Meine Schatten haben keinerlei Macht mehr über mich. Erst jetzt erkenne ich hinter den langsam lichter werdenden Nebelschwaden des bleiernen Vergessens, dass die Dunkelheit niemals die vorgegaukelte Illusion von Macht besaß … in meiner tiefsten Verzweiflung gab ich sie ab, verließ mein Licht und vergaß die Liebe, die ich bin.
Ich verrat aus lauter Ohnmacht und Pein das Wesen, das ich bin.
Ich wurde zu einer immer während Flüchtenden, ohne Unterlass und Halt, … zu dem Moment, wo mich der Schatten flehend einholte.
Die Arme der Dunkelheit umschlossen mich fest und entfesselten all die tief verdrängten Gefühle längst vergrabener Zeiten. Es war die Angst, die Ohnmacht, das Leid, der Verrat, die Traurigkeit, die Verzweiflung, der Geruch vom Tod, die Erstarrung und der tiefste Schmerz , die in der gefühlten Vernichtung mündeten, die mir in den Stunden der Nacht die Luft zum Atmen nahmen und gleichsam eine nie geahnte Freiheit schenkten, weil ich MICH spürte … das einst Eingeschlossene frei gab und endlich fühlte.
Es war der Moment, wo das Licht den Schatten küsste, der Augenblick, wo die Angst erkannte, dass sie die Liebe ist, … weil Liebe alles ist.
Bildquelle: pixabay
Text: Yvonne Fitzner
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