Die Tür war niemals von außen verschlossen. Greg Grzybowski

Ihr Lieben,

vor dreizehn Jahren, am 11. August 2013, teilte ich eine Erinnerung über den menschlichen Verstand, über Prägungen, Angst und die Befreiung des Geistes.

An diesem Punkt meines Weges bezeichnete ich den menschlichen Verstand als den „Wächter“ unserer eigenen Gefangenschaft.

Heute, nach dreizehn weiteren Jahren des Lebens, Beobachtens, Heilens, Erinnerns und Werdens, möchte ich diese Worte vertiefen.

Der Verstand selbst ist nicht das Gefängnis.

Und er muss auch nicht zu unserem Feind werden.

Es sind die unbewussten Programme, die sich in unserem Denken verankert haben.

Die übernommenen Ängste, Überzeugungen, Erwartungen, Bewertungen und Begrenzungen, bei denen wir niemals lange genug innegehalten haben, um sie wirklich zu hinterfragen.

Sie können nach und nach zu den Gitterstäben werden, die unser Bewusstsein umgeben.

Viele dieser Begrenzungen wurden uns mitgegeben, lange bevor wir alt genug waren, sie überhaupt als solche zu erkennen.

Unsere Familie sagte uns, wer wir einmal werden sollten.

Die Gesellschaft vermittelte uns, wie Erfolg auszusehen hat.

Unsere Kultur zeigte uns, was akzeptiert wird und was nicht.

Und die Angst erzählte uns, was geschehen könnte, wenn wir diese Grenzen überschreiten.

Irgendwann begannen wir schließlich selbst, genau jene Zelle zu bewachen, aus der wir uns eigentlich befreien wollten.

Doch ihr Lieben,

Bewusstsein verändert alles.

In dem Moment, in dem wir still genug werden, um einen Gedanken zu beobachten, anstatt ihn automatisch zu glauben, beginnt sich etwas zu öffnen.

Wir beginnen zu fragen:

Ist das wirklich meins?

Ist das wahr?

Oder ist es etwas, das mir beigebracht wurde zu fürchten, zu glauben oder zu werden?

Und plötzlich beginnt sich die Tür, von der wir glaubten, sie sei verschlossen, von innen zu öffnen.

Heute, am 12. August 2026, während der Mond bei einer Sonnenfinsternis vorübergehend vor die Sonne tritt, erinnert mich dieses Geschehen an etwas erstaunlich Einfaches:

Das Licht ist nicht verschwunden, nur weil sich für einen Moment etwas davor geschoben hat.

Und genauso wenig ist dein Licht verschwunden.

Angst kann es verdecken.

Schmerz kann es verdecken.

Prägungen können es verdecken.

Trauer kann es verdecken.

Auch die Wahrnehmung eines anderen Menschen kann dich für eine Weile daran zweifeln lassen.

Doch nichts davon besitzt die Macht, das Licht auszulöschen, das in dir lebt.

Vielleicht ging es beim Erwachen niemals darum, dem menschlichen Verstand zu entkommen.

Vielleicht geht es vielmehr darum, den Verstand so weit von Angst zu befreien, dass er zu einem wundervollen Instrument des Herzens und des Geistes werden kann.

Nicht darum, Gedanken zu zerstören.

Sondern darum, uns unserer Gedanken bewusst zu werden.

Nicht darum, unser Menschsein abzulehnen.

Sondern darum, es vollständiger zu bewohnen.

Nicht darum, jeden Schatten zu bekämpfen.

Sondern still genug zu werden, um das Licht zu erkennen, das hinter ihm immer noch leuchtet.

Und während sich gegenwärtig mehrere Planeten entlang derselben Himmelsbahn zeigen, entsteht eine weitere Erinnerung:

Ausrichtung bedeutet nicht, gleich sein zu müssen.

Jeder setzt seine eigene Reise fort.

Jeder folgt seinem eigenen Weg.

Und doch teilen sie, von unserem Blickpunkt aus betrachtet, für diesen einen Moment einen wunderschönen himmlischen Rhythmus.

Auch wir können das.

Verstand.

Körper.

Herz.

Seele.

Geist.

Nicht länger ineinander gefangen.

Sondern endlich bereit, miteinander in Einklang zu kommen.

Immer weiter klärend.

Immer weiter befreiend.

Immer weiter reinigend.

Immer weiter erinnernd.

Und vielleicht beginnt die größte Befreiung in dem Moment, in dem wir erkennen:

Die Tür war niemals von außen verschlossen.

Ich liebe dich.

Ich liebe euch alle, so wie ich mich selbst liebe.

Frei.

Ehrlich.

Souverän.

Und bedingungslos.

Om Shanti Om – Friede sei mit dir. Tiefer innerer und äußerer Frieden.

Namasté – Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.

Sat Nam – „Wahre Identität“ oder „Die Wahrheit ist mein Wesen“.

Soother of Souls – Tröster der Seelen oder Begleiter der Seelen.

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© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de