich nicht erst,
wenn nichts mehr geht.
Ich bin noch hier im Leben,
auch wenn kaum noch etwas spricht.
Und wenn ich kaum noch reden kann,
dann hör bitte nicht weg.
Ich verschwinde leise,
aber ich bin noch hier.
Nur sehr leise.
Für alle, die sich gerade selbst ein wenig verloren haben:
Ihr seid nicht allein.
Rosi/esistallesda.de