Der SPIEGEL nennt Ulrich Siegmund Deutschlands gefährlichsten Mann und schießt damit Deutschlands bestes Eigentor. Ursula von der Leyens EU hat ein neues Wahnsinnsgesetz erlassen. Und die Berliner Volksbühne beschimpft den Rest der Welt. Viel Spaß mit Simone Solga, in ihrem Bettchen, Folge 229.
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© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de / Youtube Erfassung
Simone Solga begrüßt dich diesmal aus ihrem Bett und kann dich gleich beruhigen: Der laut Spiegel „gefährlichste Mann Deutschlands“, Ulrich Siegmund, befindet sich nicht in ihrer Nähe. Und genau hier beginnt für sie der Spaß, denn sie könne inzwischen kaum noch so tun, als ließe sich das alles ernst nehmen.
Für Simone hat der Spiegel mit seiner Titelgeschichte über Siegmund einen ganz eigenen Kipppunkt des Journalismus erreicht. Früher sei das Magazin bewundert und gefürchtet gewesen, dann zunehmend einseitiger geworden und nun, so ihre bissige Einschätzung, vor allem lächerlich. In der Titelgeschichte selbst vermisst sie eine überzeugende Erklärung dafür, was Siegmund tatsächlich zum gefährlichsten Mann Deutschlands machen soll.
Ganz lustig findet Simone die Sache allerdings nicht. Wenn ein Politiker öffentlich als derart gefährlich dargestellt werde, könnten Menschen diese Botschaft schließlich ernst nehmen und auf die Idee kommen, eine solche vermeintliche Gefahr müsse beseitigt werden. Deshalb hält sie Siegmund zwar nicht für den gefährlichsten Mann Deutschlands, möglicherweise aber inzwischen für einen gefährdeten. Ihr Appell an die Medien lautet deshalb, weniger Hass und Panik zu schüren.
Danach geht es für Simone von Deutschlands angeblich gefährlichstem Mann zur, wie sie sagt, gefährlichsten Frau der Europäischen Union: Ursula von der Leyen. Dabei betont sie ausdrücklich, dass sie die grundsätzliche Idee der EU für gut hält. Gemeinsames Wirtschaften sollte erleichtert werden, Wohlstand entstehen und sinnvolle einheitliche Regeln geschaffen werden. Von dieser ursprünglichen Idee erkennt sie heute allerdings immer weniger. Stattdessen sieht sie wachsende Bürokratie und ständig neue Vorschriften. Als Beispiel nennt sie die Verpackungsregeln, die insbesondere kleinen Händlern das Leben schwer machten.
Auch die demokratischen Strukturen nimmt Simone aufs Korn. Einen Ulrich Siegmund könne der Bürger wählen oder eben nicht. Bei Ursula von der Leyen sehe das anders aus. Sie verweist darauf, dass diese 2019 und 2024 vom Europäischen Parlament gewählt wurde und bei den abschließenden Abstimmungen jeweils keine Gegenkandidaten hatte.
Zum Schluss landet Simone bei der Berliner Volksbühne und ihrem Swimmingpool. Dort sollte ein Badetag nur für schwarze Gäste stattfinden, der nach heftiger Kritik und Gewaltandrohungen abgesagt wurde. Die Gewaltandrohungen verurteilt Simone ausdrücklich und wünscht den Verantwortlichen entsprechende Strafen. Gleichzeitig macht sie sich über die Idee lustig, Menschen bei einem Badetag nach ihrer Hautfarbe zu unterscheiden.
Richtig in Fahrt kommt sie schließlich beim Banner mit der Aufschrift „Fickt euch!“, das an der Volksbühne hing. Weil die Einrichtung mit Steuergeldern finanziert werde, dreht Simone den Spruch kurzerhand um und rechnet in gewohnt derber Manier mit dem öffentlich finanzierten Kulturbetrieb ab.
So nimmt dich Simone diesmal mit durch den Kipppunkt des Journalismus, die Bürokratie der EU und die Berliner Kulturwelt und verabschiedet sich am Ende mit ihrem gewohnt heiteren „Gut Nacht Deutschland“.