Der Schleier des SICH-SELBST-VERLASSENS (Selbstablehnung). David Manning

Wir haben gerade eine kraftvolle astrologische Phase durchlaufen und befinden uns noch mitten darin. Am Freitag fand ein Neumond im Widder statt, begleitet von einer starken Ansammlung von Planeten in diesem ersten Zeichen des Tierkreises. Viele sehen darin einen kosmischen Zündmoment – ein Signal für Aufbruch und Neubeginn.

Heute, am Sonntag, den 19., tritt die Sonne in den Stier ein und lädt uns ein, diese Veränderungen zu verkörpern und wirklich zu leben.

Seit Donnerstag habe ich eine intensive elektrische Energie in meinem Körper gespürt, und gestern fühlte ich mich völlig „aufgelöst“, fast wie eine Marionette ohne Halt. Es war, als wären die Fäden, die alles zusammenhielten, durchtrennt worden – ohne Richtung, Motivation oder Sinn.

Heute Morgen, als ich im Bett lag, öffneten sich in mir innere Tore. Neue – oder vielleicht uralte – Energieflüsse begannen zu wirken. Während ich mich in dieses Gefühl hinein entspannte, nahm ich wahr, dass sich gleichzeitig etwas anderes löste. Etwas, das ich als einen „Schleier der Selbstverlassenheit“ bezeichne. Es war ein sanfter, fast freudvoller Prozess des Loslassens. Ich habe mich lange mit den Anteilen dieses Schleiers beschäftigt, und sein Auflösen fühlte sich so erleichternd an, dass ich laut lachen musste.

Als Kind war ich tief erschüttert von den Umständen, in die ich hineingeboren wurde. Ich fühlte mich als Opfer meiner Umgebung – beschämt durch das Verhalten meiner Eltern und gleichzeitig von einer tiefen Angst begleitet, entdeckt zu werden in dem, wer ich wirklich bin. Ich versuchte, mich zu verstecken, mich anzupassen – und wünschte mir oft, jemand anderes zu sein.

Heute, nach viel innerer Arbeit und vielen Erkenntnissen über die Tiefe und Sinnhaftigkeit des Lebens, bin ich glücklich, ich selbst zu sein. Was mir jedoch nicht bewusst war, war die Kraft dieses alten Wunsches, jemand anderes zu sein. In mir zeigten sich heute Erinnerungen daran, wie stark ich diese Ablehnung meiner selbst verankert hatte. Genau das war meine Selbstverlassenheit – meine Selbstablehnung. Und sie hat mein Leben über viele Jahre hinweg geprägt, besonders in meiner Kreativität und in dem, was ich in die Welt gebracht habe. Denn tief in mir war das Gefühl: Nichts, was ich tue, ist genug – weil ich selbst nicht „richtig“ bin.

Ich schreibe das nicht, um Mitgefühl zu erzeugen, sondern weil ich erkenne, dass wir alle uns auf irgendeine Weise selbst verlassen haben. Es ist eine kollektive Wunde. Ein Teil dessen, was wir in dieser Welt gelernt haben, um dazuzugehören. Die Art und Weise mag unterschiedlich sein – doch das Ergebnis ist oft ähnlich: Wir entfernen uns von unserer eigenen Kraft und unserem Potenzial.

Um die kraftvollen Energien, die uns gerade umgeben, wirklich aufnehmen zu können, dürfen wir diese Selbstverlassenheit loslassen. Es bedeutet, uns vollständig anzunehmen – genau so, wie wir sind – und darin Halt zu finden. So können wir tiefer im Körper ankommen und den Zugang zu unserer inneren Weisheit und unserem Potenzial öffnen.

In der heutigen Energiearbeit geht es darum, diese inneren Tore bewusst wahrzunehmen – im Kopf, im Herzen und im Beckenraum – und den Fluss der Lebensenergie zu stärken. Diese Energie kann dabei helfen, alte Anhaftungen zu lösen und die Schichten der Selbstverlassenheit, die wir in unserem Körper oder Energiefeld tragen, sanft zu transformieren.

Diese Arbeit ist ein wichtiger Teil unseres Heilungs- und Integrationsprozesses. Denn die Erfahrung von Selbstverlassenheit führt oft dazu, dass wir uns getrennt fühlen – von uns selbst, vom Leben, vom Moment. Wir sehnen uns nach einem anderen Ort, einem anderen Sein, anstatt ganz hier anzukommen.

Doch erst wenn wir wirklich präsent sind und uns selbst annehmen – so wie wir sind und waren – entsteht die Möglichkeit für echte Veränderung. Diese Phase und die aktuellen Energien werden vielleicht nicht alles auf einmal heilen, aber sie können viel in Bewegung bringen, Klarheit schaffen und dich ein Stück weiter auf deinem Weg begleiten.

Selbstverlassenheit zeigt sich in vielen Facetten und wird uns vermutlich immer wieder begegnen – bei uns allen. Letztlich geht es dabei um unsere Verbindung zu unserer Seele, und diese Verbindung vertieft sich Schritt für Schritt, für jede/n in ihrem/seinem eigenen Tempo.

Möge diese Erfahrung dich dabei unterstützen.

In Liebe 💜

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© Übersetzung Rosi