Einladung zu einem neuen Miteinander. Nicky Hamid

Einen Moment bitte, ihr Lieben.

Meine innere Stimme sagt mir, wenn ich die vielen unterschiedlichen Sichtweisen betrachte:
Auf der einen Seite steht die Idee, dass es nur Liebe gibt und wir uns auf eine neue Erde ausrichten sollen.
Auf der anderen Seite richtet sich der Blick auf die kollektiven Wunden, die gesehen und geheilt werden wollen.

Könnte es nicht sein, dass es viele Gründe gibt, warum Menschen sich auf den Weg machen, sich zu befreien und sich zu verbinden?

Und dass einer dieser Gründe auch Angst sein kann?

Und könnte es nicht genau jetzt stimmig sein, dass all das gleichzeitig da ist?

Vielleicht sind die Menschen, die sich auf einen höheren Sinn ausrichten und bewusst im Licht präsent sind, einfach eine Perspektive.
Und diejenigen, die das Alte sichtbar machen, damit es verwandelt werden kann, eine andere.

Ist es nicht möglich, dass beides zusammengehört?

Dass das eine nicht mehr oder weniger wert ist als das andere?

Vielleicht ist es ein gemeinsamer Weg.
Ein Miteinander, in dem nicht entweder oder zählt, sondern beides als Einheit.

Wenn wir uns ehrlich und offen begegnen, kann sich das, was wir als Schatten wahrnehmen, genau in diesem Moment verändern.

Es braucht kein Gegeneinander von hell und dunkel.
Kein Wegschieben von dem, was unangenehm ist.

Vielleicht kommt eine Zeit, in der wir aufhören, alles zu trennen.
Und beginnen, alles als zusammengehörig zu sehen.

Es gibt vieles, das sich im Laufe der Zeit angesammelt hat und jetzt gesehen werden möchte.
All das kommt an die Oberfläche, um durch das menschliche Herz wieder in Bewegung zu kommen.

Jeder Mensch trägt auf seine Weise zu diesem Wandel bei.
Bewusst oder unbewusst.

Jeder bringt etwas mit, das Teil eines größeren Ganzen ist.

Auch Angst kann ihren Platz haben.
Wenn sie ins Bewusstsein kommt und im Licht gesehen wird, kann sie sich verändern.
Sie kann sich lösen, klären und verwandeln.

Und genau darin liegt die Möglichkeit, gemeinsam zu wachsen.


Vielleicht hast du schon bemerkt, dass es keine Bedingung gibt, um Teil von etwas Größerem zu sein.
Niemand muss auf eine bestimmte Weise sein, um dazuzugehören.

Veränderung beginnt genau hier.
Durch Liebe.
Durch Offenheit.
Durch die Bereitschaft, einfach neben einem anderen Menschen zu sitzen und wirklich da zu sein.

In dieser Präsenz geschieht Wandel.

Und aus dieser Verbindung kann etwas Neues entstehen.

Ich liebe euch.


Gedanke zum Schluss

Vielleicht liegt in der Vielfalt der Meinungen, die gerade entstehen, ein größerer Sinn.

Und vielleicht lohnt es sich, vorsichtig zu sein mit dem Gefühl, der eigene Weg sei der einzig richtige.

Auch unsere schwierigen Momente dürfen da sein.
Traurigkeit.
Ungeduld.
Zweifel.

Ohne sie sofort verändern zu müssen.
Ohne sie schönreden zu müssen.

Einfach ehrlich damit sein.

Und dann, wenn es soweit ist, wieder aufstehen und weitergehen.

© Übersetzung Rosi

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