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Diese Ströme haben eine Kraft, die vertraut ist, die bewahrt, nährt, verbindet, öffnet, aufbaut, weiter-bringt, … Sie tragen und wandeln sich in einem fort, haben verschiedene Erscheinungsformen, und ihre Wellen gehen auf und ab – ganz natürlich, oft flüchtig. Manchmal kommen Veränderungen in ihnen plötzlich und sind tiefen-wirksam. Und oft erscheinen sie als die ewig Gleichen.
Diese Ströme sind frei, unablässig vorhanden, in unendlicher Intelligenz und Kraft, untereinander verbunden und verbindend, pulsierend, atmend, … Sie haben eine Kraft, die uns immer vertraut sein wird und in der Geist und Seele sich entspannen, weil sie wissen, dass sie da zuhause sind.
Mitunter kann man die Lebensströme unterschiedlich beschreiben als Energieströme, Zeitströme, Gedankenströme, Kreativitäts- und Produktivitätsströme, Informationsströme, usw. In Wirklichkeit aber sind sie alle EINS – mit unterschiedlichen Manifestationen, Rhythmen, Zyklen, Wellen und Tälern.
Bevor man uns beibringen konnte, dass es nur vier Jahreszeiten und einige große Zyklen im Leben gibt, haben wir als Kinder Dutzende von zyklisch wiederkehrenden Zeiten im Jahr und an jedem Tag wahrgenommen: die Zyklen des Schaffens und Faulenzens, des Laufens und Stillestehens, des Anteilnehmens und Sich-Zurückziehens. Es gab eine Zeit, in der wir nicht nur von äußerlichen, sondern auch von seelischen Zyklen mit all ihren Nuancierungen bewegt wurden. Dieses Zyklische gehört zu unserer Seelenhaut, jener Membran, die uns und das Wildnatürliche in einen einzigen Körper hüllt, dessen Grenzen unabsehbar sind.
Dieses und die weiteren Zitate:
Clarissa Pinkola Estés: Die Wolfsfrau – Der Heimweg. Rückkehr zum Selbst
Was wir auf dem Planeten Erde jedoch gerade erleben, ist die maximale Störung all dieser Ströme: immer noch unverfrorener, frecher, abgründiger. Und mittlerweile scheint es nur noch wenige auch wirklich zu stören. “Es ist halt so”, “Was sollen wir denn tun?”, “Geht nicht anders”… und ähnliche bequeme Ausreden verkleistern das Gesprächsklima und machen jegliche vernünftige Argumentation unmöglich. Resignation macht sich breit und Müdigkeit auch.
Diesbezüglich gibt es unzählige künstliche Ströme, die sich über alles gelagert haben, was bisher unser Leben war… und sie erscheinen heute immer dominanter. Aber eben nur erscheinen. Sie sind jedoch eine “Erscheinung der anderen Art” (oft gespenstig, gruselig und grau) und sie unterscheiden sich radikal von den Strömen des Lebens. Die Menschheit aber beginnt bereits an all diesem “Wissen” und seiner “Intelligenz” zu ersticken.
Die Prinzipien dahinter sind stets die selben, nämlich Geheimhaltung (weshalb man auch Geheimdienste braucht) sowie Unterwanderung, Infiltration, Übernahme, Unterwerfung, Zwang und Manipulation – nach dem Motto: „Mach dir die Erde untertan“. Manipuliert wird mittlerweile ziemlich alles, was ein Menschenleben und das Leben auf diesem Planeten ausmacht und erhält: Himmel und Erde werden mit militärischen Programmen systematisch vergiftet und damit die Nahrung der Menschen, das Wasser und die Luft, die sie atmen. Medizin, Wissenschaft und Bildung, Information und Medien, Politik und Wirtschaft… alles. Und das in immer detailliertere Bereiche hinein. Jetzt macht man den “Datenfluss” aus dem Körper und dem Leben der Menschen, der aus der Totalüberwachung stammt, zum neuen “goldenen” Raubinhalt für die “Daten-Minen-Betreiber”.
Alles in dieser “Welt” blinkt, strahlt, übersteuert, macht süchtig und stiehlt in einem fort: Zeit, Energie, Leben, Wissen, Daten, Freiheit, usw. – zerhackt es in Bit, Mega-, Giga-, Tera-bite – also in Nullen und Einsen. Genauso zertrümmert die Medizin den Menschen in Nanoeinheiten, versteht aber freilich das Leben dahinter nicht mehr und kann deshalb auch niemals heilen. Aber man saugt die Daten ab und macht alles berechenbar, indem man daraus Algorithmen – also vorprogrammierte Arbeitsabläufe – für die „intelligenten Maschinen“ einrichtet, die nun bereits über das Schicksal der Bestohlenen bestimmen. Vorprogrammiert ist da zum Beispiel, dass gesunde Menschen keinen Profit bringen… und als Folge gibt es Zwangsmassnahmen, die stets denselben Mustern folgen, allen voran die Generierung von Angst.
Der Seehund ist eines der einleuchtendsten Symbole für die wilde Seele überhaupt. […] Symbolhaft für das Seelische schlechthin ist auch die Sanftheit der Seehunde… Sie strahlen eine eigentümliche Reinheit aus, die man als Reinheit des Herzens bezeichnen könnte, reagieren aber blitzschnell mit Rückzug oder auch einem Angriff, wenn sie sich bedroht fühlen. Die Seele verhält sich sehr ähnlich. Sie tummelt sich im grenzenlos Ozeanischen, ernährt den Geist und zieht ihn mit intensiver Hingabe groß. Sie ist zutraulich und läuft nicht davon, wenn sie etwas Unbekanntem und Fremdartigen begegnet.
Täuschung ist ein weiteres Manöver: Man gibt (vor allem jungen) Menschen Spiele in die Hand, um sie auszuhorchen und über die verstecktesten Plätze der Erde Daten und Informationen zu sammeln. Aus demselben Grund digitalisiert man Schulen und Klassenzimmer oder lässt Menschen im sogenannten “Home-office” arbeiten. Man lässt Mediziner KI und Roboter verwenden, um den Körper auszuspionieren. Alles davon wird gespeichert, analysiert und zur gegebenen Zeit dann gegen die Betroffenen verwendet. Und für all das macht man sich natürlich stets die eigenen passenden Gesetze.
Die Menschen nutzen die vorgegebenen smarten Geräte und hoch-technischen Maschinen, die sich überall in ihren Alltag hineinzwängen. Und sie nehmen ihnen unbemerkt, was ihre Grundrechte sind und ihre Freiheit. Sie fahren e-Fahrzeuge (egal ob Fahrrad, Motorrad, Auto…), und es verklebt ihnen dabei die Blutplättchen. Die meisten aber ahnen nichts davon. Vielmehr sind sie dabei vom Gefühl „beseelt“, das Klima zu retten und die damit verbundenen Angstzombies zu besänftigen.
Langsam beginnt jedoch dieses “Monstergeschöpf” (die KI, die Rechner, die Simulatoren, die Roboter) auch ihre Erzeuger (die zum Teil keine Menschen sind) zu bedrohen. Und wie bei Frankenstein ist es bereit, sie – inklusive der Menschheit – zu zerstören. Diese (Un-)Wesenheit, welche die Ströme des Lebens bereits massenhaft gestohlen hat, beginnt nun, ihre eigenen Grundlagen zu zerstören. Denn was ist ein KI-Roboter wert, wenn er niemanden mehr mit seinem götterhaften „Wissen“ beeindrucken kann (ausser mit seinesgleichen) und wenn er niemanden mehr beeinflussen und manipulieren kann?
Aber manchmal ist die Seele … einfach nicht auf das menschliche Verhalten gefaßt. Sie kann sich nicht vorstellen, daß andere weniger reine Beweggründe haben, als sie in ihrem Naturzustand der “seligen Seelenruhe”. Und dann wird ihr das Seelenfell gestohlen. […]
An irgendeinem Punkt im Leben macht offenbar jeder die Erfahrung, daß ihm etwas Bedeutendes, seelisch Wichtiges geraubt werden kann, wie die Hoffnung, Träume, die Ehre, der Glaube an das Gute im Menschen, die Fähigkeit, zu wachsen und rückhaltlos zu lieben. Meistens schleicht sich der Dieb von der Seite an, auf der man blind ist, […] Wer auf solche Weise beraubt worden ist, darf sich nicht für unintelligent und minderwertig halten. Ein Seelenraub ist die Folge von Unerfahrenheit und psychischem Schlummer, was nicht nur bei blutjungen Menschen vorkommt.
Über die natürlichen Ströme des Lebens hat sich also ein klebriges fremdartiges Netz gelegt, in dem man ständig ein künstlich-smartes Simulationsgeström erzeugt, das für Unaufmerksame eine grosse Ähnlichkeit mit den darunter-liegenden Strömen hat. Diese virtuellen “Intelligenzströme” aber stören, manipulieren, unterwandern und korrumpieren das Ursprüngliche. Sie dringen überall ein, übernehmen und zwingen alle und alles, sich zu unterwerfen und an das diktatorisch Vorgegebene anzupassen sowie seinen Anweisungen zu folgen. Das nennt man dann intelligent und fortschrittlich. Die alten Diktaturen mit neuem Gesicht. Man hat damit das alte, ausgeleierte Leben rund-um erneuert und es geht weiter in eine glorreiche Zukunft – so die Narrativ-Agenda, die dem “fortschrittlichen, modernen” Denken als normal eingetrichtert wird.
Aber es lässt sich in keiner Weise ausblenden, dass alles dort ein abgehackter, quälender, quietschender künstlich-digitaler (also völlig unwirklicher) “Strom” an Daten sowie unsichtbaren Programmierungen und Steuerungen ist, der das (nicht nur) menschliche Leben unaufhörlich stört, verstört, trennt, zerteilt, blendet, irritiert, hypnotisiert und schliesslich narkotisiert und einschläfert. All das, was man eigentlich einem Todeskult zuschreibt.
Lebensströme tragen und ernähren, während diese “virtuellen Ströme” die Menschheit aus ihrem Seelenraum entführen, sie manipulieren und vergewaltigen… und ihr schliesslich auch die Seele rauben. Eine entseelte Menschheit aber ist in höchster Gefahr und die Alarmglocken schrillen bereits unablässig.
Während man eifrig dabei ist, den gestohlenen Schatz zu suchen und den seelischen Verlust irgendwie auszugleichen, werden vier entscheidende Fähigkeiten entwickelt. Erstens wird die Entschlußkraft gestärkt, von nun an alles daranzusetzen, das Verlorene wiederzuerlangen. Zweitens wird einem bewußter denn je, was wichtiger als alles andere ist. Drittens wird einem klar, was man zur eigenen Befreiung unternehmen und von nun an und immer praktizieren muß. Und viertens werden die medialen Fähigkeiten dabei ausgebildet, das, was manche “außersinnliche” Wahrnehmungen nennen und was sich als spontane, direkte Einsicht in die Wahrheit umschreiben läßt.
Aus diesem künstlichen Strom können wir nur heraussteigen, wenn wir uns bewusst-machen, was läuft. Das nennt man erwachen. Und wenn wir als Menschheit weiter bestehen wollen, müssen wir das auch tun. Ansonsten reisst er uns mit und hinunter… was viele nun auch immer intensiver zu spüren beginnen.
Es ist also an der Zeit, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf das, was unserem inneren Wesen entspricht – Zeit, unsere Seelenhaut zu retten. Sobald wir uns den Strömen des Lebens öffnen und hingeben, fällt die grosse Anstrengung diesbezüglich auch weg, und wir werden Mühelosigkeit und Leichtigkeit in allem erleben.
Es ist da dieses Feuer in unserem Herzen – die Urkraft, welche die Ströme des Lebens in Bewegung hält. Und es wird uns auf sanfte Weise immer daran erinnern, dass es da ist… indem wir uns zum Beispiel in dieser künstlichen Welt unrund, unfrei, seltsam, fremd, überfordert und krank fühlen. Dann sollten wir aufhorchen, hinschauen und uns daran erinnern, dass diese Seelenkraft in uns schlummert, die mit dem wärmenden Feuer immer präsent ist: hier, um uns jederzeit zurück zu gebären – dorthin, wo wir hingehören.
Wer seine ozeanische Seelenheimat zu lange nicht aufsucht, wird müde … des Lebens in der Oberwelt müde. Und so muß es sein. So wird die Suche nach dem Robbenfell, in dem man bis zum Grunde tauchen und unter Wasser atmen kann, unerläßlich und die Heimkehr schließlich erzwungen. Diese zyklische Bewegung des Hinausgehens und Heimkehrens, des Veräußerlichens und In-sich-Kehrens ist ein instinktiver Reflex, der uns mitgegeben wurde und uns durch alle Lebensphasen von der Kindheit bis ins hohe Alter begleitet.
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