Aufrecht durchs Leben gehen. Nicky Hamid

Wusstest du, dass die höchste Asana, also die höchste Haltung im Yoga, das aufrechte Gehen ist?

Denk an jene Göttinnen, die Wasser tragen, die Vorbotinnen des Wassermannzeitalters mit ihrem kostbaren, lebensspendenden Elixier. Mit geradem Rücken gleiten sie ihres Weges, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten.

Probier es selbst aus.

Geh barfuß ins Gras. Richte dich auf und geh mit erhobenem, zugleich entspanntem Kopf nach vorne. Spüre deine Größe. Lass deine Füße eher über den Boden gleiten, anstatt einfach nur einen Schritt vor den anderen zu setzen.

Spüre deine wahre Größe und die Herrlichkeit des SEINS in deinem Körper und in deiner liebevollen Präsenz.

Fühle dich in deinem Herzen zentriert und stell dir gleichzeitig vor, du würdest aus einem Punkt etwa 45 Zentimeter oberhalb deines Kopfes schauen, als befände sich dein gesamter Körper unterhalb dieses Punktes und zugleich in dir.

Und dann geh so durch die Hauptstraße deiner Stadt.

Du wirst bemerken, dass es kaum möglich ist, in negativen Gefühlen zu bleiben und gleichzeitig wahrhaft aufrecht zu stehen.

Diese Haltung bringt dich unmittelbar zurück in deine Mitte, in deine Kraft und in das wachsende Bewusstsein deiner „neuen“ Größe.

Du stehst in der Präsenz deiner Seele.

Es ist so einfach. Es liegt allein an dir, ob du dich dafür entscheidest, diesen Raum einzunehmen.

Es ist die Haltung der Wahrheit dessen, WER DU BIST.

VERKÖRPERT.

Leuchte weiter.

Ich liebe euch so sehr.

Nachwort

Es ist für mich ein großes Geschenk und eine Freude, einen Menschen aufrecht stehen zu sehen, in seiner eigenen Meisterschaft und Wahrheit.

Dieses Gefühl habe ich oft, wenn so viele von euch sich offen und ehrlich zeigen.

Ihr seid „groß“.

Die Wahrheit eures Wesens besitzt eine göttliche Größe, die sichtbar wird, ohne dass sie zur Schau gestellt werden muss.

Und falls ihr es noch nicht bemerkt habt: Mein Körper ist männlich, doch in meinem Herzen und meinem Sein bin ich weiblich und männlich und zugleich all das, was darüber hinausgeht.

Meister sind geschlechtslos oder vielleicht noch treffender: Sie sind mehr als ein Geschlecht.

Weibliches und Männliches sind zu EINER Präsenz vereint, in einem Tanz göttlicher Harmonie.

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