Auf dem Weg des Erwachens kannst du selbst in deinem Schmerz und in schwierigen Erfahrungen etwas Wertvolles entdecken. Du beginnst zu erkennen, wie viel Mut in dir steckt und zu welchem Menschen du gerade wirst.
Irgendwann kommt vielleicht der Moment, in dem du dich fragst: „Wo bin ich geblieben?“
Du fühlst dich nicht mehr wie der Mensch, der du einmal warst. Dinge, die dir früher wichtig erschienen, verlieren ihre Bedeutung. Manche Beziehungen fühlen sich plötzlich fremd an. Frühere Ziele begeistern dich nicht mehr. Selbst dein Bild von dir beginnt sich zu verändern.
Doch du hast dich nicht verloren.
Du begegnest endlich dem Teil von dir, der unter all den Prägungen immer vorhanden war.
Unter den Erwartungen anderer. Unter den Rollen, die du gelernt hast zu erfüllen. Unter dem Wunsch nach Anerkennung, Verständnis und Bestätigung. Unter dem Bedürfnis, gebraucht zu werden. Unter all den Ängsten, die dir vorgaben, wer du sein solltest.
Lange Zeit können wir unsere Prägungen mit unserer Identität verwechseln. Wir passen uns der Familie, unseren Beziehungen, der Gesellschaft und unseren Lebensumständen an. Dabei verschwindet unser authentisches Selbst zunehmend unter den Schichten von Anpassung, Erwartungen und Überlebensmustern.
Das Erwachen beginnt, diese Schichten abzutragen.
Dieser Prozess kann sich manchmal so anfühlen, als würdest du alles verlieren. Tatsächlich lässt du vieles von dem los, was nie wirklich zu dir gehört hat.
Je stiller du wirst, desto deutlicher kannst du deine eigene innere Stimme hören. Je mehr du die Vorstellung davon loslässt, wer du sein solltest, desto mehr Raum entsteht für den Menschen, der du wirklich bist.
Du verlierst dich nicht.
Du kommst zum ersten Mal wirklich bei dir selbst an.
In Liebe, Licht und Bewusstheit. 💗
27.08.2026
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