Unsichtbare Welten – Die Wirklichkeit hinter dem Sichtbaren | Armin Risi | Lesestube | QS24

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Unsichtbare Welten Der Kosmos ist multidimensional

Armin Risi beschreibt in dem Gespräch die sichtbare, materielle Welt als nur einen Teil einer größeren Wirklichkeit. Der Mensch sei ebenso wie der Kosmos multidimensional und mit feinstofflichen beziehungsweise höherdimensionalen Ebenen verbunden. Diese Vorstellung finde sich in vielen alten, religiösen und indigenen Traditionen wieder, die trotz ihrer Unterschiede davon ausgehen, dass die Wirklichkeit mehr umfasst als das physisch Sichtbare.

Der Mensch sieht, was er glaubt

Eine zentrale Aussage lautet: „Der Mensch sieht nur, was er glaubt.“ Risi meint damit, dass unser Weltbild wesentlich mitbestimmt, was wir überhaupt als möglich wahrnehmen und untersuchen. Außerkörperliche Erfahrungen, Nahtoderlebnisse, Jenseitskontakte oder andere paranormale Phänomene würden häufig vorschnell ausgeschlossen oder ausschließlich psychologisch beziehungsweise materiell erklärt.

Für die Erforschung unsichtbarer Ebenen brauche es seiner Ansicht nach andere Methoden als für die Untersuchung materieller Vorgänge. So wie man mit einem Thermometer keinen Luftdruck messen könne, könne ein ungeeignetes Instrument nicht beweisen, dass etwas nicht existiert.

Frühere Kulturen und Mysterienschulen hätten Wege gekannt, die „inneren Sinne“ zu schulen und diese Ebenen selbst zu erfahren. Auch heute gebe es Menschen, die solche Wahrnehmungen hätten. Risi verweist besonders auf nachprüfbare Jenseitskontakte als Beispiel für Erfahrungen, die seiner Auffassung nach empirisch untersucht werden können.

Wir leben bereits in unsichtbaren Informationsfeldern

Jeder Mensch sei in diese unsichtbaren Welten eingebettet, unabhängig davon, ob er daran glaubt. Risi bezeichnet sie auch als Informationsfelder, die mit Bewusstsein und Materie zusammenwirken.

Intuition und Bauchgefühl betrachtet er als alltägliche Formen dieses Zugangs. Auch die Verbindung zwischen Bewusstsein und Körper sei für ihn ein Hinweis darauf, dass Materie nicht isoliert betrachtet werden könne.

Aus dieser ganzheitlichen Perspektive sei Bewusstsein nicht lediglich ein Produkt des Gehirns. Der Mensch sei ein geistiges Wesen, eingebettet in einen spirituellen Urgrund.

Was geschieht, wenn wir das Unsichtbare ausblenden?

Nach Risis Auffassung verlieren Menschen dadurch einen wesentlichen Zugang zum Sinn ihres Lebens. Sinnleere, Depression, Fanatismus und gesellschaftliche Konflikte sieht er auch als Folgen einer materialistisch verengten Weltsicht.

Dabei spricht er ebenfalls von lichtvollen und von der Quelle getrennten unsichtbaren Kräften beziehungsweise Intelligenzen. Letztere würden sich seiner Darstellung zufolge von Angst, Trauma und anderen negativen Energien nähren und Einfluss auf menschliche Konflikte nehmen.

Die Menschheit befinde sich deshalb in einem Spannungsfeld gegensätzlicher Kräfte – für ihn letztlich ein „Kampf um die Seele“ und um die Aufmerksamkeit des Menschen.

Die Trennung von der Quelle

Viele heutige Krisen führt Risi auf eine grundlegende Trennung des Menschen von der spirituellen Quelle zurück. Wer sich innerlich von der Ganzheit getrennt erlebt, gerate leichter in Mangeldenken:

Der andere besitzt etwas, das mir fehlt, also muss ich es ihm wegnehmen.

Aus der Verbindung mit der Quelle entstehe dagegen die Erkenntnis, dass grundsätzlich genug für alle vorhanden sei. Daraus könnten innerer Frieden, Vertrauen und ein anderes Miteinander wachsen.

Risi kritisiert in diesem Zusammenhang auch das materialistische Wissenschaftsverständnis. Er plädiert dafür, altes spirituelles Wissen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammenzuführen. Gerade Entwicklungen etwa in der Quantenphysik sieht er als Möglichkeit, die Wirklichkeit umfassender zu betrachten.

Was würde eine ganzheitliche Sicht verändern?

Würden wir den Menschen wieder als multidimensionales Wesen und die Erde als lebendiges Ganzes verstehen, hätte das nach Risi weitreichende Auswirkungen auf Schule, Medizin, Psychologie, Politik, Wirtschaft und unseren Umgang miteinander.

Im Mittelpunkt steht dabei die Verbundenheit:

Was ich dir antue, tue ich letztlich auch mir selbst an.

Aus einem wirklichen Empfinden dieser Verbundenheit würden Empathie und Verantwortung auf natürliche Weise entstehen. Auch von indigenen Kulturen könnten moderne Gesellschaften deshalb grundlegende menschliche Qualitäten wieder lernen.

Der Weg zurück zur Quelle

Am Ende wird Risi ganz praktisch. Der Weg beginne nicht mit großen äußeren Veränderungen, sondern beim einzelnen Menschen.

Seine Empfehlung ist erstaunlich einfach: morgens und abends etwa eine Viertelstunde bewusst in die Stille gehen. Kein Internet, keine Ablenkung, sondern Zeit für innere Ruhe und die Verbindung mit der Quelle.

Aus dieser Stille könne sich wieder zeigen, was die eigene Aufgabe ist und was im Außen tatsächlich getan werden möchte. Handeln entstehe dann weniger aus Angst, Aktivismus oder Mangeldenken, sondern aus innerer Einsicht.

Die zentrale Botschaft des Gesprächs lautet damit:

Die sichtbare Welt ist nicht die ganze Wirklichkeit. Wenn wir unseren Blick wieder für das Unsichtbare öffnen und die Verbindung zur Quelle in uns selbst pflegen, können wir Sinn, Verbundenheit und unsere eigene Aufgabe klarer erkennen – und daraus heilsamer für uns selbst und andere handeln.

© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung