Fabian. Es ist alles Fake.

In diesem Video teile ich meine Gedanken darüber, warum so viele Menschen das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren.

Warum wir ständig im Außen nach Erfüllung suchen – und warum ich glaube, dass das eigentliche Gefängnis in unserem Weltbild liegt.

Vielleicht ist der Mensch viel mehr, als ihm seit seiner Kindheit vermittelt wurde.

Was denkst du?

Fabian Es ist alles Fake.www.youtube.com/@himmelauferden0

© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de  

(MEINE) Überschrift … Bist du PART einer Partei oder Denkst du Selbst?

Fabian beschreibt eine Beobachtung, die ihn schon seit seiner Kindheit begleitet. Je mehr er sich mit der Frage beschäftigt, wer wir Menschen eigentlich sind, desto größer wird sein Erstaunen darüber, wie selbstverständlich wir ein Leben akzeptieren, das für viele hauptsächlich aus Funktionieren besteht. Fünf Tage arbeiten, auf das Wochenende warten und anschließend wieder von vorne beginnen – für viele scheint das selbstverständlich zu sein. Doch schon als Kind fragte er sich, ob das wirklich alles sein kann.

Er erinnert sich daran, dass ihm immer gesagt wurde, jeder Mensch wolle glücklich sein. Gleichzeitig hatte er jedoch das Gefühl, sein eigenes Glück gar nicht selbst bestimmen zu können. Stattdessen wechselten sich kurze Momente der Freude mit langen Phasen des Wartens und Funktionierens ab. Wenn er diese Gedanken aussprach, bekam er oft dieselbe Antwort: So sei das Leben eben. Man müsse sich daran gewöhnen und besser nicht zu viele Fragen stellen.

Heute kann er diese Reaktion nachvollziehen. Wer jahrzehntelang in einem bestimmten System gelebt hat, verliert irgendwann vielleicht den Glauben daran, dass sich überhaupt etwas verändern könnte. Wenn dann jemand fragt, ob es nicht auch anders gehen könnte, erscheint diese Vorstellung schnell unrealistisch.

Als Jugendlicher schaute Fabian sich um und fragte sich, ob andere Menschen ähnliche Gedanken haben. Nach außen schien jedoch kaum jemand dieselben Fragen zu stellen. Deshalb begann er sogar an sich selbst zu zweifeln. Vielleicht, dachte er, seien seine Gefühle falsch und er müsse sich einfach der Mehrheit anpassen.

Mit der Zeit gewöhnt man sich an das Leben, das einem vorgegeben wird. Man findet Ablenkungen, freut sich auf Hobbys oder Freizeit und richtet sich irgendwie ein. Dennoch bleibt oft ein inneres Gefühl bestehen, das sich nicht einfach verdrängen lässt.

Mit etwa siebzehn Jahren stieß Fabian im Internet auf Menschen, die ebenfalls behaupteten, dass mit unserem gesellschaftlichen System etwas nicht stimme. Ihre Lösung schien zunächst einfach: Wer reich wird, wird frei. Also glaubte auch er eine Zeit lang, finanzieller Erfolg könne der Ausweg sein. Vielleicht, dachte er, brauche man nur genug Geld und eine glückliche Beziehung, dann sei endlich alles erfüllt.

Doch mit der Zeit merkte er, dass auch dieser Weg das eigentliche Gefühl nicht veränderte. Er wollte gar nicht unbedingt reich werden – er wollte sich frei fühlen. Auch eine Partnerschaft allein konnte diese innere Leere nicht füllen.

Dabei beobachtete er etwas, das ihn zunehmend beschäftigte: Immer mehr Beziehungen zerbrechen. Schon seit seiner Kindheit erlebt er Scheidungen, auseinandergehende Familien und Kinder, die die Folgen davon tragen müssen. In seiner Generation scheint es sogar immer schwieriger geworden zu sein, stabile und erfüllende Beziehungen zu führen.

Oft wird dafür das Internet verantwortlich gemacht. Fabian glaubt jedoch, dass soziale Medien nicht die eigentliche Ursache sind. Sie verstärken lediglich etwas, das bereits vorher vorhanden ist. Ein Mensch, der innerlich erfüllt ist und seinen eigenen Wert kennt, lässt sich seiner Ansicht nach deutlich weniger von äußeren Versprechen beeinflussen.

Dennoch begegnen jungen Menschen heute ständig Botschaften darüber, wie sie angeblich glücklich werden sollen. Männern wird vermittelt, sie müssten erfolgreich, wohlhabend und körperlich perfekt sein, um Liebe zu verdienen. Frauen hören häufig, sie müssten den perfekten Partner finden oder ihre Karriere an erste Stelle setzen. Familie und echte Nähe wirken dagegen oft wie Hindernisse auf dem Weg zum persönlichen Erfolg.

Nach Fabians Ansicht entsteht dadurch schon früh ein Gefühl von Mangel. In Schule, Gesellschaft und teilweise auch im familiären Umfeld lernen viele Menschen unbewusst, ihren eigenen Wert von Leistung, Anerkennung und äußeren Erfolgen abhängig zu machen. Wo Liebe, Vertrauen und innere Sicherheit fehlen, entsteht eine Leere.

Genau diese Leere macht Menschen empfänglich für all die Lösungen, die ihnen später angeboten werden. Plötzlich scheint das Glück im Geld, im perfekten Partner, im Status oder im Erfolg zu liegen. Doch im Kern suchen die meisten Menschen etwas ganz anderes: Freiheit, Verbundenheit und echte Liebe.

Auch Beziehungen leiden darunter. Wenn zwei Menschen vor allem versuchen, ihre eigenen inneren Defizite durch den anderen auszugleichen, entsteht leicht eine Dynamik des Nehmens statt des Gebens. Man erwartet vom Partner Bestätigung, Sicherheit oder das Gefühl, endlich vollständig zu sein. Doch keine Beziehung kann dauerhaft erfüllen, was eigentlich im Inneren entstehen müsste.

Zusätzlich werden Beziehungen immer stärker von Angst begleitet. Immer häufiger begegnen Menschen Botschaften, die Misstrauen fördern: Man solle niemandem vertrauen, jederzeit mit Verrat rechnen und sich ständig absichern. Dadurch entstehen Unsicherheit, emotionale Distanz und ein wachsendes Misstrauen zwischen Männern und Frauen.

Für Fabian gehört genau das zu den größten Herausforderungen seiner Generation. Gleichzeitig glaubt er aber auch, dass gerade diese Entwicklung viele Menschen zum Nachdenken bringen wird. Wenn selbst der Wunsch nach einer liebevollen Familie für immer mehr Menschen unerreichbar erscheint, beginnen viele zwangsläufig zu hinterfragen, woran das eigentlich liegt.

Dann endet die Suche vielleicht nicht mehr im Außen, sondern richtet sich nach innen – zu der Frage, wer wir Menschen wirklich sind und was wir tatsächlich brauchen.

Fabian beschreibt, dass aus seiner Sicht viele unserer Überzeugungen nicht zufällig entstehen, sondern bereits früh geprägt werden. Schon in der Schule übernehmen wir bestimmte Weltbilder, ohne sie jemals wirklich zu hinterfragen. Mit der Zeit werden diese Vorstellungen so selbstverständlich, dass wir sie für die Wahrheit halten.

Auch politische Debatten betrachtet er aus dieser Perspektive. Er beobachtet, dass Menschen häufig in gegensätzliche Lager aufgeteilt werden. Angst und gegenseitige Vorwürfe bestimmen immer häufiger den gesellschaftlichen Umgang. Jede Seite ist überzeugt, die andere sei das eigentliche Problem, während gleichzeitig die Hoffnung entsteht, eine bestimmte Partei oder politische Richtung könne alle Schwierigkeiten lösen.

Für Fabian liegt genau darin eine grundlegende Täuschung. Er glaubt, dass Menschen dadurch beschäftigt bleiben, sich gegenseitig zu bekämpfen, anstatt die tieferen Ursachen ihrer Unzufriedenheit zu erkennen. Solange sich der Blick ausschließlich auf äußere Konflikte richtet, bleibt die eigentliche Frage unbeantwortet: Warum fühlen sich so viele Menschen trotz all unseres technischen Fortschritts innerlich leer?

Er hinterfragt deshalb das weit verbreitete Bild, wir lebten auf dem Höhepunkt der menschlichen Entwicklung. Natürlich verfügen wir heute über Technologien, die früher unvorstellbar gewesen wären. Doch gleichzeitig erleben viele Menschen Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und Existenzängste. Immer mehr ältere Menschen kämpfen trotz eines langen Arbeitslebens mit finanziellen Sorgen, während die jüngeren Generationen unter ständig wachsendem Leistungsdruck stehen.

Für Fabian passt dieses Bild nicht zu einer Gesellschaft, die sich tatsächlich weiterentwickelt haben soll. Er glaubt vielmehr, dass wir Fortschritt häufig nur über Technik, Wirtschaft und Produktivität definieren, während die innere Entwicklung des Menschen immer weiter in den Hintergrund rückt.

Ein zentraler Gedanke seiner Überlegungen ist das Menschenbild selbst. Er ist überzeugt, dass wir weit mehr sind als rein biologische Wesen. Für ihn besteht der Mensch aus Körper, Geist und Seele. Wenn dieser innere Zusammenhang vergessen wird, reduziert sich das Leben auf Leistung, Konsum und das Erfüllen äußerer Bedürfnisse.

Aus dieser Sicht entsteht auch die Vorstellung, der Mensch sei lediglich ein höher entwickeltes Tier, dessen Leben sich hauptsächlich um Überleben, Besitz und Fortpflanzung dreht. Fabian sieht darin jedoch einen grundlegenden Irrtum. Während Tiere ihrer Natur folgen, besitzt der Mensch nach seiner Überzeugung etwas Besonderes: den freien Willen.

Dieser freie Wille ermöglicht es uns, uns immer wieder zwischen Liebe und Angst, zwischen Mitgefühl und Hass zu entscheiden. Gerade darin erkennt er die eigentliche Aufgabe des Menschen.

Wenn Angst jedoch zum ständigen Begleiter wird, verändert sie das Denken und Handeln. Menschen beginnen, Kontrolle über andere ausüben zu wollen, Macht festzuhalten oder immer mehr Sicherheit im Außen zu suchen. Gleichzeitig verlieren viele den Zugang zu ihrer eigenen inneren Stimme und orientieren sich zunehmend an äußeren Erwartungen.

Fabian glaubt deshalb, dass das eigentliche Gefängnis nicht aus Mauern besteht, sondern aus den Überzeugungen, die wir über uns selbst übernommen haben. Solange wir glauben, unser Wert müsse erst verdient werden oder unser Glück liege irgendwo außerhalb von uns, bleiben wir abhängig von Dingen, die uns niemals dauerhaft erfüllen können.

Für ihn beginnt echte Freiheit in dem Moment, in dem der Mensch erkennt, dass das, wonach er sucht, bereits in ihm vorhanden ist. Liebe, Vertrauen und innere Ruhe können nicht gekauft oder durch gesellschaftlichen Erfolg erreicht werden. Sie entstehen aus der Verbindung mit dem eigenen Wesen.

Deshalb sieht Fabian auch die Natur als einen wichtigen Ort der Erinnerung. Nicht, weil jeder Mensch zwangsläufig fernab der Zivilisation leben müsse, sondern weil dort oft wieder spürbar wird, was im modernen Alltag verloren gegangen ist: Stille, Einfachheit und die Verbindung mit dem Leben selbst.

Seiner Ansicht nach geht es letztlich nicht darum, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. Entscheidend ist vielmehr die Frage, welche Lebensweise Angst fördert und welche Raum für Liebe, Vertrauen und echtes Menschsein schafft.

Wenn immer mehr Menschen beginnen, ihre eigenen inneren Zustände bewusst wahrzunehmen und ihrem Gewissen mehr zu vertrauen als äußeren Vorgaben, wird sich nach Fabians Überzeugung zwangsläufig auch die Gesellschaft verändern. Nicht durch Zwang oder Kampf, sondern durch ein neues Bewusstsein darüber, wer wir wirklich sind.

Am Ende bleibt deshalb die Einladung, den Blick weniger nach außen und stärker nach innen zu richten. Vielleicht liegt die größte Veränderung nicht darin, eine neue Welt zu erschaffen, sondern sich an das zu erinnern, was im Menschen von Anfang an vorhanden war.