Wenn die alten Wege nicht mehr funktionieren. Nicky Hamid

Vielleicht spürst du gerade, dass die Art, wie du früher dein Leben gestaltet hast, nicht mehr richtig funktioniert.

Ziele setzen, Pläne machen, Ergebnisse festlegen und dann darauf hinarbeiten. Was dir früher Orientierung gegeben hat, kann sich plötzlich schwer oder sogar bedeutungslos anfühlen.

Vielleicht fühlst du dich manchmal festgefahren oder gelangweilt. Vielleicht fragst du dich sogar, welchen Sinn bestimmte Dinge überhaupt noch haben.

Doch möglicherweise bedeutet dieses Gefühl nicht, dass mit deinem Leben etwas nicht stimmt.

Vielleicht möchte etwas Neues durch dich entstehen.

Etwas, das weniger aus deinem Denken und viel mehr aus deinem Fühlen kommt.

Versuche deshalb, nicht sofort nach dem nächsten großen Ziel zu suchen.

Tu etwas Einfaches, das Bedeutung und (ein wohliges) Gefühl für dich hat.

Vielleicht möchtest du etwas pflanzen und einen kleinen Garten gestalten.

Vielleicht möchtest du malen, tanzen, schreiben, kochen, etwas mit deinen Händen erschaffen oder etwas wiederentdecken, das du als Kind geliebt hast.

Es spielt keine große Rolle, was es ist.

Wichtig ist, dass du es nicht tust, um etwas zu erreichen.

Tu es, weil dir das Tun selbst Freude bereitet.

Spiele.

Probiere etwas aus.

Sei neugierig.

Mach etwas Vertrautes auf eine vollkommen neue Weise.

Und erlaube dir auch wieder zu träumen.

Erinnere dich daran, wie selbstverständlich du als Kind so tun konntest, als wäre etwas möglich. Wie leicht du dir Welten vorstellen konntest, die noch gar nicht existierten.

Diese Vorstellungskraft ist nicht bedeutungslos.

Aus dem, was wir uns vorstellen können, kann etwas Neues entstehen.

Beobachte einmal, was geschieht, wenn du etwas nur aus Freude erschaffst.

Vielleicht wirst du ruhiger.

Vielleicht verschwinden deine Gedanken für einen Moment in den Hintergrund.

Vielleicht fühlst du dich wieder stärker mit dir selbst verbunden.

Und genau in dieser inneren Ruhe kann etwas beginnen zu fließen.

Du musst dann nichts erzwingen.

Du musst nicht wissen, wohin es führt.

Du musst auch kein bestimmtes Ergebnis daraus machen.

Du darfst einfach erschaffen, weil es sich gut anfühlt.

Denn manchmal entstehen gerade dort die schönsten Dinge, wo wir aufgehört haben, sie kontrollieren zu wollen.

Vielleicht zeigen sich plötzlich neue Ideen.

Vielleicht begegnen dir kleine Synchronizitäten.

Vielleicht öffnet sich eine Tür, mit der du überhaupt nicht gerechnet hast.

Oder vielleicht geschieht äußerlich gar nichts Besonderes und du bemerkst lediglich:

Ich fühle mich wieder lebendig.

Auch das ist wertvoll.

Deshalb erlaube dir wieder mehr Spiel in deinem Leben.

Mehr Neugier.

Mehr Kreativität.

Mehr Dinge, die keinen anderen Zweck erfüllen müssen, als dir Freude zu schenken.

Du musst nicht aus allem ein Ziel machen.

Du musst nicht aus jeder Leidenschaft etwas Produktives erschaffen.

Manches darf einfach schön sein.

Manches darf einfach Freude machen.

Und manches darf dich einfach wieder zu dir selbst zurückbringen.

Vielleicht liegt genau darin gerade dein neuer Weg.

Nicht noch mehr zu planen.

Sondern wieder zu fühlen.

Nicht alles kontrollieren zu wollen.

Sondern etwas entstehen zu lassen.

Nicht ständig nach dem Ergebnis zu fragen.

Sondern den Moment zu genießen.

Erschaffe etwas, spiele und entdecke dich dabei neu.

Und beobachte, wie sich dein Inneres langsam wieder öffnet.

Vielleicht beginnt genau dort wieder etwas zu fließen.

Ganz leicht.

Ganz still.

Und ganz natürlich.

Mit ganz viel Liebe für dich.

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