Vertraue deiner eigenen inneren Wahrheit. Nicky Hamid

Manchmal hören wir etwas von einem Menschen, dem wir besondere Erfahrung, Weisheit oder spirituelle Erkenntnis zuschreiben, und trotzdem fühlt sich das Gesagte in uns nicht stimmig an. Genau daraus können Verunsicherung und Zweifel an der eigenen Wahrnehmung entstehen.

Doch nur weil jemand scheinbar mehr weiß oder einen anderen Bewusstseinsweg gegangen ist, bedeutet das nicht, dass seine Wahrheit auch deine sein muss.

Nimm auf, was mit dir in Resonanz geht. Was sich für dich nicht stimmig anfühlt, darfst du beiseitelegen. Du musst es weder ablehnen noch bekämpfen. Vielleicht erhält es irgendwann eine Bedeutung für dich, vielleicht auch nicht.

Unser Weg führt uns immer tiefer zu unserem eigenen inneren Wissen. Je mehr wir lernen, dieser Führung zu vertrauen, desto deutlicher erkennen wir auch unsere Einzigartigkeit. Das Leben führt jeden Menschen auf andere Weise zu den Erfahrungen und Erkenntnissen, die das eigene Bewusstsein erweitern.

Vielleicht müssen wir deshalb auch nicht jede spirituelle Vorstellung in richtig oder falsch einteilen. Viel hilfreicher ist die Frage:

Dient mir diese Sichtweise auf meinem jetzigen Weg? Öffnet sie etwas in mir oder entfernt sie mich von meiner eigenen Wahrheit?

Gib niemals einem anderen Menschen mehr Autorität über dein inneres Wissen als dir selbst. Ganz gleich, wie erfahren, spirituell, hellsichtig oder weise jemand erscheint.

Niemand kann deinen Weg für dich kennen.

Du bist ein einzigartiges und selbstbestimmtes Wesen. Dein Weg darf deshalb auch wirklich deiner sein. Manche Menschen werden vieles ähnlich empfinden wie du. Andere werden die Dinge vollkommen anders sehen. Gerade darin liegt ein Teil der Vielfalt unseres Menschseins.

Was für einen anderen Menschen gerade eine wichtige spirituelle Erkenntnis darstellt, muss für dich nicht dieselbe Bedeutung haben. Vielleicht beschäftigt dich etwas ganz anderes, das für deine Entwicklung wesentlich ist.

Neue Erkenntnisse können unglaublich befreiend sein. Besonders dann, wenn wir spüren, wie sich dadurch etwas tief in uns verändert. Doch letztlich entscheidet deine eigene Resonanz darüber, was du mitnimmst und was du zurücklässt.

Wie Jesus lehrte, liegt das Reich Gottes in uns.

Deshalb kehre immer wieder zu deinem eigenen Herzen zurück.

Höre hin.

Spüre.

Prüfe.

Und vertraue darauf, dass du deinen Weg nicht genauso gehen musst wie irgendjemand vor dir.

Du bist der Kapitän deiner eigenen Reise.

Und diese Reise muss nicht immer schwer und ernst sein. Bewahre dir ein leichtes Herz. Staune. Entdecke. Erlaube dir, Freude an diesem Abenteuer zu haben.

Auch Zeiten, in denen du plötzlich nicht mehr weißt, wer du eigentlich bist, gehören dazu. Alte Vorstellungen über dich lösen sich und Überzeugungen, mit denen du dich lange identifiziert hast, wollen neu betrachtet werden.

Diese scheinbare Leere ist kein Ort, den du sofort wieder füllen musst.

In ihr entsteht Raum.

Raum für eine natürlichere, unverstelltere Version deiner selbst. Raum für deine ursprüngliche Unschuld, deine eigene Wahrheit und für das, was unter all den übernommenen Vorstellungen immer schon in dir gelebt hat.

Du musst nicht herausfinden, wer andere sagen, dass du bist.

Du darfst entdecken, wer du bist, wenn all diese Stimmen stiller werden.

Deine innere Wahrheit braucht keine äußere Autorität, um wahr zu sein.

© Urheberrecht beachten. Copyright & Übersetzungsrechte erteilt von  Nicky Hamid auf Facebook

Grafik: „Wie liebevoll gehst du in deinen Gedanken mit dir selbst um?“

Vorangegangener Beitrag: