Mit Arthos durch das Jahr, Tagesbotschaft 17. Juli

Heute ist ein guter Tag, um achtsam mit deinen Gedanken umzugehen. Gedanken sind die Ursache deiner Erfahrungen, und deine Erfahrungen sind das, was du als dein Leben bezeichnest. Wenn dein Leben nicht dem entspricht, was du willst, dann liegt das daran, dass nicht du deine Gedanken beherrschst, sondern sie dich. Und dann hat das, was du willst, nichts mit dir zu tun, sondern nur mit dem, für den du dich hältst. Das heisst: Dein Leben wird von etwas gestaltet, das du gar nicht bist, und das Ergebnis ist etwas, das nicht zu dir gehört.

Die Frage, die du dir stellen solltest, lautet: Wer beherrscht wen? Aus deinen Gedanken entstehen Gefühle, Wünsche und Handlungen, und wenn deine Gedanken dich beherrschen, dann zeigen sie dir all das, was du nicht willst, und das, was du nicht willst, ist das, was du nicht bist. Du erfährst dann sozusagen das, was nicht zu dir gehört, weil dich etwas beherrscht, was du gar nicht bist.

Um es ganz klar zu formulieren: Entweder dein wahres Selbst, die Seele, herrscht über deine Gedanken, und dann bist du frei, denn deine Gedanken binden dich dann nicht an das, was nicht zu dem gehört, was du wirklich bist. Oder dein falsches Selbst, das materielle Ego, herrscht über deine Gedanken, und dann beherrschen seine Gedanken dich, da du dich nicht mit der Seele identifizierst, sondern mit dem materiellen Selbst. Als Folge bist du unfrei, denn nicht du bestimmst dann über dein Leben, sondern deine Gedanken, über die das falsche Selbst bestimmt.

Das materielle Selbst ist Teil der materiellen Welt. Du erfährst die materielle Welt in einem materiellen Körper. Das alles ist real. Die Erfahrungen sind real, dein Körper ist real, und die materielle Welt ist real. Real heisst aber nicht, dass du das bist, sondern nur, dass es da ist. Es existiert, so wie du existierst. Dein materielles Ich bin das und Das ist meins, was zusammen dein falsches Selbst repräsentiert, existiert, und es möchte die Materie beherrschen und kontrollieren, um sie zu geniessen.

Dieses materielle Selbst ist aber nicht, was du wirklich bist. Es ist nichts weiter, als eine falsche Identifikation, die auf dem Irrtum beruht, du wärst das mit den physischen Sinnen Wahrnehmbare. Das, was du wirklich bist, können deine physischen Sinne nicht wahrnehmen. Für das falsche Ego existiert die Seele nicht, ausser als etwas, das ihm gehört, was es also zu besitzen glaubt. Das angebliche Leben des falschen Egos ist auf Besitzen, Beherrschen und Geniessen ausgerichtet. Es kennt nichts anderes, und es kann nichts anderes.

Es ist Teil der materiellen Welt, und es wird diese materielle Welt niemals verlassen, nicht einmal mit seinem Tod, denn dann kehren seine grobstofflichen Elemente wieder in den Pool aller grobstofflichen Elemente zurück, wohingegen das Feinstoffliche an die Stofflichkeit gebunden bleibt. Mit anderen Worten: Alles was zur materiellen Welt gehört, verbleibt auch in der materiellen Welt.

Das Leben selbst jedoch ist ebenso wie die Seele nicht materiell. Leben ist kein Ding, und Leben kommt nicht von Dingen. Weder ein Atom noch eine Verbindung von Atomen kann Leben erzeugen. Leben entsteht nicht aus der Erde, dem Wasser, dem Feuer, der Luft oder dem Äther, und auch nicht aus dem Geist, der Intelligenz oder dem falschen Ego. Du entstehst nicht aus grob- oder feinstofflichen Elementen, und du bestehst auch nicht aus grob- oder feinstofflichen Elementen. Du bestehst aus spiritueller Energie. Sie ist das Leben, und sie bildet das Lebewesen, das du bist, und das sich des Lebens bewusst ist.

Ich bin bedeutet: Du bist Bewusstsein. Nicht mehr und nicht weniger. Das Bewusstsein entspringt der spirituellen Energie Gottes, der sowohl Quelle als auch letztendlicher Besitzer des Bewusstseins ist. Das wiederum bedeutet: Dein individuelles Bewusstsein gehört dir nicht. Wie kann dir, der du nur ein winziges individuelles Fragment dessen, was du zu besitzen glaubst, bist, etwas gehören, was nicht dir entspringt? Es ist nur das falsche Selbst, das alles besitzen, beherrschen und geniessen will. Das wahre Selbst ist – und das ist das grösstmögliche Paradoxon – selbstlos.

Da die meisten Menschen sich jedoch aufgrund der Identifikation mit dem falschen Selbst für etwas halten, das sie nicht sind, dieses Etwas als das vom Rest getrennte Ganze betrachten, dem falschen Selbst und seinen Gedanken nicht nur vertrauen, sondern blind glauben, sind sie sehr unachtsam mit ihren Gedanken und konsumieren sie, ohne darüber zu wachen, ob diese Gedanken wahr, angemessen und nötig sind. Und so werden sie zu Gedankenfabriken, die mit sinnlosen Produkten das eigene wie das Umfeld aller vergiften.

Wenn du dir bewusst machst, dass jeder Gedanke eine Kraft darstellt, die die Eigenschaft hat, sich zu verwirklichen, wäre es dann nicht angebracht, sehr sorgfältig mit dieser Kraft umzugehen?

Gedanken, die immer wieder gedacht werden, bilden Elementale: Informationsfelder, die nur aus einem einzigen Gedanken bestehen, und die bei jedem erneuten Denken dieses Gedankens mental und emotional gefüttert werden. Dadurch wächst ihre Form. Wenn diese dann für ihren Zweck genug Energie erhalten hat und sozusagen nicht nur gross genug, sondern vollständig ausgereift ist, wird sie zu einem Schatten, der sich in deinem Mentalkörper einnisten und von dort aus weiter ausbreiten kann, um nicht nur immer mehr gefüttert zu werden, sondern auch um deine Gedanken zu übernehmen, damit die in ihm enthaltene negative Information verwirklicht wird.

Und so gibt es viele Menschen, die von ihren eigenen wie fremden Elementalen besetzt sind. Eine derartige Besetzung wird nicht als Solche erkannt, da der Denker denkt, er wäre frei in seinem Denken. Das ist er aber nicht, denn das von ihm erschaffene Elemental hat einen mentalen Teil seines feinstofflichen Körpers übernommen und herrscht über die Intelligenz, indem er sie unterbindet. Es arbeitet gewissermassen mit dem falschen Selbst Hand in Hand.

Daher ist es essenziell, dich nicht nur regelmäßig zu reinigen, sondern auch jeden einzelnen deiner Gedanken zu hinterfragen. Unterscheide zwischen freundlichen hilfreichen und feindlichen zerstörerischen Gedanken und hole dir so die Kontrolle über die Produktion zurück. Achte darauf, dass du sinnvolle Gedankenprodukte fabrizierst, die dir und dem Leben dienen. Lerne, deine Gedanken zu beherrschen. Nur dann kannst du dich wieder mit der Seele identifizieren, die du wirklich bist, um alles, was du nicht bist, hinter dir zu lassen.

ICH BIN wieder der Chef meiner Gedankenfabrik.

Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie für uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Überwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gītā und im Śrīmad-Bhāgavatam verkündet wird.

Bild von Ralph Klein auf Pixabay

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