Ihr Lieben,
ich liebe euch.
Vor zwei Jahren teilte ich bereits eine kraftvolle Erinnerung:
LASS LOS!
Heute ist diese Botschaft noch immer dieselbe. Mein Verständnis davon ist jedoch tiefer geworden.
Loslassen bedeutet nicht immer, einen Menschen aus deinem Leben zu entfernen. Manchmal bedeutet es, die Rolle loszulassen, die du bisher in seinem Leben gespielt hast.
Es bedeutet, nicht länger darauf angewiesen zu sein, von Menschen verstanden zu werden, die nur jene Version von dir sehen wollen, die ihren Erwartungen entspricht.
Lass Schuldgefühle, Verpflichtungen, Groll und Wut los. Lass auch das erschöpfende Bedürfnis los, ständig beweisen zu müssen, wer du bist.
Lass die Version von dir los, die entstanden ist, damit sich alle anderen wohlfühlen!
Lass die angepasste Version los.
Lass die verkleinerte Version los.
Lass die Version von dir los, die gelernt hat, still zu bleiben, sich kleinzumachen oder immer zuzustimmen, um akzeptiert zu werden.
Du bist nicht hier, um dich für andere passend zu machen.
Du bist hier, um dich daran zu erinnern, wer du wirklich bist, diese Wahrheit zu verkörpern und sie zu leben.
Wahre Unterscheidungskraft verlangt zugleich einen ehrlichen Blick nach innen.
Nicht jeder Mensch, der anderer Meinung ist, will dich kontrollieren. Nicht jeder, der dich herausfordert, will dich kleinmachen. Nicht jede unbequeme Wahrheit ist ein Angriff auf dein Licht.
Echte Liebe kann trösten. Echte Liebe kann dir auch einen Spiegel vorhalten, in den du lieber nicht schauen möchtest.
Frage dich:
Werde ich gerade kleingemacht oder werde ich eingeladen, etwas in mir selbst zu erkennen?
Werde ich geliebt oder kontrolliert?
Bleibe ich aus Liebe oder aus Angst, Schuldgefühl, Gewohnheit oder Verpflichtung?
Möchte ich, dass jemand mein wahres Selbst erkennt, während ich selbst dieses wahre Selbst immer wieder verlasse?
Diese Fragen verlangen große Ehrlichkeit.
Manche Beziehungen können durch offene Kommunikation heilen. Manche brauchen klarere Grenzen. Manche brauchen mehr Abstand. Manche müssen tatsächlich liebevoll losgelassen werden.
Liebe verlangt keinen unbegrenzten Zugang zu dir.
Mitgefühl verlangt nicht, dass du dich selbst aufgibst.
Vergebung hebt Konsequenzen nicht auf.
Grenzen sind keine Bestrafung.
Sie zeigen dir, wo deine Verantwortung endet und die Verantwortung eines anderen Menschen beginnt.
Höheres Bewusstsein entsteht nicht dadurch, dass du einen anderen Menschen unter dich stellst. Es zeigt sich in deiner Art zu sein. Es zeigt sich in deiner Bereitschaft, alles loszulassen, was Liebe, Wahrheit, Verantwortung, Frieden und Authentizität in deinem Leben nicht mehr unterstützt.
Lass das Bedürfnis los, andere überzeugen zu müssen.
Lass das Bedürfnis los, sie bestrafen zu wollen.
Lass die Vorstellung los, erst eine Entschuldigung erhalten zu müssen, bevor du heilen darfst.
Lass die Erwartung los, dass ein anderer Mensch sich zuerst verändern muss, bevor du dir selbst Freiheit erlaubst.
Lass die Wut los.
Doch verurteile sie nicht.
Höre ihr zu. Lass sie dir zeigen, wo deine Grenzen überschritten wurden, wo deine Wahrheit keinen Raum bekam und wo du dich selbst verlassen hast, damit sich ein anderer Mensch wohlfühlen konnte.
Danach darf die Wut ihre Botschaft vollenden.
Gib ihr keinen dauerhaften Wohnsitz in deinem Herzen.
Bleibe nicht durch Groll energetisch an einen Menschen gebunden, von dem du dich eigentlich befreien möchtest.
Du kannst einen Menschen lieben und trotzdem nicht länger an seinen Mustern teilnehmen.
Du kannst vergeben und Abstand wählen.
Du kannst jemandem Heilung wünschen, ohne weiterhin der Ort zu sein, an dem dieser Mensch seinen ungeheilten Schmerz ablädt.
Du kannst jemanden segnen und trotzdem die Tür schließen.
Richte deine Aufmerksamkeit auf Beziehungen, in denen Liebe in beide Richtungen fließt. Auf Menschen, die dein Wachstum feiern. Auf Menschen, bei denen du dich nicht kleiner machen musst, damit sie sich größer fühlen können.
Vor allem aber:
Richte deine Aufmerksamkeit wieder auf dich selbst.
Kennst du dich wirklich unter all den Rollen, Erwartungen, Verletzungen und Identitäten, die du übernommen hast?
Liebst du das authentische Selbst, das jetzt zum Vorschein kommen möchte?
Sobald du dich wirklich kennst, musst du nicht mehr um Liebe vorsprechen.
Du verhandelst deinen eigenen Wert nicht mehr.
Du verwechselst es nicht länger mit Liebe, gebraucht zu werden.
Du gibst deinen Frieden nicht länger auf, nur um mit jemandem verbunden zu bleiben.
LASS LOS.
Nicht aus Hass.
Nicht aus Überlegenheit.
Nicht aus Rache.
Lass aus Liebe los.
Lass los, ohne dein Mitgefühl aufzugeben.
Lass los, ohne deine Menschlichkeit zu verlieren.
Lass los, ohne dein Herz zu verlieren.
Ich liebe dich.
Ich liebe euch alle, so wie ich mich selbst liebe.
Frei.
Ehrlich.
Souverän.
Und bedingungslos.
Om Shanti Om – Friede sei mit dir. Tiefer innerer und äußerer Frieden.
Namasté – Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.
Sat Nam – „Wahre Identität“ oder „Die Wahrheit ist mein Wesen“.
Soother of Souls – Tröster der Seelen oder Begleiter der Seelen.
© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de
