Zum Inhalt springen
Du siehst nur die Hälfte der Welt. Fabian

Startseite  ·  Fabian

Du siehst nur die Hälfte der Welt. Fabian

Fabian·27. Oktober 2026, 17:16 Uhr·8 Minuten

Was, wenn wir einen entscheidenden Teil unserer Wirklichkeit einfach ausblenden?

Was, wenn unsere Vorstellung von der Realität viel begrenzter ist, als wir bisher angenommen haben?

Wir leben in einer Welt, in der vieles auf das reduziert wird, was wir sehen, messen und wissenschaftlich erklären können.

Liebe wird häufig als das Ergebnis chemischer Reaktionen betrachtet. Politische Entscheidungen werden vor allem mit wirtschaftlichen Interessen und Geld in Verbindung gebracht. Und alles, was sich unseren Sinnen entzieht oder nicht eindeutig nachweisen lässt, wird schnell als unwichtig oder bedeutungslos abgetan.

Doch was ist mit all den Erfahrungen, Gefühlen und inneren Wahrnehmungen, die unser Leben so tiefgreifend prägen?

Was ist mit den unsichtbaren Zusammenhängen, die wir vielleicht spüren, aber nicht immer in Worte fassen können?

In diesem Video erzähle ich davon, warum ich begonnen habe, unsere gewohnte Sicht auf die Wirklichkeit zu hinterfragen.

Ich spreche darüber, weshalb ich mich nicht mehr ausschließlich auf die sichtbare und materielle Welt beschränken möchte und warum die Beschäftigung mit einer möglichen unsichtbaren Ebene für mich zu einer neuen Perspektive geworden ist.

Einer Perspektive, durch die ich heute vieles anders betrachte und persönliche Erfahrungen besser einordnen kann, die mir früher rätselhaft oder unerklärlich erschienen.

Vielleicht beginnt ein tieferes Verständnis unserer Wirklichkeit genau dort, wo wir bereit sind, unsere bisherigen Vorstellungen zu hinterfragen und offen für neue Sichtweisen zu bleiben.

https://www.youtube.com/@himmelauferden0


Was, wenn wir einen entscheidenden Teil unserer Wirklichkeit übersehen?

Meine Gedanken über Liebe, Bewusstsein, unsere Glaubenssätze und die unsichtbare Ebene des Lebens

Vor einiger Zeit habe ich jemanden sagen hören, dass Liebe im Grunde nichts anderes sei als eine chemische Reaktion in unserem Gehirn. Dass Dopamin, Testosteron und Oxytocin erklären könnten, was wir als Liebe empfinden.

Diese Aussage hat mich nachdenklich gemacht und mich dazu bewegt, dieses Video aufzunehmen.

Denn schon während meiner Kindheit und Jugend habe ich mich immer wieder gefragt, ob es in unserer Welt möglicherweise mehr gibt als das, was wir mit unseren Augen sehen und mit wissenschaftlichen Methoden messen können.

Ich bin mit unterschiedlichen Weltanschauungen aufgewachsen. Auf der einen Seite standen Menschen, die ausschließlich an die materielle Welt glaubten. Auf der anderen Seite Menschen, die davon überzeugt waren, dass es etwas Höheres gibt.

Lange Zeit konnte ich beide Sichtweisen nachvollziehen.

Ich dachte sogar darüber nach, ob vielleicht gerade diese Ungewissheit ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist. Dass wir nicht mit absoluter Sicherheit wissen, ob es mehr gibt als unsere sichtbare Wirklichkeit, und jeder Mensch selbst entscheiden muss, woran er glaubt.

Mit den Jahren begann ich jedoch, immer mehr Dinge zu hinterfragen.

Ich fragte mich, warum so viele Beziehungen scheitern, warum Menschen einander verletzen und weshalb es in unserer Gesellschaft so viele Konflikte gibt.

Zeitweise zweifelte ich sogar daran, ob Liebe in dem Sinne, wie ich sie mir vorstellte, überhaupt existiert.

Dabei bemerkte ich, wie stark meine eigenen Überzeugungen mein Leben und meine Wahrnehmung beeinflussten.

Mir wurde zunehmend bewusst, dass es einen großen Unterschied macht, welches Bild wir vom Leben, von anderen Menschen und von der Liebe in uns tragen.

Besonders beschäftigt hat mich die Frage, ob Liebe tatsächlich mit körperlicher Anziehung und Lust gleichgesetzt werden kann.

Wenn wir Liebe ausschließlich auf bestimmte chemische Vorgänge reduzieren, bleibt für mich etwas Wesentliches unbeantwortet.

Denn Lust und Liebe sind für mich nicht dasselbe.

Lust kann darauf ausgerichtet sein, ein eigenes Bedürfnis zu befriedigen. Liebe hingegen empfinde ich als etwas, das weit darüber hinausgeht.

Wenn ich nicht nur rational über Liebe nachdenke, sondern versuche, sie in meinem Inneren wahrzunehmen, spüre ich einen Unterschied, den ich nicht einfach beiseiteschieben kann.

Auch unsere Sprache unterscheidet schließlich zwischen Angst und Furcht, Wut und Hass sowie Lust und Liebe.

Für mich sind das keine zufälligen Unterscheidungen. Sie beschreiben unterschiedliche innere Zustände, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.

Und genau diese inneren Zustände gehören zu jener Ebene des Lebens, die ich als unsichtbar bezeichne.

Eine Ebene, die wir nicht unmittelbar mit unseren Augen erkennen können, deren Auswirkungen wir jedoch in unseren Beziehungen und in unserem täglichen Leben erleben.

Auch beim Blick auf die Politik und gesellschaftliche Entwicklungen hatte ich immer häufiger das Gefühl, dass mir rein materielle Erklärungen nicht ausreichen.

Wenn es um Kriege, Macht, Konflikte oder gesellschaftliche Spaltung geht, wird häufig auf wirtschaftliche Interessen und Geld verwiesen.

Doch ich begann mich zu fragen, ob Geld wirklich immer das eigentliche Ziel ist oder ob es nicht vielmehr als Werkzeug für andere Interessen eingesetzt wird.

Mich beschäftigt dabei besonders, welche Rolle Angst, Machtstreben, Kontrolle und die Entfernung von Liebe und Mitgefühl spielen könnten.

Ich habe zunehmend den Eindruck gewonnen, dass sich viele gesellschaftliche Entwicklungen nicht allein durch wirtschaftliche Zusammenhänge erklären lassen.

Für mich wurde deshalb die Frage immer wichtiger, was im Inneren der Menschen geschieht und wie diese inneren Zustände unsere äußere Welt beeinflussen.

Irgendwann begann ich, die unsichtbare Ebene bewusst in meine Betrachtung des Lebens einzubeziehen.

Seitdem erscheinen mir manche Zusammenhänge verständlicher, die ich zuvor nur schwer einordnen konnte.

Dabei habe ich auch erkannt, wie sehr unsere Glaubenssätze darüber mitentscheiden, wie wir unser eigenes Leben erfahren.

Eine Überzeugung kann dazu beitragen, dass wir uns ängstlich, eingeengt oder voller Misstrauen fühlen.

Eine andere kann uns Hoffnung, Zufriedenheit und inneren Frieden schenken.

Für mich ist deshalb eine entscheidende Frage geworden:

Wie frei fühle ich mich eigentlich durch das, woran ich glaube?

Führen mich meine Überzeugungen zu mehr Angst, Wut und innerem Leid?

Oder helfen sie mir, liebevoller, friedlicher und freier zu leben?

Ich glaube, dass wir diese Fragen viel häufiger stellen sollten.

Denn wir übernehmen im Laufe unseres Lebens zahlreiche Vorstellungen darüber, wie die Welt funktioniert.

Wir lernen sie in der Schule, hören sie von anderen Menschen und begegnen ihnen in den Medien.

Oft betrachten wir sie irgendwann als selbstverständlich, ohne sie noch einmal selbst zu hinterfragen.

Dabei sind wir in vielen Bereichen darauf angewiesen, den Aussagen und Erkenntnissen anderer Menschen zu vertrauen.

Unsere eigenen Gefühle hingegen können wir unmittelbar wahrnehmen.

Ich kann selbst erkennen, ob ich mich morgens glücklich, traurig, ängstlich oder innerlich ruhig fühle.

Und genau deshalb sind meine persönlichen Empfindungen für mich zu einem wichtigen Ausgangspunkt geworden, um meine Überzeugungen zu überprüfen.

Das bedeutet für mich, nicht einfach alles ungefragt zu übernehmen, sondern immer wieder selbst nachzudenken und auf mein Inneres zu achten.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil meiner heutigen Sichtweise ist mein Verständnis von Gott.

Ich stelle mir Gott nicht mehr ausschließlich als etwas Fernes vor, das vollkommen getrennt von uns existiert.

Vielmehr beschäftigt mich die Vorstellung, dass etwas Göttliches in allem Lebendigen gegenwärtig sein könnte und dass auch wir selbst daran Anteil haben.

Ein Bild, das mich dabei an die Macht aus Star Wars erinnert, die alles Lebendige miteinander verbindet.

Wenn ich aus dieser Perspektive auf das Leben schaue, verändert sich auch mein Verständnis davon, welches Potenzial wir Menschen in uns tragen.

Ich glaube, dass wir zu viel mehr fähig sind, als wir uns häufig selbst zutrauen.

Dass wir miteinander eine friedlichere und liebevollere Welt gestalten könnten, wenn wir unser eigenes Potenzial erkennen und uns weniger von Angst, Trennung und äußeren Erwartungen bestimmen lassen würden.

Gleichzeitig frage ich mich, warum gesellschaftliche Strukturen so häufig auf Druck, Konkurrenz und Kontrolle beruhen.

Ich sehe darin einen Zusammenhang mit der Angst und den inneren Konflikten, die Menschen in sich tragen.

Nach meinem Verständnis kann Angst zu Wut werden und Wut wiederum in Hass übergehen.

Wenn solche Gefühle unser Zusammenleben bestimmen, bleibt immer weniger Raum für Liebe.

Und genau darin liegt für mich eines der größten Probleme unserer heutigen Gesellschaft.

Wir sprechen viel über äußere Entwicklungen, wirtschaftliche Leistungen und materielle Sicherheit.

Doch wie häufig beschäftigen wir uns wirklich mit dem, was in unserem Inneren geschieht?

Wie oft fragen wir uns, ob unsere Überzeugungen uns friedlicher machen oder ob sie unser Leiden verstärken?

Für mich hat sich durch diese Fragen meine gesamte Sicht auf das Leben verändert.

Ich habe das Gefühl, dass ich früher vieles nur durch einen begrenzten Ausschnitt der Wirklichkeit betrachtet habe.

Heute erscheint es mir beinahe so, als wäre ich lange Zeit in einem Traum gewesen, ohne zu bemerken, dass ich träume.

Erst als ich begann, meine bisherigen Vorstellungen ernsthaft zu hinterfragen, konnte ich bestimmte Dinge aus einer anderen Perspektive sehen.

Und wenn man selbst eine solche Veränderung erlebt hat, ist es nicht immer leicht, anderen Menschen zu erklären, was sich dadurch im eigenen Inneren verändert.

Denn jeder Mensch betrachtet die Welt zunächst durch seine eigenen Erfahrungen und Überzeugungen.

Meine wichtigste Erkenntnis ist deshalb, dass ich die unsichtbare Ebene des Lebens nicht länger aus meiner Betrachtung ausschließen möchte.

Für mich ist Liebe heute weit mehr als eine bloße chemische Reaktion.

Ich empfinde sie als etwas zutiefst Bedeutungsvolles, das uns Menschen miteinander verbindet und das wir auch in uns selbst entdecken können.

Je mehr ich mich mit dieser Vorstellung beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir, wie sehr meine bisherigen Glaubenssätze mein Denken und Fühlen beeinflusst hatten.

Ich möchte deshalb weiterhin hinterfragen, was ich über die Welt zu wissen glaube.

Ich möchte verstehen, welche Rolle unsere Gefühle, unsere Ängste und unsere Vorstellungen in unserem Leben spielen.

Und ich möchte der Frage nachgehen, ob hinter unserer sichtbaren Wirklichkeit noch mehr verborgen liegt, als wir gewöhnlich wahrnehmen.

Denn für mich hat sich eines grundlegend verändert:

Ich möchte nicht mehr ausschließlich danach fragen, was sich im Außen erklären und beweisen lässt. Ich möchte auch ernst nehmen, was ich in meinem Inneren wahrnehme.

Und vielleicht ist genau das der wichtigste Gedanke, den ich mit diesem Video weitergeben möchte:

Dass es sich lohnt, die eigenen Überzeugungen immer wieder zu hinterfragen und dem, was wir tief in uns empfinden, Aufmerksamkeit zu schenken.

Denn mein persönlicher Weg hat mir gezeigt, wie sehr sich unsere Wahrnehmung des Lebens verändern kann, wenn wir beginnen, auch die unsichtbaren Seiten unserer Erfahrungen zu berücksichtigen.

Fabian


Vorangegangener Beitrag:

Hat dich dieser Text erreicht?

Das Auswählen, Übersetzen und Pflegen dieser Botschaften ist tägliche Arbeit. Wenn sie dir etwas gibt, freue ich mich über einen Dankes-Ausgleich.

Danke sagen
Unterstützen