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Eine der größten Illusionen über das Loslassen ist der Glaube, wir müssten aktiv loslassen. Sandra Lumina

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Eine der größten Illusionen über das Loslassen ist der Glaube, wir müssten aktiv loslassen. Sandra Lumina

Sandra Jung - Lumina Planetarische Meisterheilerin·28. Juni 2026, 20:19 Uhr·2 Minuten

In den vergangenen Jahren durfte ich eine Erkenntnis machen, die vieles in meinem eigenen Leben verändert hat. Wir haben gelernt, dass wir Gefühle loslassen, Gedanken loslassen oder Erfahrungen loslassen müssen. Deshalb versuchen viele Menschen mit aller Kraft, etwas wegzubekommen. Sie analysieren, kämpfen, verdrängen oder wünschen sich, dass ein bestimmter Zustand endlich verschwindet. Doch genau dieser innere Widerstand bindet die Energie häufig noch stärker an uns.

Aus meiner Erfahrung geschieht wahres Loslassen genau andersherum. In dem Moment, in dem wir einem Gefühl, einer Angst, einer Traurigkeit oder auch einem Gedanken erlauben, einfach da zu sein, hört der innere Kampf auf. Es muss nichts mehr verändert werden. Nichts muss verschwinden. Nichts muss repariert werden. Es darf einfach existieren.

Und genau hier beginnt etwas Faszinierendes. Sobald etwas seine vollständige Daseinsberechtigung erhält, verändert sich die Energie von selbst. Was zuvor festgehalten wurde, beginnt sich auszugleichen. Das, wogegen wir nicht mehr ankämpfen, verliert seine innere Spannung. Es entsteht Frieden und aus diesem Frieden heraus geschieht häufig das, was wir vorher verzweifelt erreichen wollten. Es löst sich ganz natürlich.

Das Paradoxe daran ist, dass wir nicht loslassen, indem wir loslassen wollen. Wir lassen los, indem wir aufhören, gegen das zu kämpfen, was gerade da ist. Erst wenn etwas vollkommen angenommen werden darf, muss es nicht länger um Aufmerksamkeit ringen. Die Energie kommt zur Ruhe und darf weiterfließen.

Vielleicht haben wir das Wort „Loslassen“ deshalb über viele Jahre missverstanden. Vielleicht ist Loslassen gar keine Technik und keine Anstrengung. Vielleicht ist es vielmehr die natürliche Folge einer tiefen Erlaubnis. Einer Erlaubnis, dass der gegenwärtige Moment genau so sein darf, wie er sich gerade zeigt.

Immer dann, wenn wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen, beginnt Heilung oft ganz von allein. Nicht, weil wir etwas erzwungen haben, sondern weil wir aufgehört haben, uns gegen das Leben zu stellen. Und genau darin liegt für mich eine der tiefsten Formen von innerer Freiheit…

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