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Warum will nicht jeder Frieden? Wir träumen von einer schöneren Welt – mehr Verbindung, mehr Menschlichkeit, mehr Ruhe. Aber was, wenn genau das für manche Menschen kaum auszuhalten ist?
In diesem Video sprechen wir darüber, warum Macht manchmal wie Erleichterung wirkt, warum Trennung verführerisch sein kann und warum nicht jeder automatisch in eine neue Welt gehen möchte.
Kein Schwarz-Weiß.
Keine Schuld.
Sondern ein anderer Blick auf das, was gerade sichtbar wird – im Außen und in uns selbst.
Ich bin gespannt, was du dazu denkst. Schreib es mir in die Kommentare.
Hinweis: Alle weiterführenden Informationen, Verlinkungen, Empfehlungen sowie eventuelle Angebote der von Silvie Meierova im Video genannten Informationen sind ausschließlich über die Originalquelle abrufbar.
Bitte nutze dafür den hier angegebenen Originallink zum Video: https://www.youtube.com/@silviemeierova8810
© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de / Aufzeichnung noch nicht verfügbar

Niemand geht verloren
In diesen Zeiten werden wir beinahe täglich mit Nachrichten und Entwicklungen konfrontiert, die uns erschüttern. Vieles, was lange verborgen war, kommt ans Licht. Wir sehen die Schattenseiten des Menschseins, erfahren von Gewalt, Missbrauch und Machtmissbrauch und fragen uns manchmal voller Fassungslosigkeit, wie Menschen anderen Menschen so viel Leid zufügen können.
Vielleicht ist es gerade jetzt wichtig, nicht nur nach außen zu schauen, sondern auch tiefer zu blicken. Denn hinter aller Härte, hinter jedem Streben nach Macht und Kontrolle und hinter jedem Versuch, andere zu beherrschen, liegt oft etwas, das wir alle kennen: Angst. Die Angst, verletzlich zu sein. Die Angst, nicht genug zu sein. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren.
Wenn ein Mensch vergisst, wer er in seinem tiefsten Wesen wirklich ist, wenn er sich nur noch mit seiner Persönlichkeit, seinem Körper und seinem Überlebenskampf identifiziert, kann eine immer größere Trennung entstehen. Eine Trennung vom eigenen Herzen, von der eigenen Menschlichkeit und letztlich auch von der Verbundenheit mit allem Leben. Je größer diese Trennung wird, desto mehr versucht der Mensch, die innere Leere durch Macht, Kontrolle oder äußere Bestätigung zu füllen. Doch der Preis dafür ist hoch. Denn wer sich von seinem Herzen trennt, trennt sich letztlich von sich selbst.
Und dennoch geschieht hier etwas Erstaunliches. Trotz all der Herausforderungen, trotz all der Extreme, die das Menschsein mit sich bringt, bleibt die überwiegende Mehrheit der Menschen ihrem Herzen verbunden. Immer mehr Menschen erinnern sich daran, wer sie wirklich sind. Immer mehr Menschen sind bereit, sich ihren eigenen Wunden zuzuwenden, statt sie zu verdrängen. Und genau darin liegt das eigentliche Erwachen.
Erwachen bedeutet nicht, immer glücklich zu sein oder nur noch Licht und Liebe zu empfinden. Erwachen bedeutet Wahrhaftigkeit. Es bedeutet, sich selbst wieder ganz anzunehmen. Die eigenen Stärken ebenso wie die eigene Verletzlichkeit. Die Freude ebenso wie den Schmerz. Die Lichtseiten ebenso wie jene Anteile, die wir vielleicht lange verborgen haben.
Denn das, was wir tief in uns weggeschoben haben, möchte nicht bestraft werden. Es möchte gesehen werden. Es möchte nach Hause kommen.
Je mehr wir bereit sind, uns selbst mit Mitgefühl zu begegnen, desto mehr erwacht unsere natürliche Empathie. Dann wird es immer schwerer, andere zu verletzen, weil wir spüren, dass wir miteinander verbunden sind. Aus dieser Verbundenheit heraus entsteht eine neue Menschlichkeit – nicht, weil wir perfekt werden, sondern weil wir wieder ganz werden.
Und vielleicht ist genau das die größte Hoffnung unserer Zeit: Dass niemand für immer verloren ist. Dass hinter jeder Verirrung noch immer ein Funke des Lichtes lebt. Dass selbst nach langen Wegen durch Dunkelheit die Erinnerung an das eigene wahre Wesen wieder erwachen kann.
Wir Menschen sind nicht dazu bestimmt, in Trennung zu leben. In unserem tiefsten Kern sind wir liebevolle Wesen. Vielleicht gleichen wir Diamanten, die unter großem Druck entstanden sind. Gerade durch die Herausforderungen des Lebens entwickeln wir Mitgefühl, Weisheit und die Fähigkeit, immer wieder aufzustehen.
Und wenn wir beginnen, uns selbst mit all unseren menschlichen Seiten anzunehmen, geschieht etwas Wunderbares. Eine tiefe Ruhe kehrt ein. Ein Frieden, der nicht davon abhängt, dass im Außen alles perfekt ist. Ein Frieden, der aus der Versöhnung mit uns selbst entsteht.
Vielleicht geht es in dieser Zeit nicht darum, perfekte Menschen zu werden.
Vielleicht geht es darum, wieder ganze Menschen zu werden.
Und uns daran zu erinnern, dass Liebe niemals verloren geht – und dass auch kein Mensch jemals endgültig verloren ist.