Die Mondfinsternis in den Fischen als Schwelle. Soheila

Wir kommen gerade aus einer Mondfinsternis in den Fischen, bei der sich der Mond rot färbte.

Diese sogenannte Blutmondfinsternis wird als eine besonders bedeutsame Mondfinsternis beschrieben, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben.

Der Mond bringt unsere emotionalen Wahrheiten ans Licht.

Die Fische wiederum stehen für die höheren Ebenen unseres Bewusstseins, für unsere Intuition, unsere Spiritualität und all das, was sich nicht immer mit dem Verstand erklären lässt.

Deshalb können sich jetzt emotionale und spirituelle Erkenntnisse deutlicher zeigen. Auch Gefühle und innere blinde Flecken, die lange tief in uns verborgen waren, können plötzlich ins Bewusstsein treten.

Das kann unsere Wahrnehmung für uns selbst verfeinern.

Vielleicht fühlst du dich momentan stärker verbunden und intuitiver als sonst. Vielleicht bist du empfindsamer oder emotionaler. Möglicherweise fühlst du dich aber auch einfach nur ungewöhnlich müde und körperlich erschöpft.

Aus spiritueller Sicht wird dies damit verbunden, dass unser Energiekörper derzeit sehr viele neue Impulse und Informationen aufnimmt und im Hintergrund intensiv verarbeitet. Deshalb kann es sich anfühlen, als wären unsere inneren Kräfte stärker beansprucht als gewöhnlich.

Doch jedem Neubeginn geht häufig eine Phase voraus, in der sich etwas unbequem anfühlt.

Auch eine Geburt ist schmerzhaft und bringt dennoch neues Leben hervor.

Wenn alte Zyklen enden, entsteht Raum für etwas Neues.

Diese Mondfinsternis in den Fischen führt uns noch einmal zu Themen zurück, die sich seit dem Herbst 2024 entfaltet haben.

Fast zwei Jahre lang hat uns der Finsterniszyklus auf der Achse Jungfrau und Fische mit grundlegenden Fragen konfrontiert. Wo versuchen wir, alles zu kontrollieren, und wo dürfen wir vertrauen? Wo brauchen wir Struktur und Vernunft, und wo dürfen wir unserer Intuition folgen? Was können wir sorgfältig planen und organisieren, und was können wir letztlich nur dem Leben überlassen?

Nun haben sich die Mondknoten in Richtung Wassermann und Löwe bewegt.

Dadurch kann sich diese Finsternis wie ein letztes tiefes Ausatmen des Jungfrau Fische Kapitels anfühlen. Sie schenkt uns noch einmal die Möglichkeit, etwas zu vollenden, das während dieser vergangenen Finsternisse begonnen hat, bevor unsere Aufmerksamkeit sich einem neuen Zyklus zuwendet.

Und Abschiede haben ihre ganz eigene Art, Vergangenes noch einmal an die Oberfläche zu bringen.

Vielleicht begegnen dir deshalb gerade Gefühle, Erinnerungen, Beziehungen oder alte Verhaltensmuster wieder, von denen du dachtest, du hättest sie längst hinter dir gelassen.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass diese Dinge wieder Teil deines Lebens werden sollen.

Vielleicht tauchen sie noch einmal auf, weil du heute an einem anderen Punkt stehst und sie deshalb auf eine neue Weise betrachten und loslassen kannst.

Schau einmal zurück.

Wo warst du vor zwei Jahren?

Wer warst du damals?

Was hat dich beschäftigt, was hat dich verletzt und woran hast du noch festgehalten?

Und wer bist du heute?

Diese Finsternis lädt dich dazu ein, etwas zu vollenden.

Gleichzeitig steht sie in einer spannungsvollen Verbindung zu Uranus, dem Planeten, der astrologisch mit Erwachen, Befreiung, unerwarteten Veränderungen und dem Aufbrechen festgefahrener Strukturen verbunden wird.

Deshalb kann sich momentan vieles intensiver, emotionaler, ungewöhnlicher oder unberechenbarer anfühlen.

Die Fische stehen für das Unterbewusstsein, unsere Intuition, unsere Träume, unsere Trauer, unsere Hingabe und für all das, was tief unter der Oberfläche verborgen liegt.

Vielleicht kommen deine Gefühle gerade in Wellen.

Vielleicht bist du erschöpft und möchtest dich zurückziehen.

Vielleicht träumst du intensiver und nimmst deine Intuition deutlicher wahr.

Vielleicht kehren alte Erinnerungen, Trauer oder längst vertraute Muster noch einmal zurück.

Vielleicht hast du plötzlich Erkenntnisse oder bemerkst, dass sich deine Gefühle gegenüber einer Situation verändert haben.

Oder du spürst einfach, dass etwas zu Ende geht, obwohl du noch gar nicht genau benennen kannst, was es ist.

Durch den Einfluss von Uranus kann plötzlich Bewegung in etwas kommen, das lange festgefahren war.

Was du vielleicht über Monate oder sogar Jahre toleriert hast, kann sich von einem Moment auf den anderen nicht mehr tragbar anfühlen.

Eine Wahrheit, die dein Verstand möglicherweise schon lange verstanden hat, kann plötzlich tief in deinem Körper ankommen:

Ich kann so nicht mehr weiterleben.

Doch die Fische erinnern uns daran, zunächst zu fühlen, bevor wir versuchen, alles sofort zu reparieren.

Lass gehen, was sich gerade auflösen möchte.

Du musst das nächste Kapitel noch nicht kontrollieren, während das alte gerade erst seine letzten Seiten schreibt.

Uranus durchbricht alte Muster.

Die Fische lassen sie sich auflösen.

Und manchmal sieht Befreiung zunächst wie Chaos aus.

Denn manchmal muss genau die Struktur aufbrechen, die uns festgehalten hat, bevor wir überhaupt erkennen können, dass es einen Weg hinaus gibt.

Diese Finsternis ist deshalb eine Schwelle.

Sie führt uns nicht nur an das Ende eines alten Kapitels.

Sie führt uns an einen Punkt, an dem wir erkennen dürfen, was wir nicht länger mit uns tragen möchten.

Vielleicht musst du heute noch nicht wissen, wohin dein neuer Weg führt.

Vielleicht genügt es zunächst zu erkennen, was nicht mehr mit dir weitergehen kann.

Lass das Alte ausatmen.

Lass deine Gefühle sprechen.

Gib deinem Körper Ruhe, wenn er sie braucht.

Und vertraue darauf, dass ein Ende nicht nur Verlust bedeutet.

Manchmal ist ein Ende genau der Raum, den das Neue braucht, um endlich beginnen zu können.

sheseesthestars

Soheila SGh 🤍

© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung I Übersetzung

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