Du bestimmst, wohin deine Energie fließt. Nicky Hamid

Das ist ein großer Schritt.

Und ja, er braucht immer wieder deine liebevolle Aufmerksamkeit und deine bewusste Präsenz.

Du befindest dich in einem tiefen inneren Wandel. Deine Seele erinnert dich mehr und mehr daran, weshalb du hier bist. Gleichzeitig beginnst du dich an etwas sehr Ursprüngliches in dir zu erinnern.

An deine Natürlichkeit.

An deine Unschuld.

An den Teil in dir, der nicht ständig kämpfen, beweisen oder funktionieren muss.

Vieles beginnt in deinem Inneren.

Womit du dich identifizierst, das stärkst du. Und wohin du deine Aufmerksamkeit richtest, dorthin fließt deine Energie.

Du besitzt die Freiheit, deine Gedanken wahrzunehmen und immer bewusster zu entscheiden, welchen davon du folgen möchtest.

Dabei darf dein Gefühl den Anfang machen.

Komm zuerst in dein Herz.

Spüre.

Und frage dich dann, welchen Gedanken du aus diesem inneren Raum heraus wählen möchtest.

Vielleicht liegt genau darin eine große Freiheit.

Nicht darin, alles kontrollieren zu können, was dir im Leben begegnet, sondern darin, bewusster entscheiden zu können, wie du darauf antwortest.

Wenn du etwas anderes erleben möchtest, beginne in dir.

Spüre, wonach du dich wirklich sehnst.

Und beobachte anschließend deine Gedanken.

Sind sie mit diesem Gefühl verbunden oder erzählen sie dir noch eine alte Geschichte?

Es ist dein Geist. Du darfst lernen, ihn liebevoll neu auszurichten.

Dein spiritueller Weg darf einfach sein

Vielleicht besteht ein großer Teil unserer inneren Entwicklung tatsächlich darin, unseren Geist neu kennenzulernen.

Dafür brauchst du nicht zwingend einen Guru, komplizierte Rituale oder strenge Methoden.

Du brauchst vor allem dich selbst.

Geduld mit dir.

Mitgefühl für dich.

Und die Bereitschaft, dich ehrlich zu beobachten, ohne dich für das zu verurteilen, was du dabei entdeckst.

Achte auf die Gedanken, die automatisch in dir auftauchen.

Vielleicht kennst du Sätze wie:

Ich bin nicht gut genug.

Wenn dieser Mensch doch nur anders wäre.

Erst wenn sich etwas im Außen verändert, kann es mir besser gehen.

Du musst dich für solche Gedanken nicht verurteilen.

Nimm sie wahr.

Und dann frage dich:

Gibt es einen liebevolleren Gedanken, den ich jetzt wählen kann?

Nicht als Selbsttäuschung.

Nicht um schwierige Gefühle zu verdrängen.

Sondern um dich nicht länger automatisch von alten Ängsten führen zu lassen.

Vielleicht kannst du statt zu fragen:

Was kann ich von diesem Menschen bekommen?

einmal fühlen:

Was kann ich in diese Begegnung hineinbringen?

Vielleicht Mitgefühl.

Vielleicht Aufmerksamkeit.

Vielleicht Ehrlichkeit.

Vielleicht auch eine klare Grenze.

Denn Liebe bedeutet nicht, alles hinzunehmen.

Liebe kann ebenso bedeuten, Nein zu sagen und trotzdem nicht im Hass zu bleiben.

Beobachte dich auch in den kleinen Momenten.

Wenn du über jemanden sprichst.

Wenn du dich beschwerst.

Wenn du kritisierst.

Wenn du urteilst.

Du musst dich nicht schuldig fühlen, sobald du dich dabei ertappst.

Bemerke es einfach und wähle neu.

Ein alter Gedanke darf durch einen neuen ersetzt werden.

Ein Gedanke aus Angst durch einen Gedanken aus Liebe.

Trennung durch Verbindung.

Ablehnung durch Verständnis.

Verurteilung durch Mitgefühl.

Und manchmal bedeutet Liebe auch, dich selbst wieder mit einzuschließen.

Du musst diesen Weg nicht perfekt gehen.

Du darfst lernen.

Du darfst dich korrigieren.

Du darfst hundertmal in ein altes Muster zurückfallen und dich hundertundeinmal wieder neu entscheiden.

Vielleicht ist genau das Bewusstwerdung.

Nicht niemals wieder Angst zu haben.

Sondern zu erkennen, wenn die Angst dein Denken übernommen hat und liebevoll zu dir zurückzukehren.

Du bist der Mensch, der deinen Gedanken zuhört.

Du bist der Mensch, der entscheiden kann, welchen Gedanken er weiter nährt.

Und du bist der Mensch, der immer wieder wählen darf:

Liebe statt Angst.

Verbindung statt Trennung.

Mitgefühl statt Verurteilung.

Offenheit statt Verschließen.

Sei dabei besonders sanft mit dir.

Denn auch die Art, wie du mit dir selbst sprichst, gehört zu diesem Weg.

Du kostbare Seele, du darfst wieder lernen, dir selbst zuzuhören.

Mit Geduld.

Mit Mitgefühl.

Und mit Liebe.

© Urheberrecht beachten. Copyright & Übersetzungsrechte erteilt von  Nicky Hamid auf Facebook

Grafik: Geliebter Mensch.
In dir lebt die reine Unschuld,
dort, wo sich die Wirklichkeit
immer wieder neu entfaltet.