Geliebte Brüder,
es gab eine Zeit, in der viele Männer gelernt haben, Stärke bedeute, Gefühle zurückzuhalten, niemals unsicher zu wirken, nicht zu fragen und sich bloß keine Verletzlichkeit zu erlauben.
Doch Verletzlichkeit ist keine Schwäche.
Eine Frau zu fragen: „Was möchtest du?“, anstatt vorauszusetzen, bereits zu wissen, was sie braucht, empfindet oder sich wünscht, bedeutet nicht, die eigene Kraft aufzugeben.
Es bedeutet Respekt, Präsenz und Liebe ohne Anmaßung.
Zu lange lebte die Menschheit in Strukturen, die von Dominanz, Eroberung, Unterdrückung, Gewalt und dem Verstummen des Weiblichen geprägt waren.
Das Göttlich-Weibliche muss vom Göttlich-Männlichen nicht gerettet werden. Es möchte geehrt, gehört und respektiert werden und in seiner eigenen Kraft stehen dürfen.
Und wir Männer werden nicht kleiner, wenn wir das Weibliche ehren. Im Gegenteil: Wir werden vollständiger.
Denn das Göttlich-Weibliche und das Göttlich-Männliche waren niemals dazu bestimmt, Gegner zu sein oder einander zu beherrschen.
Sie waren dazu bestimmt, miteinander zu tanzen:
Stärke mit Zärtlichkeit.
Urteilsvermögen mit Mitgefühl.
Mut mit Intuition.
Handeln mit Empfänglichkeit.
Schutz ohne Besitzanspruch.
Liebe ohne Kontrolle.
Vielleicht besteht gerade in diesen unruhigen Zeiten eine der größten Formen männlichen Mutes darin, zu fühlen. Zuzuhören. Zuzugeben, wenn man etwas nicht weiß. Nicht jedes Ergebnis kontrollieren zu wollen.
Und vor allem: damit aufzuhören, jene Vorstellung von Männlichkeit zu spielen, die uns die Gesellschaft vorgegeben hat – und stattdessen herauszufinden, welcher Mann das eigene Herz und die eigene Seele sein möchten.
Folgt euren Herzen. Folgt euren Seelen.
Baut euer Leben nicht danach auf, wie andere glauben, dass Männlichkeit aussehen müsse. Es ist nicht mutig, das eigene Herz zu verlassen, nur um die Anerkennung anderer zu bekommen.
Lasst die Rolle los.
Lasst die Konditionierungen los.
Lasst das Ego los, das euch erzählt, Liebe müsse kontrolliert, erklärt oder erobert werden.
Erlaubt euch, kraftvoll und zärtlich zu sein. Geerdet und verletzlich. Beschützend, ohne besitzergreifend zu werden.
Stark genug, um aufrecht zu stehen – und bewusst genug, um euch neben einen anderen Menschen zu knien, anstatt zu verlangen, dass er unter euch steht.
Das ist heilige Männlichkeit.
Nicht Dominanz.
Nicht Überlegenheit.
Nicht die Unterdrückung des Weiblichen.
Sondern die Kraft, das Leben zu ehren. Die Frau zu ehren. Den Mann zu ehren. Und letztlich das Göttlich-Weibliche und das Göttlich-Männliche in jedem von uns zu ehren.
Vielleicht fordert das Erwachen auf dieser Erde Frauen nicht dazu auf, männlicher zu werden – und Männer nicht dazu, weiblicher zu werden.
Vielleicht fordert es uns alle dazu auf, vollständiger zu werden.
Bewusster.
Mitfühlender.
Wahrhaftiger.
Und bereit, ohne jene Rüstung zu lieben, von der uns die Gesellschaft eingeredet hat, wir müssten sie tragen.
Befreit euch, ihr Geliebten.
Nicht von eurer Männlichkeit.
Nicht von eurer Weiblichkeit.
Sondern von all den falschen Vorstellungen, die verhindern, dass beide sich in ihrer höchsten Form ausdrücken können.
Lasst los.
Und erlaubt dem Geist, euch zu zeigen, was übrig bleibt, wenn die Vorstellung endet.
Denn unter all den Konditionierungen, unter den Rollen und unter der Angst ist eure Wahrheit noch immer da.
Sie wartet in eurem Herzen.
Sie wartet in eurer Seele.
Sie wartet auf euch.
Gesegnet seid ihr, Brüder und Schwestern! ❤️
Ich liebe dich.
Ich liebe euch alle, so wie ich mich selbst liebe.
Frei.
Ehrlich.
Souverän.
Und bedingungslos.
Om Shanti Om – Friede sei mit dir. Tiefer innerer und äußerer Frieden.
Namasté – Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.
Sat Nam – „Wahre Identität“ oder „Die Wahrheit ist mein Wesen“.
Soother of Souls – Tröster der Seelen oder Begleiter der Seelen.
© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de

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