Es gibt etwas, worüber ich seit all den Jahren nachdenke, in denen ich hier meine Gedanken, Texte und Bücher mit euch teile.
Wenn ich schreibe, sei es ein Beitrag, ein Buch oder etwas anderes, das sich wirklich lebendig anfühlt, dann erlebe ich es nicht einfach als Denken. Es fühlt sich vielmehr an wie ein Empfangen. Als würde ich mich auf etwas einstimmen, das bereits da ist und nur darauf wartet, wahrgenommen zu werden.
Und ich glaube, genau das geschieht.
Unser Geist ist wie ein Empfänger. Unser Gehirn nimmt Schwingungen, Eindrücke und Informationen auf. Aus dem kollektiven Feld, aus familiären und überlieferten Mustern, aus den Erfahrungen unserer Ahnen und aus dem ständigen Strom dessen, was uns umgibt. Vieles von dem, was wir als „unsere Gedanken“ bezeichnen, ist möglicherweise gar nicht so individuell, wie wir glauben. Es sind Gedanken, die aus kulturellen Prägungen, gemeinsamen Erfahrungen und kollektiven Feldern hervorgehen.
Was wirklich zu uns gehört, ist etwas viel Stilleres. Etwas Tieferes.
Es ist das Bewusstsein hinter den Gedanken. Dieses stille „Ich bin“, das im Herzen unseres Seins ruht.
Und wenn ich vom Herzen spreche, dann meine ich nicht nur eine poetische Vorstellung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass das Herz ein elektromagnetisches Feld aussendet, das um ein Vielfaches stärker ist als das des Gehirns. Es ist weit mehr als ein Organ. Es ist ein kraftvoller Sender und Empfänger, der uns mit einer tieferen Wahrheit verbinden kann.
Wirkliches Erwachen bedeutet deshalb nicht, bessere oder positivere Gedanken zu denken. Es bedeutet zu lernen, zu unterscheiden. Zu erkennen, welche Gedanken aus der Weisheit des Herzens aufsteigen und welche lediglich alte Ängste, Gewohnheiten oder kollektive Stimmen sind, die sich immer wiederholen.
Diese Unterscheidung ist von unschätzbarem Wert.
Wenn ich aus diesem Raum des Herzens heraus schreibe, öffnet sich etwas in mir. Ich spüre ein großes Wir. Eine tiefe Verbundenheit, die über das Persönliche hinausgeht.
Und wenn meine Worte etwas in dir berühren, dann ist das kein Zufall. Du erkennst etwas wieder, das bereits in dir vorhanden war. Vielleicht bin ich nur ein Spiegel für etwas, das wir alle in uns tragen und längst kennen.
Du nimmst es wahr.
Du fühlst es.
Und indem du es fühlst, sendest du es weiter.
So bewegt sich Bewusstsein.
So erinnern wir einander daran, wer wir wirklich sind.
So helfen wir uns gegenseitig beim Erwachen.
Wenn also etwas von dem, was du hier liest, tief in dir nachklingt, dann vertraue diesem Gefühl. Vertraue diesem stillen Wissen in deinem Herzen.
Denn dann spricht nicht nur mein Wort zu dir.
Dann antwortet etwas in dir auf etwas, das es schon immer wusste.
Leuchte weiter.
Ich hab euch von Herzen lieb.
Nicky
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