Erlaube dir, glücklich zu sein. Oder: Wie läuft man auf Sonnenschein?
Isabelle: Was so ein Spaziergang im Wald doch bewirkt … Seit Wochen hab ich endlich wieder gutes Netz!
Merlin: Ich dachte schon, ich bekomme gar keine Verbindung mehr. Es war quasi immer nur der AB dran bei dir.
Isabelle: Na ja, harte Zeiten, weißte ja.
Es trötet auf einmal sehr laut neben mir und Merlin ruft: Falsch!
Isabelle: Sag mal …! Ich seh schon schlecht. Wenn ich auch noch taub werde, haben wir ein Problem.
Merlin: Hör auf zu jammern. Das darfst du dir auch gern als persönliche Überschrift über die Woche schreiben.
Isabelle: Ich denke, wir finden noch was Besseres. Was Charmanteres …
Merlin: Heute geht es darum, warum ihr immer noch in alten 3D-Mustern festhängt wie ein zappelnder Fisch im Netz, obwohl das Neue schon da ist. Ihr könntet euch in der Sonne aalen, stattdessen hockt ihr noch in einer klammen, dunklen Ecke herum.
Isabelle: Heute bist du wirklich nicht charmant.
Merlin: Ganz bewusst, um dich wachzurütteln. Das geht besonders gut mit Musik, und da können wir direkt unsere kleine Tradition fortsetzen und die Playlist erweitern um „Walking on Sunshine“ von Katrina & The Waves. 🙂

Merlin: (singt) I’m walking on sunshine … and don’t it feel good?! 🙂
Es ist Zeit, sich endlich wieder gut zu fühlen! Ohne Wenn und Aber. Ohne Einschränkungen. Einfach nur GUT!
Übrigens: Wie läuft es sich denn auf Sonnenschein? 😉
Isabelle: Gute Frage … Man hat warme Füße?
Merlin (schmunzelt): Bestimmt.
Isabelle: Man sieht den Weg besser? Ist super ausgeleuchtet?
Merlin: Wärmer …
Isabelle: Ah! Es ist der Weg im Licht.
Merlin: Bingo. Geht im Sonnenschein spazieren, lasst es euch gutgehen, wandelt im Licht. It’s time to feel good!
Isabelle: Es ist schon komisch, dass wir das nicht automatisch und direkt machen. Stattdessen muss man uns ständig daran erinnern.
Merlin: Das ist schon verständlich. Es ist wie bei einem Kind, das in extremer Armut aufwächst, streng erzogen und ständig gemaßregelt oder sogar bestraft wird, wenn es aus seinem engen Korsett ausbrechen will. Das setzt sich fort bis ins hohe Alter, und der Mensch hat sich daran gewöhnt, sich arrangiert, es fällt ihm gar nicht mehr auf, wie eng und karg sein Leben ist.
Und dann … ist plötzlich alles anders: Ihm steht die Tür offen zu einem Leben in Wohlstand, Luxus, Sorglosigkeit, Leichtigkeit, mit allen Annehmlichkeiten, die er sich vorstellen kann, und mit denen, von denen er noch nicht mal eine Vorstellung hatte.
Was meinst du, wie er reagieren wird? Rennt er freudig jauchzend ins neue Leben und schlägt die Tür zum alten einfach hinter sich zu? Oder steht er unschlüssig an der Schwelle? Oder dreht er gar wieder um und geht zurück ins Alte, Gewohnte?
Isabelle: Ich hab’s verstanden: Man muss ein bisschen Geduld mit sich haben und die Fäden zum Alten geduldig kappen.
Merlin: Es ist kein Fehler, macht euch das klar. Ihr verhaltet euch nicht verkehrt oder verliert Zeit, was ohnehin nicht möglich ist. 😉 Ihr habt sehr lange gekämpft und umklammert daher einfach aus Gewohnheit immer noch das Schwert. Aber, ich habe es schon einmal gesagt: Der Kampf ist vorbei. Ihr könnt das Schwert ablegen, lasst es los, ihr braucht es nicht mehr.
Alles ist gut.
Mehr noch: Alles ist perfekt.
Isabelle: Eine vollmundige Aussage. 🙂
Merlin (strahlt): Sie stimmt aber trotzdem! 🙂
It’s time to feel good! (Swingt leicht)
Egal, was dich noch blockiert und von der Leichtigkeit abhält, es geht immer nur um ein Zulassen. Um deine Erlaubnis an dich, endlich wieder rundum glücklich sein zu dürfen. Niemand sonst kann dir das erlauben. Nur du.
Aber es wird mit jedem Tag leichter für euch, das Neue, das Leichte und Freudvolle zuzulassen und es als echt zu akzeptieren.
Meine Bitte an euch: Erlaubt es euch, glücklich zu sein.
Isabelle: Da klingelt was. Sehr laut.
Merlin: Ihr müsst euch ein Leben im Sonnenschein nicht verdienen. Es stand euch immer zu.
Ihr müsst es nicht erst erreichen. Es ist schon da.
Ihr müsst nur eines: Erlaubt es euch.
Isabelle: Klingt einfach, aber zumindest bei mir fühle ich noch Widerstand.
Merlin: Aber genau dieser Widerstand löst sich nun. Jeden Tag ein bisschen mehr. Er bröckelt wie ein alter Keks. Bis nichts mehr davon übrig ist. Weil …?
Isabelle: Weil ich es mir erlaube.
Merlin: Genau. Und weil eure Seelen immer mehr Raum einnehmen. Eure Seelen, die über alte Ängste, Schuldgefühle und Co. nur müde lachen. Und die sich nicht mit ein paar Brotkrumen zufriedengeben!
Aber auch für euch wird es leicht. Die Zeit ist eine andere. In letzter Zeit schwangen plötzlich die Kerkertüren auf, die schweren Ketten an euren Händen und Füßen fielen rasselnd zu Boden. Licht fiel in den dunklen Gang vor dem Kerker …
Ihr habt noch geblinzelt … Es war fast zu hell, ihr wart so lange in Dunkelheit gefangen. Aber ihr habt euch erinnert … an das Licht … an das Wahre, das Echte, das Schöne … und ihr wolltet unbedingt wieder ins Licht.
Also habt ihr euch, noch etwas steif, die klammen Treppen hochgeschleppt. Es war mühsam, aber die ersten Sonnenstrahlen streichelten schon warm eure Finger. Ihr seid weitergegangen …
Ihr steht noch auf der Treppe. Allerdings schon auf der letzten Stufe, die Sonne scheint euch jetzt voll ins Gesicht.
Geht den letzen Schritt. Ihr seid wieder frei.
Isabelle: So ein drastisches Bild?
Merlin: Fandest du die Mission hier etwa angenehm?
Isabelle: Gott, nein! 🙂 Stimmt schon, wenn man zurückblickt …
Merlin: Schaut noch einmal zurück. Aber nicht, um alles noch mal zu durchleben und wieder in alten Wunden zu stochern, bis sie bluten. Sondern mit unendlich viel Stolz, weil ihr nicht aufgegeben habt. Und dann schaut konsequent nach vorne, es lohnt sich … Euer Leben wird weit besser als großartig! Freut euch unbändig darauf!
Isabelle: Seit ein paar Tagen habe ich wirklich das Gefühl, als würden schwere Gewichte von mir abfallen.
Merlin: Anders: Du lässt sie endlich los. Du hast sie die ganze Zeit getragen.
Isabelle: Warum?
Merlin: Ja … warum nur?! (Lacht) Weil du, wie viele andere auch, eine Angst, Schuld, Blockaden oder Ähnliches benutzt hast, um sicher nach Hause zu finden.
Isabelle: Ein ganz schöner Umweg, oder?
Merlin: Nein, eine clevere Methode.
Du kannst es dir so vorstellen: Links stehst du, rechts ist die Tür zur Schatzkammer, in der alle Wunder und Herrlichkeiten deines wahren Wesens liegen. Aber zwischen dir und der Tür steht wie ein bulliger Türsteher deine Angst. Dein Schuldkomplex. Der dir den Zutritt bisher sicher verwehrt hat.
Doch wie sieht es heute aus?
Lässt du dich noch abweisen vom Türsteher?
Lässt du dich noch einschüchtern von ihm?
Traust du dich immer noch nicht an ihm vorbei?
Oder erkennst du, dass er dir eigentlich nie etwas Böses wollte … Im Gegenteil. Er hat eigentlich nicht die Tür oder das, was dahinter liegt, beschützt. Er hat dir geholfen.
Isabelle: Wie das? Indem er mich fast in den Wahnsinn getrieben hat?!
Merlin: Er hat dir geholfen, zurück nach Hause zu finden. Du hast dich in diesem Leben bewusst weit von deinem Kern entfernt. Aber jedes Mal, wenn du deinem Türsteher Angst begegnet bist, hatte er eine Lektion für dich, die dich wieder näher zu dir selbst geführt hat. Und die ihn, hattest du die Lektion bestanden, jedes Mal einen Schritt zur Seite hat rücken lassen.
Mittlerweile lehnt er nur noch grinsend neben der offenen Tür und winkt dich hinein. Und neben dir steht im Übrigen deine Seele, die dich am liebsten mit Schwung über die Schwelle ziehen würde. 🙂
Isabelle: Ich merke wirklich, wie ich endlich auch unbedingt in diese Schatzkammer will. Ich will endlich, endlich wieder zurückhaben, was mir so lange gefehlt hat!
Merlin: Kein Wunder. Dort drinnen liegen deine wahre Stärke. All deine Macht. Alles da, greif zu! 🙂
Es war ein langer Weg nach Hause. Aber ihr seid angekommen. Ihr steht schon vor der offenen Tür. Tretet ein und kehrt heim.
Der Weg nach Hause war immer der Weg zurück zu euch selbst. Und jetzt seid ihr wieder bei euch, habt euch wiedergefunden.
Isabelle: Willkommen zu Hause!
Merlin: Und es ist ein schönes Zuhause! Ich habe es schon einmal gesagt: Wenn ihr euch mit meinen Augen sehen könntet, wäret ihr geblendet von eurer Herrlichkeit. Ihr seid atemberaubend schöne Lichter, die immer heller leuchten. In Farben, die man so schon sehr lange nicht mehr gesehen hat auf der Erde.
Das seid ihr.
Seht euch nur einen Moment lang mit meinen Augen … Ich versichere euch: Ihr übertrefft all eure Erwartungen!
Es wird mit jedem Tag leichter, die Energien arbeiten für euch. Licht erkennt Licht, Licht verbindet sich mit Licht und leuchtet noch heller.
Sicher, es können immer noch alte Muster hochfahren. Aber erkennt sie als das, was sie sind. Hohle Bilder, schon vergilbt. Ihr aber seid neu.
Und das Neue um euch herum ist ebenfalls schon da. Es wartet auf euch, mit offenen Armen. Geht darauf zu, wann immer ihr wollt.
Isabelle: Walking on sunshine …
Merlin: Walking on sunshine. 🙂 Die Zeit der Kerker ist vorbei. Geht den letzten Schritt ins Licht. In ein brandneues Leben.
Wir sehen uns dort.
In tiefer Liebe. Merlin.