Bald ist Tagundnachtgleiche: 50 % Licht, 50 % Dunkelheit. Tag und Nacht begegnen sich auf Augenhöhe … wenigstens annähernd. Mutter Erde kann eben Work-Light-Balance. 😉🍂
Zweimal im Jahr, im März und im September, überquert die Sonne den Himmelsäquator. Für einen kurzen kosmischen Augenblick ist keine Erdhalbkugel dem Licht stärker zugeneigt als die andere und Tag und Nacht sind nahezu gleich lang.
Dabei geschieht die Tagundnachtgleiche auf der ganzen Erde gleichzeitig … und erzählt doch zwei verschiedene Geschichten: Wenn wir auf der Nordhalbkugel im September die Schwelle zum Herbst überschreiten und uns der dunkleren Jahreshälfte zuwenden, beginnt auf der Südhalbkugel der Frühling und damit der Weg ins zunehmende Licht. Im März tauschen wir die Rollen.
So erinnert uns die Tagundnachtgleiche auch daran: Licht und Dunkel sind keine Gegensätze, von denen einer gewinnen muss. Während auf der einen Hälfte der Erde das Licht schwindet, kehrt es auf der anderen zurück. Alles ist Bewegung, Wandel und ein ewiges Hin und Her im großen Jahreskreis.
Und was wäre ein Schwellenfest ohne Feuer? 🔥
Streng genommen feiern wir zur Tagundnachtgleiche kein Sonnwendfest … denn die Sonnenwenden liegen im Juni und Dezember. Doch auch zur herbstlichen Schwelle gehört das Feuer seit Langem zu unseren kraftvollsten Bildern und Ritualen.
Wenn draußen das Licht von Tag zu Tag weniger wird, entzünden wir ein Feuer und erinnern uns daran, dass das Licht nicht einfach verschwindet. Wir tragen es weiter … in unseren Häusern, in unseren Herzen und miteinander.
Ein Herbstfeuer kann zugleich Dankfeuer und Wandlungsfeuer sein: Wir danken für das, was gewachsen und gereift ist, und dürfen symbolisch dem Feuer übergeben, was seinen Dienst getan hat und nicht mit uns in die dunkle Jahreshälfte wandern muss.
Für mich ist eine der schönsten Botschaften dieser Zeit: Wir müssen die Dunkelheit nicht vertreiben. Wir dürfen ihr entgegengehen … mit einem kleinen Licht in der Hand. 🔥🍂
Lass dein Licht leuchten.




