Wir befinden uns in einer wichtigen Woche vor der Mondfinsternis. Der Weg bis hierher war intensiv. Die vorausgegangene Sonnenfinsternis hat vieles in Bewegung gebracht und wie ein Katalysator Prozesse angestoßen, die letztlich unserer Entwicklung dienen.
Doch dieser Wandel hatte auch seine schwierigen Seiten.
Alte Energien und längst vergangen geglaubte Gefühle konnten noch einmal auftauchen. Traurigkeit, Schmerz, innere Unruhe, Angst, Verzweiflung oder körperliche Beschwerden haben manche Menschen erneut durch jene dunklen Straßen ihrer Vergangenheit geführt, von denen sie glaubten, sie längst verlassen zu haben.
Stell dir deinen bisherigen inneren Aufbau wie eine menschliche Figur aus vielen kleinen Bausteinen vor. Jeder Stein gehört zu einer Struktur, die dich lange getragen hat.
In den vergangenen Wochen wurden einige dieser Steine herausgenommen. Manche ganz plötzlich. Aus der Mitte, aus deinem Fundament und aus Bereichen, von denen du dachtest, sie seien längst stabil.
Nicht um dich auseinanderzunehmen, sondern damit etwas Neues entstehen kann.
Denn eine Struktur, die für dein früheres Leben geschaffen wurde, kann dich nicht immer dorthin tragen, wohin du jetzt gehst.
Genau deshalb ist es wichtig, nach intensiven körperlichen, mentalen oder emotionalen Phasen nicht hart mit dir selbst zu sein.
Beobachte dich.
Welche Emotion ist aufgetaucht? Welche Angst? Welche innere Erschütterung?
Und vielleicht noch wichtiger: Wie bist du an diesen Punkt gelangt? Welcher Teil deiner Geschichte wurde berührt?
Darin kann sich zeigen, welche alten Bausteine deines Lebens gerade bewegt und neu angeordnet werden.
Die kommende Mondfinsternis wirkt dabei anders als die Sonnenfinsternis. Der tiefste Teil der Umstrukturierung wurde bereits angestoßen. Wie intensiv die Mondfinsternis für dich persönlich wird, hängt jedoch von deinem ganz eigenen Prozess ab.
Und dieser Prozess ist zutiefst individuell.
Selbst wenn viele Menschen gleichzeitig durch Veränderungen gehen, erlebt niemand exakt das, was du erlebst. Deine innere Entwicklung trägt deine eigene Geschichte, deine eigene Energie und ihr eigenes Tempo.
Deshalb bleibt es wichtig, dich immer wieder bewusst mit dem Menschen zu verbinden, der du sein möchtest. Spüre ihn. Stell ihn dir vor. Verankere diese neue Version von dir in deinem Bewusstsein.
Denn wirkliche Transformation beginnt nicht damit, dass sich zuerst die äußeren Umstände verändern.
Sie beginnt in dir.
Wenn deine Seele nach Veränderung ruft, geht es nicht einfach darum, dein bisheriges Leben ein wenig angenehmer zu gestalten. Es geht um eine tiefere Veränderung deiner Beziehung zu dir selbst und zu deinem Leben.
Das Äußere folgt zu seiner Zeit.
Jetzt geht es darum, die neuen Bausteine in dir ihren Platz finden zu lassen.
Hab Vertrauen und bleib bei dir.
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© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung I Übersetzung
