Jemand fragt:
„Ich bin in letzter Zeit sehr gereizt im Umgang mit anderen Menschen, besonders mit Familienmitgliedern, die sehr engstirnig sind. Hast du einen Rat, wie ich diese Gereiztheit überwinden kann?“
Die Gereiztheit entsteht aus alten Denkmustern, die mit emotionalen Reaktionen verknüpft sind. Es war für uns immer sehr wichtig, gesehen, anerkannt und geliebt zu werden. Wenn wir erkennen, dass dies nicht möglich ist, möchten wir unsere Familie am liebsten wachrütteln, damit sie endlich aufwacht.
Wenn wir aufhören, in richtig und falsch zu urteilen und an der Vorstellung festzuhalten, dass andere sich verändern müssen, können wir ihnen mit Liebe begegnen. Dadurch schaffen wir Raum für Heilung und Veränderung. Doch diese geschieht zu ihrer Zeit, nicht zu unserer.
Wie können andere dich so sehen und annehmen, wie du es dir wünschst, wenn sie selbst noch damit beschäftigt sind, in sich ein Zuhause zu finden?
Es braucht überhaupt nicht lange, um deine Gereiztheit zu überwinden. Es ist einfach eine Entscheidung, ob du in der Begegnung mit ihnen in deiner Mitte bleibst oder nicht, ohne das Bedürfnis, ihnen beweisen zu müssen, wer du bist.
Wir befreien uns durch Selbstliebe und schenken damit auch den anderen ihre Freiheit.
Entscheide dich bewusst für einen anderen Umgang. Sei beispielsweise in ihrer Gegenwart etwas stiller und lächle innerlich. Segne sie in Gedanken und beobachte einfach mit offenem Herzen.
Und wenn dein Herz, deine innere Wahrheit, dich dazu auffordert, dann geh ein Stück spazieren. Oder löse dich von alten Vorstellungen darüber, was du aus Pflichtgefühl tun musst, und sage liebevoll, aber bestimmt „Nein“, wenn es angebracht ist.
Sei dir selbst gegenüber aufrichtig, stark und sanft. Dann wird es dir auch leichter fallen, anderen Menschen auf diese Weise zu begegnen.
Und falls du doch einmal aus deiner Mitte gerätst und emotional reagierst, verurteile dich nicht dafür. Sage einfach zu dir selbst:
„Ich sehe dich, mein Verstand, und ich danke euch, meine Gefühle, dass ihr mir das gezeigt habt. Wir brauchen diesen alten Weg nicht mehr zu gehen.“
Hinter diesen emotionalen Reaktionen steckt die Vorstellung, dass die anderen dich unbedingt lieben und dir ihre Zustimmung und Anerkennung zeigen müssen, bevor du dich in ihrer Gegenwart wohlfühlen kannst.
Erinnere dich daran, dass das Gefühl, angenommen zu sein, nicht von anderen Menschen kommt. Es entsteht daraus, dass du dich selbst liebst.
Von anderen zu erwarten, dass sie diese innere Arbeit für dich übernehmen, bringt dich weit von deiner eigenen Wahrheit weg. Kein Wunder also, dass du gereizt reagierst.
Und das Wunderbare daran ist: Wenn du in deiner eigenen Präsenz und inneren Mitte ruhst, verletzt das die anderen nicht. Es kann sogar befreiend auf sie wirken.
Wenn du ihnen in Frieden begegnest, dann achte auf die wundervollen Veränderungen, die sich in ihrem Verhalten dir gegenüber zeigen können.
Ich liebe dich so sehr. 💗
P. S.:
Werde zu jener stillen Präsenz, die zuhört.
Deine stille Zufriedenheit und dein inneres Strahlen werden jeden Menschen berühren, ganz gleich, ob er bereits erwacht ist oder noch schläft.
Richte einfach deine innere Absicht darauf aus, wo immer du auch bist. 💙✨
In Liebe. 💜
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Grafik: Werde zu der stillen Präsenz, die zuhört.

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