Geliebte Familie des Lichts,
heute vor zehn Jahren, im Jahr 2016, habe ich eine Erinnerung geteilt, in der es um vorschnelle Annahmen, verborgene Kämpfe, Selbstheilung und unser Einssein ging.
Die Essenz dieser Botschaft ist heute noch genauso wahr:
GEH NIEMALS DAVON AUS, DASS DU DIE GANZE GESCHICHTE EINES ANDEREN MENSCHEN KENNST.
Jeder Mensch trägt Kapitel in sich, die wir nicht gelesen haben.
Was von außen vielleicht unbedeutend erscheint, kann eine uralte Wunde berühren, ein bereits erschöpftes Nervensystem überfordern oder zu jener letzten Belastung werden, die ein Herz kaum noch tragen kann, weil es längst viel mehr mit sich herumträgt, als für andere sichtbar ist.
Das macht keine Seele schwächer, jünger oder weniger entwickelt.
Es erinnert uns lediglich daran, dass jede Seele dem Leben mit ihrer eigenen Geschichte begegnet, mit ihrer eigenen Sensibilität, ihrer ganz persönlichen Unterstützung und in ihrer jeweiligen Phase des Werdens.
Deshalb:
HALTE INNE, BEVOR DU URTEILST.
HÖRE ZU, BEVOR DU JEMANDEM EIN ETIKETT GIBST.
FRAGE NACH, BEVOR DU ETWAS VORAUSSETZT.
LASS MITGEFÜHL DEINEN WEG BESTIMMEN.
Doch Mitgefühl bedeutet nicht, dass du deine Unterscheidungskraft aufgeben musst.
Mitgefühl verlangt nicht von dir, schlechte Behandlung hinzunehmen, verletzendes Verhalten zu entschuldigen oder die inneren Kämpfe eines anderen Menschen für ihn zu tragen.
Jeder von uns trägt die Verantwortung dafür, sich um das Universum im eigenen Inneren zu kümmern.
Begegne deinen Wunden ehrlich.
Setz dich zu deinen Schatten, ohne sie zu verurteilen.
Erlaube deiner Seele, dich zu den Heilern, Lehrern, Wegbegleitern und Engeln zu führen, die dich wirklich dabei unterstützen, dich wieder daran zu erinnern, wer DU bist.
Und verstehe dabei eines:
Heilung ist keine Ziellinie, die du erst überqueren musst, bevor du würdig bist, anderen zu dienen.
Wir können anderen dienen, während wir selbst noch heilen.
Solange wir aus unserem Dienen kein Retten machen.
Solange wir unseren eigenen Schmerz nicht zur Autorität über andere erheben.
Und solange wir keinen anderen Menschen zu einem Ort machen, an dem wir uns vor unserer eigenen inneren Arbeit verstecken.
Wahrer Dienst entsteht nicht aus der Überzeugung, das Leben gemeistert zu haben.
Wahrer Dienst entsteht aus Demut.
Er entsteht dort, wo du neben einem anderen Menschen stehen kannst, ohne dich über ihn zu stellen.
Wo du teilen kannst, was dir selbst geholfen hat, ohne daraus abzuleiten, dass sein Weg genauso aussehen muss wie deiner.
Wo du den Schmerz eines anderen achten kannst, ohne ihn zu deiner Identität oder zu deiner Verantwortung zu machen.
Wo du dein Licht schenken kannst, ohne bestimmen zu wollen, wohin die Reise eines anderen Menschen führen muss.
Und je tiefer sich unser Bewusstsein entfaltet, desto mehr erinnern wir uns:
Der Baum.
Der Vogel.
Die Blume.
Der Ozean.
Der See.
Der Berg.
Der Fremde.
Der geliebte Mensch.
Und
DU.
Ihr alle seid Ausdruck desselben heiligen Lebens.
Doch Einssein bedeutet nicht, dass unsere Unterschiede, unsere Grenzen oder unsere Eigenverantwortung verschwinden.
Einssein lehrt uns vielmehr, diese Unterschiede zu achten und dabei niemals zu vergessen, wie tief wir miteinander verbunden sind.
Im Leben geht es nicht nur darum, jeden Kampf zu überstehen.
Es geht darum, in dem Leben, das dir geschenkt wurde, vollkommen GEGENWÄRTIG zu werden.
Es geht ums Leben.
Es geht ums Lieben.
Und es geht darum, der Liebe zu erlauben, immer mehr zu der Kraft zu werden, aus der heraus du zuhörst.
Aus der heraus du unterscheidest.
Aus der heraus du heilst.
Aus der heraus du deinen inneren Frieden schützt.
Und aus der heraus du andere auf ihrem Weg begleitest.
Das ist unser göttliches Recht auf Leben:
Bewusst zu leben.
Mutig zu lieben.
Mitfühlend zu bleiben.
Und in uns selbst zu einem sicheren und souveränen Ort zu werden, aus dem heraus unser Licht wahrhaftig dem großen Ganzen dienen kann.
Ich liebe dich.
Ich liebe euch alle, so wie ich mich selbst liebe.
Frei.
Ehrlich.
Souverän.
Und bedingungslos.
Om Shanti Om – Friede sei mit dir. Tiefer innerer und äußerer Frieden.
Namasté – Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.
Sat Nam – „Wahre Identität“ oder „Die Wahrheit ist mein Wesen“.
Soother of Souls – Tröster der Seelen oder Begleiter der Seelen.
© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de
