Auf so viele verschiedene Arten wurden uns bewusst und unbewusst lieblose Unwahrheiten vermittelt. Aussagen und Vorstellungen, die uns glauben ließen, wir seien weniger wert, Opfer der Umstände, unvollständig, unwissend oder unwürdig. Vieles davon haben wir still und beinahe unbemerkt übernommen. Es wurde Teil unserer Gedanken und Überzeugungen und fand schließlich seinen Ausdruck in den Worten, die wir sprechen.
Manche dieser alten Vorstellungen finden sich auch heute noch in spirituellen und sogenannten New Age Lehren, obwohl ihre Zeit längst vorüber ist und sie unserem heutigen Bewusstsein vielleicht nicht mehr entsprechen.
Deshalb gehe in dein Herz und vertraue deiner eigenen Unterscheidungskraft.
Es ist an der Zeit, deine eigene Bedeutung der Dinge zu entdecken. Nimm Worte in dein Herz und fühle, was sie in dir auslösen. Spüre, welche Worte dich klein machen oder dir deine Kraft nehmen. Spüre ebenso, welche Worte dich innerlich weiter werden lassen, dich aufrichten und dir ein Gefühl von Fülle schenken. Beobachte, welche Begriffe in dir oder in anderen ein Gefühl von weniger hervorrufen und welche dich an das Mehr erinnern, das du in Wahrheit bist.
Und sei dir bewusst, dass sich die Bedeutung eines Wortes verändern kann, wenn du tiefer in dich hineinfühlst. Je tiefer du gehst, desto mehr gelangst du von einer verstandesmäßigen Bedeutung zu einer gefühlten Bedeutung.
Du bist der Meister deiner eigenen Wahrnehmung.
Wenn du das Gefühl hast, dass ein altes, abgenutztes Wort oder eine übernommene Überzeugung einer neuen Betrachtung bedarf, dann erforsche ihren Ursprung. Manchmal sind in den ursprünglichen Bedeutungen der Worte kleine Schlüssel der Wahrheit verborgen.
Das gilt besonders für jene Redewendungen und Begriffe, die du vielleicht schon lange verwendest, um dich in eine positive Ausrichtung zu bringen, die aber nicht mehr die Kraft jener Wahrheit tragen, die du inzwischen auf einer tieferen und umfassenderen Ebene fühlst.
Einige Beispiele können dir zeigen, was damit gemeint ist.
Das Wort „Religion“ wird mit dem lateinischen „religare“ in Verbindung gebracht, was „verbinden“ oder „zurückbinden“ bedeutet. Religion kann aus dieser Sicht als die Art verstanden werden, wie und womit du dich verbindest. Auch das Wort „Yoga“ trägt die Bedeutung von Verbindung und Vereinigung in sich.
Das englische Wort „sin“, also Sünde, kann in seinem ursprünglichen Sinn als „das Ziel verfehlen“ verstanden werden. Aus dieser Perspektive geht es weniger um Verurteilung oder Schuld, sondern darum, wahrzunehmen, wo etwas nicht mehr in Ausrichtung ist und den eigenen inneren Kompass neu auszurichten.
Auch vertraute Worte können spielerisch neu betrachtet werden. Im englischen „forgive“ kann man beispielsweise „for giving“ entdecken und damit den Gedanken des Gebens verbinden.
Ebenso lässt sich „imagining“, also Vorstellungskraft, spielerisch als „imaging in“ betrachten, als ein inneres Erschaffen und Hinein- und Herausbilden.
Es geht dabei nicht darum, eine neue starre Definition gegen eine alte auszutauschen. Vielmehr geht es darum, wieder bewusst zu fühlen, welche Bedeutung ein Wort für dich trägt.
Du befreist dich, indem du deine eigene innere Wahrheit von Vorurteilen, Bewertungen und Vorstellungen löst, die du irgendwann bewusst oder unbewusst übernommen hast.
Manches, was du ganz automatisch sagst und bisher sogar für positiv gehalten hast, kann sich im Licht eines erweiterten Bewusstseins plötzlich anders anfühlen. Vielleicht erkennst du darin kleine Samen alter Begrenzungen, die du heute nicht mehr brauchst.
Begegne diesen Erkenntnissen spielerisch und offen.
Verurteile dich nicht dafür.
Ein liebevolles „Hoppla, jetzt sehe ich es“ fühlt sich sehr viel leichter an als Selbstkritik. Ein staunendes „Ah, jetzt verstehe ich“ öffnet mehr Raum als ein erschrockenes „Oh nein, schon wieder“.
Du musst dich für alte Denkweisen nicht verurteilen. Du darfst sie einfach erkennen und neu wählen.
Kehre zurück zu jener Einfachheit, mit der du ursprünglich gekommen bist.
Ich liebe dich so sehr.
Auch durch unsere Sprache können wir unbewusst hart und begrenzend mit uns selbst umgehen. Worte werden zu Gewohnheiten und Gewohnheiten können unsere Wahrnehmung prägen.
Doch du bist der Meister/die Meisterin deiner Worte.
Deshalb darf deine Sprache zu einer Kunst des Fühlens werden. Spiele mit Worten. Erforsche sie. Entdecke dich selbst in ihnen und entdecke gleichzeitig, welche alten Bedeutungen du nicht länger tragen möchtest.
Tue dies ohne übermäßige Selbstbeobachtung und vor allem ohne Selbstkritik, Verurteilung oder Bewertung. Es geht nicht darum, jedes Wort zu kontrollieren. Es geht darum, bewusster zu fühlen, welche Sprache deiner heutigen Wahrheit entspricht.
Und vergiss niemals:
Die Sprache der LIEBE, die Sprache GOTTES, ist eingebettet in das tiefe Vertrauen deiner innersten Stille.
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Grafik: „Gottes Sprache ist die Stille.
Alles andere ist eine Übersetzung der LIEBE.“
Globale Mission der LIEBE
