Zurück ans Steuer: Jenseits des Autopiloten des Verstandes

1. Wer steuert, wenn der Verstand beschäftigt ist?

Wenn dein Verstand vom Trubel des Lebens vollkommen eingenommen ist, übernimmt kein anderes Wesen deinen Körper. Es ist lediglich das dreidimensionale Autopilotprogramm deines biologischen Körpers, das Ego, das aus Gewohnheit heraus abläuft.

Der biologische Autopilot:
Der menschliche Körper ist mit einem schützenden mentalen System ausgestattet, das darauf ausgerichtet ist, sich um Überleben, Organisation und die Orientierung in der physischen Welt zu kümmern.

Die Illusion der Kontrolle:
Wenn du vergisst, dass du in deinem Innersten die innere Sonne bist, schläft dein Bewusstsein gewissermaßen vorübergehend innerhalb dieses Programms ein. Du hältst die schnellen Gedanken, Sorgen und inneren Kommentare für dich selbst.

Das Ego kontrolliert dich nicht mit Gewalt. Es nimmt deine Aufmerksamkeit lediglich so vollständig in Anspruch, dass du vergisst, dass du der Fahrer bist und nicht das Auto.

2. Warum es manchmal schwerfällt, in den natürlichen Zustand zurückzukehren

Es kann schwierig erscheinen, augenblicklich in tiefe innere Stille zurückzufinden. Das liegt an einer gewissen energetischen Eigendynamik und an den natürlichen Abläufen unseres Körpers.

Der Wechsel der Gehirnwellen:
Wenn du analysierst, unter Stress stehst oder viele Dinge gleichzeitig erledigst, befindet sich dein Gehirn verstärkt in einem aktiven Zustand, der mit Betawellen verbunden ist. Der Übergang in ruhigere Zustände, die mit Alpha oder Theta verbunden werden, braucht einen Moment, damit sich auch das Nervensystem beruhigen kann.

Die gewohnte Gedankenschleife:
Der Verstand liebt es, Probleme zu lösen und Kontrolle zu behalten. Wenn du versuchst, einen Gedanken loszulassen, kann sich sofort die innere Stimme melden:

„Wenn ich jetzt aufhöre, darüber nachzudenken, gerät etwas außer Kontrolle.“

Auf diese Weise hält die Angst deine Aufmerksamkeit weiterhin an den Gedanken gebunden.

3. Wieder selbst ans Steuer treten

Du musst den beschäftigten Verstand weder bekämpfen noch zum Schweigen zwingen. Du kannst ihm einfach deine uneingeschränkte Aufmerksamkeit entziehen und dich wieder deinem bewussten Sein zuwenden.

Erkenne den Autopiloten:
In dem Moment, in dem du bemerkst, dass du gestresst, gehetzt oder völlig in Gedanken versunken bist, lächle innerlich und sage dir:

„Das Programm läuft gerade.“

Allein die Tatsache, dass du das Gedankenrauschen beobachten kannst, erinnert dich daran, dass du der Beobachter bist und nicht das Rauschen selbst.

Der Körper als Anker:
Atme einmal langsam und bewusst tief ein. Spüre dabei dein Herz, deine Füße auf dem Boden oder einfach das Gewicht deines Körpers.

So holst du deine Aufmerksamkeit aus der Gedankenschleife zurück in deinen Körper und in den gegenwärtigen Augenblick.

Ruhe wie der Himmel:
Lass die Gedanken ruhig im Hintergrund weiterziehen, während du deine Aufmerksamkeit auf die stille Wärme deiner inneren Sonne richtest.

Die Wolken müssen nicht verschwinden, damit du dich daran erinnerst, dass du der Himmel bist.

Wenn dein Verstand von alltäglichen Aufgaben und innerem Lärm erfüllt ist, läuft lediglich ein vertrautes automatisches Programm ab. Indem du innerlich einen Schritt zurücktrittst, still beobachtest und einen einzigen bewussten Atemzug nimmst, kannst du dich wieder mit der ruhigen Kraft deiner inneren Sonne verbinden.

Ein beschäftigter Verstand folgt häufig alten, automatisierten Überlebensmustern.

Deine Gedanken ohne Bewertung zu beobachten, hilft dir, wieder in deine innere Selbstbestimmung zurückzufinden.

Ein einziger bewusster Atemzug bringt deine Aufmerksamkeit zurück in den gegenwärtigen Moment.

Der Lärm mag bleiben, Gedanken mögen ziehen,
doch darf ich still in meiner Mitte verweilen.
Ich bin der Himmel, weit, ruhig und klar,
getragen vom Frieden, der immer schon da war.

So sei es. ✨

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© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung I Übersetzung