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„Wahrer MUT…!“ Christine Stark

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„Wahrer MUT…!“ Christine Stark

Allgemein·31. Oktober 2026, 8:08 Uhr·6 Minuten

Liebe Leserin, lieber Leser,
heute möchte ich an einen Mann erinnern, dem für seinen großen MUT meine ganze Hochachtung gilt.

Er ist einer dieser „HELDEN“, an die Hebbel gedacht haben mag, als er sagte:

„Manche, aber wenige, sind wie STERNE.
Sie gehen eine feste Bahn.
In sich selber haben sie ihr Gesetz…“


Es ist eines meiner Lieblingszitate.

Wir alle, Sie und ich, haben dieses „Gesetz“ in unserem Herzen.

Wir, die wir uns niemals scheinbaren „Autoritäten“ gebeugt haben, folgen seit langer Zeit unserem inneren Weg-Weiser: der Stimme unseres Ge-WISSEN-s!

Ich hoffe und wünsche mir, dass mein lieber Freund, Erzengel GABRIEL, jetzt meine Worte führt und begleitet!

Denn auch, wenn ich vor langer Zeit das Leben und Wirken des Mannes, um den es heute geht, als Prüfungsthema gewählt hatte, habe ich kaum noch eine Ahnung von alledem.

Zuviel anderes, Wichtigeres, ist in all den Jahren danach in den Vordergrund getreten.

Ist halt einfach so.

Und dabei hab ich mich damals echt gut ausgekannt in all den Einzelheiten, die sein Leben so besonders gemacht haben.

„Ordentlich“, wie ich nun einmal bin, wollte ich meine Erinnerung etwas auffrischen und habe eben kurz im Internet gegoogelt…

Aber es sollte nicht sein. „Ist nicht mehr wichtig.“, wurde mir bedeutet.

Das Einzige, was wirklich zählt,

ist der unfassbare MUT, mit dem sich dieser Mann, obwohl er in seinem Kloster so sehr zur Demut angehalten worden war, damals gegen alle Autoritäten seiner Zeit stellte!

Und dabei war ihm überhaupt nicht klar, was er tat!

Er hatte schließlich nur einige „Thesen“ zur Diskussion stellen wollen. Und um Gottes Willen wollte er niemandem zu nahe treten!

Er wollte einfach nur genauer wissen, wie die gängige Lehrmeinung der Kirche zu seinen eigenen Gedanken passte – und umgekehrt:

„Konnte man die Vergebung der Sünden einfach für Geld kaufen?“

„Durften wirklich die Vertreter der Kirche mit der damals riesengroßen Angst der Menschen vor dem Fegefeuer Geschäfte machen?“

„Und konnte man sich das Wohlwollen eines zu Recht zürnenden Gottes einfach erkaufen?“

Das ist jetzt meine Kurzfassung der Thesen von damals – einfach aus dem Bauch heraus.

Und ich hoffe, dass der gute Mann, um den es heute geht, mit meinen Worten einverstanden ist!

Natürlich war er, der damals, „im finsteren Mittelalter“, zunächst nur „ein kleiner unbedeutender Augustiner Mönch“ war,

sich sehr wohl der MACHT und der AUTORITÄT der Kirche bewusst.

Und letztere ließ auch gewiss nicht mit sich spaßen!

Wenn dem absoluten Lehr-Anspruch der (katholischen) Kirche etwas nicht passte, war man in Rom sehr schnell bei der Hand, eine „Exkommunizierung“ auszusprechen.

Was bedeutete:

Jemand, dem dieses Urteil widerfuhr, durfte nicht mehr am Gemeindeleben teilnehmen.

Er – oder sie – durften weder zur Beichte noch zum Abendmahl gehen, nicht kirchlich – oder überhaupt – heiraten

und würde am Ende seines Lebens auch nicht kirchlich beerdigt werden.

Schlimmer ging es nicht mehr!

Im Grunde genommen war derjenige schutzlos der „Hölle“ ausgeliefert. Und an die glaubten damals fast alle Menschen.

Was noch schlimmer war:

Wer einem solchen Menschen in irgendeiner Weise Hilfe zuteil werden lassen würde, würde selbst ebenfalls exkommuniziert werden.

Aus. Vorbei! Ende Gelände.

Exkommuniziert zu werden, war damals im Grunde genommen sogar schlimmer als ein Todesurteil!

All das hat der einfache Augustiner Mönch niemals gewollt!

Er unterstand ja sogar „von Berufs wegen“ dem Papst noch mehr als andere Menschen!

Allerdings: So ganz „einfach“ war er nun doch nicht.

Immerhin hatte er Theologie studiert und war ein exzellenter Kenner der Heiligen Schrift, sowohl auf Lateinisch, als auch auf Altgriechisch und Hebräisch.

Schließlich war er inzwischen selbst Professor der Theologie!

Und vom „Ablasshandel“ und von der Möglichkeit, sich die Vergebung Gottes erkaufen zu können, hatte er weder im Alten noch im Neuen Testament Hinweise gefunden!

In aller demütiger Unschuld wollte er es einfach ganz genau wissen.

Aber der HEILIGE GEIST weht bekanntlich, wo ER will.

Und manchmal vernebelt er in weiser Absicht einem Menschen die möglichen Konsequenzen seines Tuns!

Weil genau dies von so entscheidender Be-Deutung für viele sein würde.

Es kam, wie es kommen musste:

Der Papst war damals ganz und gar nicht einverstanden damit, dass ein kleiner deutscher Gelehrter, noch dazu ein Theologie Professor, es wagte, seine Meinung in Frage zu stellen.

Schließlich kam die Idee, mit der damals sehr realen Angst der Menschen vor dem „Fegefeuer“ Geld zu verdienen, dem Oberhaupt der Kirche sehr gelegen.

Aber es sollte für Martin Luther noch schlimmer kommen:

„Seine katholische Majestät“, der junge Kaiser KARL V. konnte es sich ebenfalls nicht erlauben, einen aufmüpfigen Mönch – Theologie Professor hin oder her – in seinem Reich zu dulden.

Und mit dem Papst wollte er es sich auch nicht verscherzen.

Er zitierte den Verfasser der ungebührlichen Thesen nach Worms, wo er Rede und Antwort stehen sollte. Vor ihm und all seinen Gelehrten!

Nun hatte der gute Martin Luther auch noch die zweite machtvolle Autorität gegen sich!

Exkommuniziert war er bereits – und nun würde er auch noch für „vogelfrei“ erklärt werden, wenn er nicht „klein bei“ gab.

Für „Vogelfrei“ erklärt zu werden, war das Todesurteil schlechthin:

Jeder, der wollte, konnte ihn töten und würde noch nicht einmal dafür bestraft werden!

Der brave Mönch, der doch ursprünglich nur eine schlüssige Antwort auf seine Fragen haben wollte, steckte in ernsthaften Schwierigkeiten.

Inzwischen war ihm das auch klar.

Und doch hatte er den MUT, vor dem Kaiser und dem gesamten Reichstag von WORMS seinem Gewissen zu folgen – komme, was da wolle!

„Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.
  GOTT helfe mir! Amen!“

So soll er es gesagt haben.

Und GOTT hat ihm geholfen! Sein eigener Kurfürst, Friedrich der Weise, ließ ihn auf dem Rückweg entführen und gewissermaßen „aus dem Verkehr ziehen“.

Mehr als ein halbes Jahr wurde er unter falschem Namen auf der Wartburg versteckt gehalten!

Alles andere können Sie selber recherchieren, wenn Sie wollen.

Dass der gute Dr. Martin Luther auch kein Heiliger war, sei nur am Rande bemerkt. Aber wer ist das schon…

Mir ging es heute darum, an den großen MUT zu erinnern, mit dem dieser Mann den Autoritäten seiner Zeit getrotzt hat.

Er wollte keinen „Streit“ und er wollte auch gewiss niemanden „angreifen“. Eigentlich wollte er nur etwas richtig stellen… und dann das!


In besonders herausfordernden Zeiten schenkt uns das Leben herausragende Persönlichkeiten, die uns erinnern:

„MUT ist nicht die Abwesenheit von Angst,
sondern das Wissen,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst!“

Claus Schenk Graf von Stauffenberg war einer dieser Menschen.

Dietrich Bonnhoeffer war einer dieser Menschen.

Und Hans und Sophie Scholl waren solche Menschen.

Auch in unserer Zeit gibt es Menschen, die ich für ihren MUT und ihre Standhaftigkeit bewundere.

Vielleicht möchten Sie den heutigen Reformationstag dazu nutzen, sich einiger dieser Menschen bewusst zu werden?

Und vielleicht wäre es auch eine gute Idee, uns an unseren eigenen MUT zu erinnern!

Und daran, dass die WAHRHEIT am Ende immer ans LICHT kommt!


Mit herzlichen Grüßen,
Christine Stark

31. Oktober 2026
Reformationstag


PS: Danke an alle, die diesen Text freundlicher Weise vollständig und unverändert auf ihren Blog übernehmen!

Bitte immer mit Hinweis auf meine Webseite Home (christine-stark.de) und dem folgenden Hinweis:

Es ist nicht gestattet, ausschließlich Teile des Textes wiederzugeben oder diesen akustisch für andere zugänglich zu machen.

© Christine Stark www.christine-stark.de

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