Die Kraft der Ahnen, Elena Zianchuk

Heutzutage beschäftigen sich immer mehr Menschen mit Informationen zu dem eigenen Stammbaum, viele von uns sind auf der Suche nach ihren tiefen genetischen Wurzeln, entwickeln Interesse für die Geschichte ihrer Ahnenreihen…  Dieses scheinbar neue kollektive Phänomen hat weniger mit einem modischen Trend oder persönlicher Neugier der einzelnen Individuen zu tun, sondern zählt zu den Folgen des Beschleunigungsprozesses in der aktuellen zwangsläufigen Bewusstseinserweiterung der menschlichen Zivilisation.  Die Homo sapiens–Population hat in ihrer Entwicklung in vieler Hinsicht enorme Rückschritte gemacht. Noch vor einigen tausend Jahren wurde fast jedem Individuum auf der Erde die Entwicklungsstufe, das Alter, die Rechte sowie das Kraft- und Wissenspotenzial  seines eigenen genetischen Ahnenstammes durchaus bewusst. Aus diesem Grund konnte sich auch das Kastenprinzip in der gesellschaftlichen Ordnung wunderbar etablieren und die sozial, kulturell wie technologisch hochentwickelten menschlichen Kulturen durften auf dem Planeten ihre Blütezeit erfahren. In dem geistigen Zustand, in dem wir Erdenmenschen uns momentan befinden, sind wir sehr weit dieser Blütenphase unserer Entwicklung entfernt.

Ein individueller Ahnenstamm ist nicht nur ein genealogischer Baum mit den chronologisch geordneten Namen der Vorfahren auf seinem Geäst, sondern ein ganz besonderes energetisch-informatives Feld, in dem all die Erfahrungen, das Wissen und die energetische Kraft der ganzen Ahnenreihe gespeichert bleiben. Es sind also zum großen Teil die eigenen Ahnen, die dem Individuum Gesundheit, Ausdauer, Kraft und Weisheit verleihen, sowie eine ausgeprägte Fähigkeit, unter wandelnden Umständen der natürlichen Selektion auf der Erde überleben und sich fortpflanzen zu können. Alle Gewinne und Niederlagen, alle Erfolge und sämtliche Verbrechen gehören in die Erfahrungsschatzkiste der eigenen (ur)alten Familie. Hinter jedem rein organischen Erdenmenschen stehen Hunderte, Tausende, Millionen von eigenen Vorfahren, deren Gefühle, Gedanken und Handlungen das aktuelle Leben des Menschen stärkst prägen können. Somit wird jeder auf eine natürliche Weise neugeborene Mensch zu einem Glied in einer genetisch spezifischen Ahnenkette und setzt diese genetische Reihe fort, indem er unter anderem seine wichtigsten Karma- und Lebensaufgaben erledigt oder missachtet und dadurch auch das Schicksal seiner Nachkommen stark beeinflussen kann. Wenn ein Individuum es nicht zumindest versucht, sich daran zu erinnern, wer es wirklich ist und woher es genealogisch kommt, kann es sehr unwahrscheinlich die kausalen Zusammenhänge in seinem Leben erkennen und ein wahrhaft sinnvolles Dasein führen. Seine eigenen primitiven Lebenseinstellungen sowie all die karmischen Lasten seiner Vorfahren überträgt er weiter, meist unbewusst, auf seine eigenen Kinder. Hat er keine Kinder zeugen können, trägt er die ungünstigsten Konsequenzen, die seine nach neuen Aufgaben, Erfahrungen und Wachstum strebende Seele nicht ganz liebend gern erfahren möchte.

Je älter ein Ahnenbaum ist, desto stärker und länger ist seine Wurzel. Ist man im energetisch-informativen Feld so eines mächtigen Stammes inkarniert, lässt es sich gewöhnlich nicht so einfach den karmischen Aufgaben seiner Ahnen zu entfliehen. Desto wichtiger ist es für so einen energetisch starken Menschen, sich bewusst mit dem Feld seines Stammes vertraut zu machen und seine eigene Rolle in der Auflösung der noch vorhandenen karmischen Themen seiner Vorfahren zu erkennen.  Das Prinzip des universalen Gleichgewichtes wird in diesem Heilungsprozess immer beachtet. Von daher hat der betroffene menschliche Auflöser seines Ahnenkarmas oft einen enorm herausfordernden, holprigen Lebensweg vor sich, doch die Unterstützung und die Belohnung dafür sind auch dementsprechend riesig, wenn er sich entschlossen seinen Aufgaben stellt und stets nicht versucht, sich von denen zu verdrücken. Im letzteren Fall hat das Individuum gar keine Chance, ein entspanntes, glückliches Leben zu führen. Leider kommt in vielen Fällen sein Verständnis dessen viel zu spät…

Die jungen Stämme mit einer relativ bescheidenen Erfahrungskiste  auf dem Planeten haben dagegen noch viel Spielraum frei, um diese Kiste zu befüllen. Von daher werden auch die in dem energetisch-informativen Feld so eines Stammes inkarnierten Erdenmenschen mit weniger schweren karmischen Aufgaben belastet und können sich, aus einer subjektiven Bewusstseinsperspektive betrachtet, ein einfaches, oberflächliches und unangestrengt glückliches Leben leisten. Allerdings ist der Weg solcher Individuen zu ihrer bewusst auf der Erde ausgelebten Gottmenschlichkeit sehr-sehr lang, denn zu dem vollständigen Erfahrungsspektrum einer menschlichen Seele gehört ALLES, was das Leben auf dem Planeten im Kreis zwischen Liebe und Angst, Leben und Tod zu bieten hat (s. Bild: Innenkreis).

Die drei Kreisel der Entwicklung des gottmenschlichen Bewusstseins in Einbezug der vier mächtigsten Naturelemente auf der Erde

Und das ist der Weg, den man nicht alleine gehen muss, wenn man es lernt, mit den Ressourcen seiner Ahnen produktiv zu arbeiten, um sich dem von uns allen angestrebten Einheitsbewusstsein zu nähern. Zum Beispiel: Ich muss keine Erfahrung als ein übler Untäter machen, wenn einer meiner Vorfahren das schon erfahren hat… Ich muss selbst kein Kind durch den Tod verlieren, wenn ich die Erfahrung meiner Urgroßmutter als meine eigene erkenne etc. Gerade die Themen, die im Leben-Angst-Tod-Bereich ihre Basis haben, lohnt es sich aus der Perspektive des Ahnenstammes zu betrachten, um sich selbst die für den Bewusstseinsaufstieg notwenigen Erfahrungen zu ersparen, meiste von denen sehr schmerzlich sein können…

Bevor ein Mensch anfängt, bewusst und seriös mit seinem Ahnenbaum energetisch-informativ zusammenzuwirken, soll er alle seine Gefühle und Emotionen neutralisieren, die er zu einzelnen Mitgliedern seiner  Familie empfindet. Meist geht es dabei um ungelöste innere Konflikte mit eigenen Eltern, Großeltern oder anderen Familienangehörigen. Diese destruktiven, persönlichen Empfindungen blockieren sehr stark die energetischen Zugänge zu dem Ahnenfeld der Familie und rauben bereits im Vorfeld jeglicher bewussten Ahnenarbeit  den bezweckten energetischen Ertrag.

Gewöhnlich werden alle neuinkarnierten Seelen mit einem starken energetisch-informativen Feld und komplexen Inkarnationsaufgaben bereits im Kinderalter geistig, psychisch und körperlich enorm herausgefordert.  Und das ist ganz natürlich, dass die unwillkürlichen „Herausforderer“ meist die eigenen Eltern sind.  Ein kleines Kind kann noch nicht den großen Plan hinter seiner leidtragenden Kindheit erkennen. Doch das kann es im Erwachsenenalter sehr wohl, wenn es einem starken Stamm angehört. Von daher ist es wichtig, innerlich erwachsen zu werden und seine wahre Mission in der Auflösung der karmischen Verstrickungen seiner Vorfahren zu erkennen, seine „Herausforderer“ zu verstehen und zu verzeihen, bevor man damit anfängt, bewusst an seinem Ahnenstamm zu arbeiten und die energetischen Misteln zu entfernen.

Wenn du so weit bist, mein lieber Gottmensch, bleibe dran!…

Peace & Love

Elena

Siehe auch: https://www.belanora.com/

Vorangegangene Beiträge von Elena: https://www.esistallesda.de/?s=elena+zianchuk