🍂 Wenn das Leben langsam auf Herbst umschaltet 🍂
Ihr Lieben,
heute stehen wir so ein bisschen auf der Schwelle.
Der Sommer hat seinen Koffer eigentlich schon gepackt, schaut aber noch einmal ins Zimmer, ob er nicht irgendwo eine Socke vergessen hat. Der Herbst wiederum steht auch schon vor der Tür, mit raschelndem Laub unter den Füßen, ein paar Kastanien in der Tasche und dieser ganz besonderen Luft, die uns zuflüstert:
Es verändert sich etwas.
Morgen erreichen wir die Tagundnachtgleiche und damit jenen besonderen Moment im Jahreskreis, an dem Licht und Dunkelheit für einen Augenblick ins Gleichgewicht kommen.
Vielleicht müssen wir daraus gar nichts Großes machen.
Vielleicht dürfen wir heute einfach einmal schauen:
Was ist in MIR aus dem Gleichgewicht geraten?
Wo gebe ich mehr, als mir guttut?
Wo halte ich noch etwas fest, obwohl das Leben längst leise daran zieht?
Wo renne ich einer Antwort hinterher, obwohl meine Seele vielleicht gerade lieber mit einer Tasse Tee auf der Bank sitzen und ein bisschen in die Gegend schauen würde? ☕🍁
Wir leben in einer Zeit, in der uns ständig vermittelt wird, wir müssten noch etwas tun.
Heilen.
Loslassen.
Aufarbeiten.
Transformieren.
Manifestieren.
Schwingung erhöhen.
Und am besten bitte alles noch vor dem Aufstehen.😉
Aber vielleicht besteht Entwicklung manchmal gerade darin, für einen Moment nichts an uns reparieren zu wollen.
Einfach da zu sein.
Zu atmen.
Zu fühlen.
Und wahrzunehmen, was von selbst stiller wird, wenn wir aufhören, daran zu ziehen.
Der Herbst macht es uns jedes Jahr vor.
Kein Baum veranstaltet ein Seminar darüber, wie man ein Blatt loslässt.
Er lässt es einfach fallen, wenn seine Zeit gekommen ist.
Und vielleicht dürfen auch wir darauf vertrauen, dass manches gehen wird, sobald wir wirklich bereit dafür sind.
Nicht mit Gewalt.
Nicht aus Angst.
Nicht weil irgendeine Stimme sagt, dass wir „endlich loslassen müssen“.
Sondern weil wir irgendwann spüren:
Ich brauche das nicht mehr.
Und dann wird plötzlich Platz.
Für etwas Neues?
Vielleicht.
Aber vielleicht muss dieser Platz auch gar nicht sofort wieder gefüllt werden.
Vielleicht darf er einfach eine Weile frei bleiben.
Denn zwischen dem, was war, und dem, was werden möchte, liegt manchmal dieser kostbare kleine Raum, in dem wir uns selbst wieder begegnen.
Heute müssen wir also noch nicht wissen, wohin die Reise geht.
Wir dürfen ein wenig langsamer werden.
Die Luft riechen.
Den Himmel anschauen.
Vielleicht die erste Kastanie aufheben.
Und uns daran erinnern:
Auch wenn sich im Außen vieles verschiebt, gibt es in uns einen Ort, der nicht mit jedem Windstoß umfällt.
Dorthin dürfen wir heute zurückkehren.
Nicht höher.
Nicht weiter.
Nicht schneller.
Einfach mehr zu uns.
Und wenn dabei ein bisschen Herbstsonne durchs Fenster fällt, umso schöner. 🍂☀️
Kommt gut durch diesen Dienstag, ihr Lieben.
Und denkt daran:
Wir müssen heute weder die Welt retten noch sämtliche Geheimnisse des Universums entschlüsseln.
Vielleicht reicht es vollkommen, wenn wir unseren Kaffee nicht kalt werden lassen, einmal tief durchatmen und dem Leben sagen:
Ich bin da. Mal sehen, was du heute für mich hast. ❤️
Von Herzen
Rosi / Es Ist Alles Da

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