Eine der größten und schmerzhaftesten Lügen, die du über dich selbst glauben kannst, lautet:
Du bist nicht gut genug.
Ganz gleich, wie viel du tust, wie sehr du dich bemühst oder wie weit du bereits gekommen bist, irgendwo in dir bleibt dieses Gefühl, dass es noch immer nicht reicht.
Dass du nicht reichst.
Dass du erst vollkommen sein musst, um ganz zu sein.
Diese tiefe innere Überzeugung hat einen Namen:
Scham.
Scham lässt dich glauben, dass du in den Augen Gottes, der Quelle oder des Göttlichen weniger wert bist.
Sie flüstert dir ein, dass du vor einem Meister oder an der Schwelle zum Göttlichen stehend geprüft und für nicht würdig befunden wirst.
Dass du selbst in der Gegenwart reiner, bedingungsloser Liebe noch nicht bereit bist, diese Liebe vollständig zu empfangen.
Vielleicht weil du etwas getan hast.
Vielleicht weil du etwas nicht getan hast.
Vielleicht einfach deshalb, weil du glaubst, noch nicht weit genug, rein genug, bewusst genug oder vollkommen genug zu sein.
Doch genau darin liegt die Täuschung.
Du bist dieser Liebe würdig
Seit du dich entschieden hast, in die Dichte dieser Welt einzutreten und die Erfahrung der Trennung von der Quelle zu machen, begleitet dich dieses alte Gefühl, weniger zu sein als das, was deine Seele tief in ihrem Innersten als Wahrheit kennt.
Das Erstaunliche daran ist:
Bei anderen kannst du ihre Würdigkeit oft sehr deutlich erkennen.
Du kannst ihre Schönheit sehen.
Ihre Güte.
Ihr Licht.
Du kannst ihnen ihre Fehler verzeihen und verstehen, warum sie bestimmte Wege gegangen sind.
Doch wenn es um dich selbst geht, fällt es dir viel schwerer, dieselbe Liebe und dasselbe Mitgefühl aufzubringen.
Scham trägt viele Gesichter
Bei Männern zeigt sie sich häufig in der tiefen Angst, schwach zu erscheinen.
Bloß keine Verletzlichkeit zeigen.
Bloß nicht eingestehen, dass etwas weh tut.
Bloß nicht den Eindruck erwecken, dem Leben nicht gewachsen zu sein.
Bei Frauen zeigt sich dieselbe Wunde oftmals anders:
Alles schaffen.
Für alle da sein.
Alles möglichst gut machen.
Stark bleiben.
Und niemals jemanden sehen lassen, wie erschöpft, traurig oder verletzlich man sich wirklich fühlt.
Hinter all dem stehen widersprüchliche und unerreichbare Erwartungen darüber, wie du sein musst, um richtig, liebenswert und anerkannt zu sein.
Doch unabhängig davon, welches Gesicht sie trägt:
Die Scham darunter fühlt sich gleich an.
Sie sagt:
Mit mir stimmt etwas nicht.
Doch wie kann ich dir beweisen, dass das nicht wahr ist?
Wie kann ich dich davon überzeugen, kostbare Seele, dass du auf eine Weise geliebt wirst, für die Worte niemals ausreichen?
Wie kann ich dir zeigen, dass diese Liebe immer da war?
Durch jede Erfahrung hindurch.
Durch jede Entscheidung.
Durch jeden Irrweg.
Durch jeden Moment, in dem du dich selbst vergessen hast.
Ich kann es dir nicht beweisen.
Denn irgendwann musst du selbst beginnen, diese Wahrheit für dich in Anspruch zu nehmen.
Du musst deine eigene Liebenswürdigkeit anerkennen.
Nicht irgendwann.
Nicht erst dann, wenn du genug geheilt hast.
Nicht erst dann, wenn du spirituell weit genug entwickelt bist.
Nicht erst dann, wenn du alle vermeintlichen Fehler korrigiert hast.
Jetzt.
Lass das Wissen darum, dass du Liebe bist und Liebe verdienst, zum stillen Hintergrund deines gesamten Seins werden.
Scham löst sich dort, wo du den Mut zur Verletzlichkeit findest
Heilung beginnt nicht damit, dass du noch stärker wirst und deine verletzlichen Seiten besser versteckst.
Sie beginnt dort, wo du den Mut findest, dich zu zeigen.
Ehrlich.
Menschlich.
Offen.
Mit deinen Wunden und deiner Stärke.
Mit deiner Angst und deinem Mut.
Mit allem, was du bist.
Denn gerade in dieser Verletzlichkeit entdeckst du eine Stärke, die nichts mit Härte zu tun hat.
Du findest Selbstachtung.
Du findest Würde.
Und unter all den Schichten von Erwartungen, Schuld und Scham findest du etwas, das niemals zerstört wurde:
das goldene, unschuldige Herz deines wahren Selbst.
Ich liebe dich so sehr.
Du bist Liebe in menschlicher Gestalt
Du bist verkörperte Liebe.
Je vollständiger du dich dieser Wahrheit hingibst, desto klarer und tiefer kann dein Göttliches Sein deinen Körper, dein Bewusstsein und dein ganzes Leben durchdringen.
Deshalb bleibt am Ende nur eine Frage:
Wie viel von deinem Höheren Göttlichen Selbst bist du bereit, wirklich anzunehmen?
Es wartet nicht irgendwo weit entfernt auf dich.
Es verlangt nicht, dass du erst jemand anderes wirst.
Es wartet einfach darauf, dass du dich ihm öffnest.
Dass du es hereinlässt.
Dass du erkennst:
Du musst nicht erst würdig werden.
Du bist es längst.
Dein ganzes Göttliches Selbst wartet darauf, dir näherzukommen.
Und während du dich erinnerst, wer du wirklich bist, liebt es dich.
Die ganze Zeit.
Ohne Bedingung.
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