Mitgefühl mit dir selbst und mit anderen
In dieser Botschaft geht es vor allem um eines: wieder mehr Mitgefühl in dein Leben einzuladen. Mitgefühl für dich selbst, für deinen bisherigen Weg und ebenso für die Menschen, die dir begegnen. Denn das, was du in die Welt aussendest, wirkt auch in dir und kann auf unterschiedliche Weise zu dir zurückkehren.
Vielleicht gibt es gerade Bereiche in deinem Leben, in denen du sehr streng mit dir bist. Vielleicht erwartest du von dir, stärker zu sein, schneller voranzukommen, endlich etwas loszulassen oder eine bestimmte Situation besser bewältigen zu müssen. Doch möglicherweise braucht es gerade nicht noch mehr Druck. Vielleicht braucht es etwas ganz anderes: Verständnis, Sanftheit und die Bereitschaft, dich selbst dort liebevoll anzunehmen, wo du gerade stehst.
Frag dich einmal ganz behutsam: Habe ich wirklich Mitgefühl mit mir selbst und mit dem Leben, das ich gerade führe? Welche Gedanken, Gefühle und Worte nähre ich jeden Tag? Und wie spreche ich innerlich mit mir, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es mir wünsche?
Mitgefühl ist dabei eng mit Selbstliebe verbunden. Gerade alte Verletzungen, Erfahrungen und innere Wunden können sich wieder zeigen. Manchmal bemerkst du vielleicht sogar nur, dass du nichts fühlst. Auch das darf wahrgenommen werden. Es muss nicht sofort verändert werden. Viel wichtiger ist zunächst, ehrlich zu erkennen, was gerade in dir da ist.
Dasselbe gilt für deine Beziehungen zu anderen Menschen. Mitgefühl bedeutet nicht, dass du alles gutheißen musst, was jemand tut. Es bedeutet auch nicht, deine Grenzen aufzugeben oder Verletzungen einfach hinzunehmen. Es bedeutet vielmehr, einen Menschen nicht ausschließlich durch Bewertung, Verurteilung oder den Wunsch zu betrachten, ihn verändern zu müssen. Du kannst etwas ablehnen und trotzdem versuchen, mit Güte und Mitgefühl darauf zu schauen.
Vielleicht begegnen dir gerade Menschen oder Situationen, die alte Gefühle in dir auslösen. Wut, Frustration, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit oder das Bedürfnis, dich verteidigen zu müssen. Anstatt sofort dagegen anzukämpfen, kannst du dich fragen: Was berührt diese Situation gerade in mir? Was möchte gesehen werden? Was darf vielleicht endlich Frieden finden?
Je mehr Mitgefühl du entwickelst, desto weniger müssen dich unangenehme Erfahrungen aus deiner eigenen Mitte reißen. Du kannst erkennen, was geschieht, ohne dich vollständig darin zu verlieren. Und manchmal entsteht genau daraus ein tiefer Frieden: Du musst nicht mehr gegen alles kämpfen. Du darfst verstehen, fühlen und irgendwann sagen: Das war ein Teil meines Weges. Jetzt möchte ich Frieden damit schließen.
Auch in Konflikten verändert diese innere Haltung vieles. Wenn du unbedingt recht haben, dich durchsetzen oder deine Position verteidigen musst, entsteht schnell Widerstand. Wenn du dagegen innerlich ruhig bleiben kannst, wirst du wieder handlungsfähiger. Dann kannst du aus deinem Herzen sprechen, anstatt ausschließlich aus Verletzung oder Abwehr zu reagieren.
Vielleicht darfst du deshalb gerade ein wenig weicher mit dir werden.
Du musst nicht ständig kämpfen.
Du musst dich nicht ununterbrochen rechtfertigen.
Du musst nicht alles kontrollieren.
Du musst nicht immer funktionieren.
Gerade dieses ständige Müssen kann dein ganzes System in Anspannung halten. Immer weiter, immer schneller, alles richtig machen, alles schaffen und möglichst nichts aus der Hand geben. Die Botschaft lädt deshalb ganz bewusst zum Entschleunigen ein.
Erlaube dir, wieder zu atmen.
Erlaube deinem Nervensystem, zur Ruhe zu kommen.
Erlaube deinen Gefühlen, da zu sein, ohne sie sofort lösen zu müssen.
Und begegne dir selbst mit der gleichen Zartheit, Güte und Barmherzigkeit, die du einem Menschen schenken würdest, den du von Herzen liebst.
Auch Vergebung und Versöhnung spielen dabei eine wichtige Rolle. Nicht unbedingt im Sinne davon, alles vergessen oder gutheißen zu müssen. Vielmehr geht es darum, dich selbst nicht für immer an das zu binden, was geschehen ist. Vielleicht kannst du irgendwann auf eine Erfahrung schauen, ohne dass sie dieselbe Macht über dein Inneres besitzt wie früher.
Und wenn dir etwas begegnet, das dich erneut verletzt, verunsichert oder alte Ängste berührt, darfst du wieder zu dir zurückkehren. Du musst nicht sofort wissen, wie sich alles entwickeln wird. Du musst nicht kontrollieren, wie morgen, die nächste Woche oder eine bestimmte Situation ausgehen soll. Je mehr du im gegenwärtigen Augenblick bleiben kannst, desto weniger musst du gegen das Leben ankämpfen.
Vielleicht zeigen sich gerade deshalb alte Schatten deutlicher. Nicht weil etwas mit dir nicht stimmt, sondern weil du sie jetzt bewusster wahrnehmen kannst. Wie in einem dunklen Raum, in dem plötzlich das Licht eingeschaltet wird. Erst dann erkennst du, was die ganze Zeit dort gewesen ist. Das kann zunächst unangenehm sein. Doch was sichtbar wird, kann auch verstanden, angenommen und schließlich verändert werden.
Der Schlüssel liegt immer wieder in deinem Herzen.
In deiner Fähigkeit, dir selbst mit Liebe zu begegnen.
In deinem Mitgefühl für das, was du erlebt hast.
Und in deiner Bereitschaft, auch jene Seiten von dir anzunehmen, die du vielleicht lange abgelehnt oder bekämpft hast.
Du musst nicht perfekt sein, um liebevoll mit dir umzugehen.
Du darfst genau dort beginnen, wo du heute bist.
Vielleicht ist das gerade deine wichtigste Aufgabe: weniger gegen dich selbst und gegen das Leben zu kämpfen und stattdessen immer wieder in dein Herz zurückzukehren.
Mit mehr Sanftheit.
Mit mehr Verständnis.
Mit mehr Vergebung.
Und vor allem mit mehr Mitgefühl für dich selbst und für deinen ganz eigenen Weg.
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Kontakt: Sabine Myriel Emge
- Energetische Heilerin, Medium, Mentorin, Begleiterin in die neue Zeit
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