Mit Arthos durch das Jahr, Tagesbotschaft 26. Juli

Heute ist ein guter Tag, um eine tiefgehende Grundreinigung deines Gartens vorzunehmen. Wenn du nicht die Wurzeln des Unkrauts vollständig entfernst, bevor du deinen Garten neu anlegst, wird es früher oder später deinen Garten wieder verunstalten, da das Unkraut wieder zu wuchern beginnt.

Die Wurzeln allen Unkrauts kannst du nur mit Erkenntnis und Vergebung vollständig entfernen. Auch wenn du nur Erkenntnis erlangst, aber nicht vergibst, oder nur oberflächlich vergibst, aber keine echte Erkenntnis erlangst, bleibt die Wurzel im Boden und wird früher oder später wieder neue Triebe hervorbringen.

Wenn du die Wurzel einfach so herausreißt, bleiben immer noch Rückstände, die sich im Laufe der Zeit wieder ausbreiten werden, um vieles von dem hervorzubringen, was du nicht willst. Und wenn du alle Wurzeln entfernst, die Samen unerwünschter Pflanzen aber im Boden verbleiben, werden auch sie irgendwann zu keimen beginnen und Wurzeln für neue Pflanzen ausbilden.

Wenn du aber Erkenntnis darüber erlangst, welche Pflanzen warum in deinem Garten wachsen, und du Liebe vergibst, können sogar die Wurzeln unliebsamer Pflanzen geheilt und verwandelt werden. Höchste Erkenntnis und wahre Liebe bringen neue Samen hervor, und wenn du dich Gott zuwendest und Samen der Liebe zu Ihm empfängst aund aussäst, wird diese Liebe alles verwandeln, das Unwahrhaftige töten und das Wahrhaftige gebären.

Liebe zu vergeben bedeutet nicht nur zu verzeihen, sondern auch zu erkennen, zu verstehen und zu vergessen, ohne zu verdrängen. Du hast erst dann vollständig vergeben, wenn keine Rückstände mehr vorhanden sind, du dich also nicht einmal mehr daran erinnern kannst, dass da einmal etwas war.

Dafür musst du das loslassen, was du emotional und mental festhältst und dadurch in dir trägst. Solange du Gefühle und Gedanken wie Groll, Angst, Neid etc. in deinem Feld der Tätigkeiten trägst, wird das, was in diesem Feld ist, aktiv werden und sich ausbreiten. Und dann wird dir das, was in dir ist, in der einen oder anderen Form begegnen, und du wirst dich darüber beschweren, dass es dir begegnet, obwohl du die eigentliche Ursache bist.

Dem Unkraut zu vergeben gelingt nur, wenn du es als solches erkennst, und wenn du erkennst, dass das Kraut nur gewachsen ist, weil du es hast wachsen lassen. Du bist der Gärtner deines Gartens. Wenn dort also etwas wächst, dann hat es auch mit dir zu tun. Die Pflanzen in deinem Garten wachsen entweder, weil du sie gesät hast oder weil du es zugelassen hast, dass sie von anderen in deinen Garten gesetzt wurden. Vielleicht haben sie sich auch einfach ausgebreitet, aber auch dann hast du es zugelassen, dass sie sich in deinem Garten breitmachen.

Du bist der Gärtner, und du hast die Verantwortung für deinen Garten. Und vergiss nicht, dass dieser Garten nicht nur ein Garten ist, sondern dein Bewusstsein, und das bedeutet: Du bist das. Du bist dein Garten. Daher kannst du dich der Verantwortung für deinen Garten nicht entziehen. Du kannst dir nicht einfach ein schönes und entspanntes Leben machen und so tun, als wärst du kein Gärtner und als hättest du keinen Garten, den du betreuen musst. Du kannst auch nicht einfach so tun, als hätten die Pflanzen in deinem Garten nichts mit dir zu tun.

Alles was in deinem Garten wächst, hat mit dir zu tun, denn es ist dein Garten. Wenn dort etwas wächst, was du nicht willst, zeigt es dir, dass du etwas bist, was du nicht wahrhaftig ist. Nun kommt es aber nicht auf den Willen an, sondern auf den Besitzer des Willens. Die Frage lautet also: Welchen Willen führst du aus? Das ist die wesentlichste aller Fragen, die du dir als Gärtner stellen musst.

Dienst du als Gärtner dem falschen Ego, dann wird es dich benutzen, um einen Garten zu schaffen, der ihm gefällt. Dann benutzt es dich, um seinen Willen durchzusetzen. Da das falsche Ego jedoch nicht wahrhaftig ist, sondern den materiellen Eigenwillen repräsentiert, entsteht durch ihn kein Seelengarten, sondern ein Egogarten. Im ihm gedeihen nur die Früchte der Selbstsucht, und diese vergiften die Seele.

Dienst du hingegen als Gärtner der Seele, die du wirklich bist, dann geht es nicht um die selbstsüchtigen Wünsche, sondern darum einen Göttlichen Garten zu errichten, der Teil des kosmischen Göttlichen Gartens der Liebe ist. Selbstsucht und Liebe können nicht nebeneinander existieren, und sie können schon gar nicht gleichzeitig herrschen. Wenn also die Liebe herrscht, dann ist dein Garten gar nicht für dich.

Wenn Liebe herrscht, ist dein Garten nicht für dich. Verstehst du? Das ist die wesentlichste Erkenntnis, die du erlangen kannst. Du bist ein winziges spirituelles Gottesteilchen. Die Bestimmung des Teilchens ist es, Gott zu dienen, und nicht gegen ihn zu agieren. Jede Form von Selbstsucht ist eine Kriegserklärung gegen Gott. Sobald Selbstsucht zum Vorschein kommt, wendest du dich gegen Gott und deine eigentliche Bestimmung. Wenn du das tust, gerätst du in den Kreislauf leidvoller Erfahrungen. Darum befindest du dich jetzt und hier in diesem materiellen Körper in dieser materiellen Welt.

Die Lösung besteht darin, dich fortan nicht weiter als Funke des Fegefeuers der Eitelkeiten zu betrachten, sondern als Funke des Göttlichen Feuers der Liebe. Das Fegefeuer der Eitelkeiten verbrennt alles Gute, das Göttliche Feuer der Liebe alles Böse. Du entscheidest, welchem Feuer du als Funke dienst.

Wenn du nun verstehst, dass das unerwünschte Kraut gar kein Unkraut ist, sondern ein Gewächs, das nur gewachsen ist, um dir etwas aufzuzeigen, was nicht nur mit dir zu tun hat, sondern was in dir ist, dann kannst du dir und dem Kraut vergeben, indem du dich und das Kraut liebst. Wenn du erkannt hast, dass all das Unkraut immer nur das in dir ist, was nicht wahr und somit nicht wahrhaftig ist, dann kannst du es aufgrund der Erkenntnis entweder in und mit Liebe verwandeln oder entfernen.

Halte nicht die Erinnerung fest, dass du dich an seinen Dornen verletzt hast, sondern erinnere dich daran, dass du die Dornen hast wachsen lassen, und du hast sie wachsen lassen, weil sie ein Teil von dir waren, den du dir aber nicht ansehen wolltest. Jetzt kannst du es dir ansehen, und Erkenntnis vergeben, indem du die Selbstsucht des falschen Egos in die Liebe der Seele verwandelst. Das bedeutet es, selbstlos zu werden, und wenn du erst einmal selbstlos bist, dann erst kannst du nicht nur andere, sondern auch das wahre Selbst lieben.

Auf zwischenmenschliche Konflikte übertragen bedeutet all dies: Der andere und du, ihr wart in gewisser Hinsicht in einer Form von Resonanz und habt aufgrund magnetischer Kräfte als gegenseitige Spiegel gewirkt und euch das gezeigt, was in euch ist. Gespiegelt wurde jedoch nicht die lichtvolle Wirklichkeit, sondern nur die dunkle Täuschung. Ihr habt euch gegenseitig das gezeigt, was nicht wahr ist.

Sowohl der andere, als auch du: ihr seid spirituelle Seelen, die in einen grobstofflichen Körper inkarniert sind. Aufgrund der falschen Identifikation hat der Körper agiert, aber nicht die Seele. Somit hat sich die Täuschung gespiegelt. Wenn du dich mit dem identifizierst, was du nicht bist, dann bist du als Spiegel nicht rein. Dann spiegelst du nicht die Liebe, sondern die Nichtliebe. Dann erscheint kein klares Bild, sondern eine verschleierte Verzerrung des an sich klaren Bildes.

So entstehen Konflikte. Sie entstehen, wenn nicht die Seele agiert, sondern das verschleierte verzerrte Spiegelbild. Dann treffen Illusionen aufeinander, die sich gegenseitig zerstören, anstatt sich zu heilen. Sie greifen sich an, anstatt sich zu lieben.

Wenn du das erkennst und verstehst, dass alle Beteiligten nur als Schauspieler agiert haben, die ihre Rolle im Film der Dunkelheit des Gartens der Illusionen des falschen Egos gespielt haben, dann macht es keinen Sinn, weiterhin Groll gegen die Rollen anderer aufrechtzuerhalten. Verzeihe allen Schauspielern (also auch dir) dafür, dass sie ihre Rolle gut gespielt haben. Vergebe Liebe und heile mit ihr den Schmerz, der als Auswirkung Teil der Rolle war.

Und dann richte dich auf die wundervollen neuen Pflanzen aus, die in deinem Garten wachsen werden, wenn du dir den alten Schinken, den du schon lange nicht mehr magst, der dir schon lange nicht mehr gefällt, nicht ständig immer wieder aufs Neue anschaust, um dich mit den Szenen, die nur in diesem Film existieren, zu identifizieren. Hör auf zu spielen und erledige deine eigentliche Aufgabe.

Du bist Gärtner und kein Schauspieler. Die Rolle des Schauspielers hat dich nur vergessen lassen, dass du der Gärtner bist, der einen Garten hat, der sein Bewusstsein ist, und um den er sich kümmern sollte. Vergebe dir dafür, dass dir das Schauspiel wichtiger war als die Wirklichkeit. Vergebe dir dafür, dass du deinen Garten vernachlässigt hast und übernimm Verantwortung für deine Wirklichkeit. Dein Garten ist das, was wirkt.

ICH BIN der Gärtner, der aus allen falschen Rollen aussteigt, um die Wahrheit der Liebe zu verwirklichen.

Diese Botschaft ist an Selina und mich gerichtet. Wir nehmen sie für uns an, richten uns danach und geben sie hiermit auch an all diejenigen weiter, die ebenfalls bereit sind, an sich zu arbeiten, um sich spirituell zu entwickeln. Spirituelle Entwicklung, das Ziel des Lebens, gipfelt in der Hingabe an Gott. Diese Hingabe setzt die Überwindung des falschen Egos voraus. Damit einher geht die Erkenntnis, nicht der Körper, sondern die Seele zu sein, die ein winziges Teilchen Gottes ist. Philosophische Grundlage dieser Botschaften ist das vedische Wissen von der absoluten Wahrheit Gottes wie es u.a. in der Bhagavad-gītā und im Śrīmad-Bhāgavatam verkündet wird.

Bild von stux auf Pixabay

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