Adelheid sagt dir heute:
Wir erleben eine ganz starke Wandelzeit.
Es geht auf und ab – eigentlich so, wie das ganze Jahr schon. Und vielleicht haben wir inzwischen sogar gelernt, mit diesen Aufs und Abs ein bisschen besser umzugehen.
Meine Hauptbotschaft bleibt deshalb:
Bleib in deiner inneren Mitte – auch wenn draußen die Stürme sehr, sehr laut sind.
Alles, was gerade geschieht, fordert uns auch dazu auf, in unserer eigenen Kraft zu bleiben. Bei uns selbst zu bleiben. Hüterinnen und Hüter unseres eigenen Seins zu werden.
Wir verlassen eine alte Ära und überschreiten die Schwelle in ein neues Zeitalter. Doch das Schwierige daran ist: Beides ist gleichzeitig da.
Wir können das Neue schon spüren. Wir sehnen uns nach Frieden, nach einer gerechteren und liebevolleren Welt.
Und gleichzeitig ist die alte Welt noch immer mächtig, stark und laut.
Unsere Herausforderung besteht darin, zwischen diesen beiden Welten hindurchzugehen.
Und ich möchte euch nichts vormachen: Ich glaube nicht, dass diese Wandelzeit von heute auf morgen vorbei sein wird.
Vielleicht besteht ihre eigentliche Aufgabe sogar darin, dass wir trotz all der Schwierigkeiten im Außen etwas in uns finden:
eine innere Kraft,
eine innere Stärke,
ein inneres Seelenlicht.
Wir suchen Sicherheit so gerne im Außen. Doch gerade jetzt dürfen wir lernen, diese Sicherheit wieder in uns selbst zu finden.
Etwas, auf das wir uns verlassen können.
Etwas in uns, das sagt:
Egal, was noch kommt – ich kann da hindurchgehen.
Dafür brauchen wir meiner Meinung nach gar nicht immer die großen spirituellen Methoden. Wir brauchen einfaches Handwerkszeug für unseren Alltag.
Spiritualität darf bodenständig werden.
Sie gehört nicht nur in Seminarräume oder zu besonderen Momenten. Sie darf mitten hinein in unser tägliches Leben.
Denn weder hilft es uns, ausschließlich auf „Licht und Liebe“ zu schauen und so zu tun, als wäre die alte Welt bereits verschwunden, noch hilft es uns, ständig nur auf das Dunkle und Schreckliche zu schauen.
Wir brauchen einen bodenständigen Weg dazwischen.
Ich habe für dieses Jahr immer wieder das Bild einer Gratwanderung verwendet.
Links und rechts geht es steil hinunter. Deshalb brauchen wir unser inneres Gleichgewicht. Wir müssen gut verwurzelt und geerdet bleiben und dann einfach weitergehen:
Schritt für Schritt.
Wir wissen nicht, wie lang dieser Weg sein wird. Wir wissen nicht, wie anstrengend er noch wird.
Aber wenn wir etwas in uns finden, worauf wir uns verlassen können – unsere innere Kraft und unsere innere Sicherheit –, dann wissen wir:
Ich schaffe das.
Jetzt beginnt außerdem wieder stärker die Zeit des Rückzugs, der Wurzeln und der Samen.
Zieh dich immer wieder ein Stück zu dir selbst zurück.
Halte deine Kraft. Hüte deine Kraft.
Und sei dabei sanft und mitfühlend mit dir.
Wir alle straucheln. Wir alle kennen schwierige Phasen. Auch ich bin manchmal traurig, verzweifelt oder müde.
Es geht nicht darum, niemals aus unserer Mitte zu geraten.
Vielleicht besteht unsere Entwicklung vielmehr darin, immer leichter und schneller wieder zurück in unsere Mitte und in unsere Kraft zu finden.
Das Leben auf dieser Erde wird weiterhin ein Auf und Ab sein.
Aber wir können lernen, uns selbst zu halten.
Und vielleicht können wir uns auch gegenseitig ein bisschen mehr halten. Uns an der Hand nehmen und gemeinsam durch diese Zeit gehen.
Einfach ist diese Wandelzeit nicht.
Aber wir erinnern uns immer mehr an Möglichkeiten, die uns den Weg ein wenig leichter machen.
Also:
Bleib offen für die neue Welt, die sich verankern möchte.
Verschließe gleichzeitig nicht die Augen vor der Welt, die noch da ist.
Bleib geerdet.
Bleib bei dir.
Hüte deine Kraft.
Und wenn du strauchelst, dann finde liebevoll wieder zurück.
Zurück in deine Mitte.
Zurück in deine Kraft.
Zurück zu dir.
Gehen wir gemeinsam durch diese Wandelzeit hindurch. ❤️
https://www.youtube.com/@AdelheidBrunner

© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung I Übersetzung